(gatrixx) Die Deutsche Telekom verkauft die letzten sechs regionalen Kabelnetzgesellschaften vollständig an das US-Unternehmen Liberty Media.
Für den Standort Deutschland ein echter Gewinn, für die Telekom ein herber Verlust. Der Bonner Ex-Monopolist muss aufgrund der derzeitigen Marktlage statt der ursprünglich geplanten 55 Prozent alle 100 Prozent der Regionalgesellschaften verkaufen. Der Kaufpreis bleibt aber unverändert; rund 5 Milliarden Euro sollen es sein. Damit geht ein strategisch wichtiger Einfluss auf Teile des größten europäischen TV-Kabelnetzes verloren.
Wie es scheint, hat die noch vollständig im Besitz des US-amerikanischen AT&T-Konzerns befindliche Liberty Media die Gunst die Stunde genutzt, um nachzuverhandeln. Dabei dürfte auch der Druck der Investoren auf die Telekom, ihren enormen Schuldenberg von fast 60 Milliarden Euro zügig abzubauen, einer der Hauptgründe für die jetzige Lösung gewesen sein.
Nutznießer sind neben den Amerikanern auch der deutsche Verbraucher. Bis zum heutigen Tag hat es die Telekom geschickt verstanden, einen echten Wettbewerb im Ortsnetz zu verhindern. Doch nun gehen weite Teile des zweitgrößten deutschen Kommunikationsnetzes - welches bis zum Endkunden reicht - in die Hände eines finanzstarken Investors. Damit dürfte dem raschen Ausbau des Kabelnetzes zu einem modernen Multimedianetzwerk nichts mehr im Wege steht. Künftig sollen die bereits angeschlossenen zehn Millionen Haushalte gleichzeitig fernsehen, telefonieren und mit einem schnellen Internetanschluss surfen.
Doch bis es soweit sein wird, gibt es noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen. Laut Telekom soll der Kaufvertrag bis zum Juli 2001 ausgearbeitet sein und von den Aufsichtsgremien abgesegnet werden. Dabei bedarf es auch der Zustimmung der europäischen Kartellbehörde, die jedoch als sicher gilt.
Neben den eigentlichen Kabelgesellschaften wird sich die Telekom auch von ihrer für die Bereitstellung der Anschlüsse zuständigen Servicegesellschaften DeTeKS und der Media Service GmbH (digitale TV-Angebote) trennen. (sts)
Für den Standort Deutschland ein echter Gewinn, für die Telekom ein herber Verlust. Der Bonner Ex-Monopolist muss aufgrund der derzeitigen Marktlage statt der ursprünglich geplanten 55 Prozent alle 100 Prozent der Regionalgesellschaften verkaufen. Der Kaufpreis bleibt aber unverändert; rund 5 Milliarden Euro sollen es sein. Damit geht ein strategisch wichtiger Einfluss auf Teile des größten europäischen TV-Kabelnetzes verloren.
Wie es scheint, hat die noch vollständig im Besitz des US-amerikanischen AT&T-Konzerns befindliche Liberty Media die Gunst die Stunde genutzt, um nachzuverhandeln. Dabei dürfte auch der Druck der Investoren auf die Telekom, ihren enormen Schuldenberg von fast 60 Milliarden Euro zügig abzubauen, einer der Hauptgründe für die jetzige Lösung gewesen sein.
Nutznießer sind neben den Amerikanern auch der deutsche Verbraucher. Bis zum heutigen Tag hat es die Telekom geschickt verstanden, einen echten Wettbewerb im Ortsnetz zu verhindern. Doch nun gehen weite Teile des zweitgrößten deutschen Kommunikationsnetzes - welches bis zum Endkunden reicht - in die Hände eines finanzstarken Investors. Damit dürfte dem raschen Ausbau des Kabelnetzes zu einem modernen Multimedianetzwerk nichts mehr im Wege steht. Künftig sollen die bereits angeschlossenen zehn Millionen Haushalte gleichzeitig fernsehen, telefonieren und mit einem schnellen Internetanschluss surfen.
Doch bis es soweit sein wird, gibt es noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen. Laut Telekom soll der Kaufvertrag bis zum Juli 2001 ausgearbeitet sein und von den Aufsichtsgremien abgesegnet werden. Dabei bedarf es auch der Zustimmung der europäischen Kartellbehörde, die jedoch als sicher gilt.
Neben den eigentlichen Kabelgesellschaften wird sich die Telekom auch von ihrer für die Bereitstellung der Anschlüsse zuständigen Servicegesellschaften DeTeKS und der Media Service GmbH (digitale TV-Angebote) trennen. (sts)