Konjunkturdaten drücken Wall Street
15. Jul 15:57
Trotz einer positiv aufgenommenen Transaktion in der Pharma-Branche haben die US-Börsen am Montag schwächer eröffnet: Gestiegene Lagerbestände drückten auf die Stimmung.
Schlechter als erwartet ausgefallene Konjunktur-Indikatoren haben am Montag zur Eröffnung die Aktienmärkte in den USA belastet. Der Dow-Jones-Index |INDU 8419,40 -3,05%| verlor in den ersten Minuten mehr als ein Prozent, ebenso die technologielastige Nasdaq |COMPX 1351,40 -1,61%| .
Händler in Europa hatten den Vormittag über mit einer festeren Eröffnung in New York gerechnet. Grund dafür war vor allem eine Großfusion in der Pharma-Branche zwischen Viagra-Hersteller Pfizer und Pharmacia. Kurz vor US-Handelsstart wurden aber neue Zahlen zu den Lagerbeständen der Wirtschaft veröffentlicht, die dann nach Angaben von Händler für die leichtere Eröffnung verantwortlich waren.
Mit einem Anstieg von 0,2 Prozent im Mai fielen die Lagerbestände merklich schlechter aus als erwartet. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang um 0,1 Prozent prognostiziert. Dies wurde als Zeichen für eine Schwäche der Wirtschaft gesehen: Der Lagerbestand steigt, wenn Verbraucher dem Handel weniger Waren abnehmen.
Pfizer übernimmt Pharmacia
Pharmakonzern Pfizer übernimmt Pharmacia
15. Jul 09:12, ergänzt 14:59
Halliburton-Chef: Cheney wusste von Bilanzpraxis
15. Jul 08:16, ergänzt 14:54
Telekom: US-Aktionäre drohen Bund mit Klage
14. Jul 22:16
Der Hersteller des Potenzmittels Viagra, Pfizer, übernimmt den Konkurrenten Pharmacia. Das teilte Pfizer am Montag mit uns bestätigte damit einen Bericht des «Wall Street Journal» vom Morgen. Der Kaufpreis beträgt 60 Milliarden Dollar in Aktien. Die Transaktion muss aber noch von den Kartellbehörden geprüft werden. Beobachter hoffen auf weitere Fusionen in der Pharma-Branche, die durch hohe Forschungskosten belastet ist.
Cheney kannte Halliburton-Bilanzierung
US-Vizepräsident Dick Cheney wusste über die Umstellung der Rechnungslegung beim Ölkonzern Halliburton Bescheid. Das sagte der derzeitige Chef des Unternehmens, David Lesar, dem US-Magazin «Newsweek»: «Der Vize-Präsident hatte Kenntnis davon, wer uns Geld schuldete, und er half uns, es einzusammeln», sagte Lesar dem Blatt. Damit könnte die Klage von Verbraucherschützern gegen Cheney mehr Gewicht bekommen.
T-Aktionäre in den USA prüfen Klage
Nach einem Bericht der «Bild»-zeitung vom Montag erwägen amerikanische Aktionäre der Deutschen Telekom eine Klage gegen die Bundesregierung. Der Hauptaktionär Bundesrepublik Deutschland habe «unbotmäßigen» Einfluss auf Aufsichtsratsmitglieder der Telekom ausgeübt, berichtet die Zeitung. Dabei geht es um die - von der Regierung stets dementierten - versuche, Telekom-Chef Sommer aus dem Amt zu drängen. (nz)