”Bei aller verständlichen Zufriedenheitbitte auch bedenken:
der Umsatzzuwachs bei Autos beträgt nur 2 %
die Margen haben sich u.a. deshalb verbessert, weil man Mitarbeiter entlassen und F&E kräftig gestutzt hat
"Wachstumsunternehmen" sieht anders aus.
Auch ein Punkt: in Q3 war Musk noch nicht so drastisch in den US-Wahlkampf involviert. Die US-Klientel von Tesla dürfte für M3 und MY aber eher bei Demokraten liegen. Q4 ist m.M.n. noch nicht in trockenen Tüchern.
Und wie sich die Einnahmen aus CO²-Zertifikaten entwickeln, weiß man auch noch nicht. Die Europäer bauen immer mehr E-Autos, für die sie die Zertifikate nicht mehr brauchen.
Auf Seite 4 der Quartalszahlen sieht man übrigens auch, daß die Speicher gegenüber dem Q2 weniger Umsatz gebracht haben, da könnte sich eine Sättigung andeuten.
Fazit: das Q3 hat positiv überrascht, aber für Euphorie sehe ich keinen Anlass. Der wäre nur gegeben, WENN UND FALLS aus den letzte Ankündigungen auch Tatsachen werden. Die Chancen dafür darf sich jeder selbst ausrechnen ;-)
Meine Shorts behalte ich jedenfalls noch, mindestens bis zur US-Wahl.
cvr info, 24.10.24 10:04
Elons Wahleinmischung lässt sich am besten mit
"Wohl und Wehe" beschreiben...
Wohl: Da Fahrzeuge von Tesla bisher ganz hoch in der (Wähler)Gunst der Demokraten standen um in Sachen Klimaneutralität Fortschritte zu machen, dürfte es ein cleverer Schachzug sein, um nun die Republikaner in Sachen Elektromobilität zu "bekehren"
Wehe: Was passiert, wenn das Unmögliche eintritt und Kamala die Wahl gewinnt? Stehen Unterstützer der Republikaner dann künftig weiterhin in der Gunst, wenn es um die Gewährung satter staatlicher Rabatte oder Steuergutschriften geht?
Oder ist Elons Kalkül vielmehr, dass die Zeiten der großzügigen Steuergeschenke vorbei sind und infolgedessen Verbraucher für ihr Auto künftig den vollen Preis werden zahlen müssen?
Meine These bzgl. Teslas künftiger Ausrichtung hat sich nicht verändert:
Tesla KÖNNTE über ein Abomodell (Robotaxi) richtig erfolgreich werden. Allerdings reden wir dann natürlich nicht mehr von steigenden Absatzmengen, bei dem pro Fahrzeug eine Marge hängenbleibt, sondern jedes produzierte Fahrzeug wird erst mittelfristig über das Vermietungs- und Transportgeschäft einen Gewinnbeitrag leisten.
Das wäre einerseits eine Revolution, aber auch sehr kostenintensiv.
Bisher sind Kunden bereit, fünf- oder sechsstellige Summen für ihr Fahrzeug zu überweisen, künftig würden die Fahrzeuge hunderte USD verdienen (angenommen 100 USD Umsatz pro Fahrzeug x 365 Tage = 36.500 USD Umsatz p.a., abzgl. sämtlicher Kosten für die Herstellung, Versicherung, Strom, Instandhaltung, Reinigung usw.)
Die Kosten für mögliche Rechtsstreitigkeiten infolge von Verletzungen der Insassen und anderer Verkehrsteilnehmer lassen sich vermutlich nur schwer beziffern.