Den Ausrüsterfirmen in der Telekom-Branche bläst in den letzten Tagen eine steife Brise ins Gesicht. Das Umfeld in diesem Subsektor hat sich spürbar eingetrübt. Die Pleite von Global Crossing hat auch andere Netzbetreiber getroffen und deren Kurse unter Druck gesetzt.
Das bringt in einem nächsten Schritt große Probleme für die Finanzierung dieser Unternehmen, da Herabstufungen durch die Rating-Agenturen vor der Tür stehen. Eine weitere logische Folge wäre dann die Reduzierung der Investitionstätigkeit, was wiederum nicht ohne Folgen für die Telecom-Equipment-Firmen bleibt.
Gerade im Festnetzbereich sind die Aussichten für 2002 mit einem erwarteten Investitionsrückgang um 25 Prozent ohnehin schon schlecht. Mittlerweile gibt es erste Stimmen im Markt, die von einem weiteren leichten Investitionsrückgang auch in 2003 aussehen.
Hoffnung auf Ertragserholung im Mobilfunkbereich
Vergleichbar, wenn auch lange nicht ganz so drastisch, ist die Situation im Mobilfunkbereich. Hier droht nach einem erwarteten Investitionsrückgang von ca. 10 Prozent im laufenden Jahr ein weiterer Rückgang in 2003 um 5 Prozent. Somit könnte das zarte Pflänzchen Hoffnung auf eine dynamische Ertragserholung, das gerade ansatzweise aufkeimte, mit der weiteren Korrektur der Gewinnschätzungen einen starken Rückschlag erfahren.
Neben den Finanzierungs-Problemen deutet auch die Marktentwicklung auf weitere Schwierigkeiten hin. Viele Firmen haben in ihrem Ausblick deutlich gemacht, dass der Erfolg von GPRS bzw. 3G notwendig ist für die Rechtfertigung der aktuellen Gewinnschätzungen.
Bisher ging man davon aus, dass ab Mitte des Jahres der Massenmarkt für Datendienste startet (Location Based Services etc.). Inzwischen gibt es einige Anzeichen, die mich glauben lassen, dass dieser Termin nicht haltbar sein wird.
Neben den offensichtlichen Schwächen in vielen Geschäftsmodellen schwelt auch immer noch der Streit zwischen den Netzwerkbetreibern und den Inhalteanbietern um die Umsatzaufteilung (Stichwort: Wem "gehört" der Kunde?), ohne dass Problemlösungen sichtbar werden. Ähnliche Molltöne erklingen aus dem Bereich des Multimedia-Messaging (Versenden von Bildern, Fotos etc. via Mobiltelefon).
Auch hier verläuft die Entwicklung langsamer als erwartet, und die Massenmarktfähigkeit wird wohl frühestens im Weichnachtsgeschäft 2002 erreicht. GPRS mag ein dynamischer Treiber für den Sektor sein; aktuell ist das Modell aber noch nicht in Fahrt gekommen, daher lauern weitere Gefahren für die Umsatzschätzungen der Infrastrukturanbieter und Handyhersteller.
Die in meiner letzten Kolumne angesprochenen angespannten Bewertungen gelten auch und vor allem im Telecom-Equipment-Subsektor.
Neuengagements drängen sich nicht auf
Das alles zusammen führt dazu, dass Bestände im Branchenprimus Nokia – gerade im Hinblick auf die relevante 12-Monats-Frist - zwar ohne große Bedenken gehalten werden können; Neuengagements können aber zurückgestellt werden, bis sich die Sicht auf die Realitäten etwas aufgeklärt hat.
Vielleicht bietet die aktuelle Schwäche auch Anreize für den einen oder anderen Anleger, sich auf Qualität zu focussieren. Dafür bietet sich der Tausch von Ericsson in Nokia an. Alcatel bleibt eine im Vergleich zu Nokia deutlich riskantere Restrukturierungsstory.
(Quelle: manager-magazin.de)
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Also wenn ich hier so die Meinung des Analysten lese, dann habe ich den Eindruck, als würde ich mit meinem Ericsson-Engagement gar nicht so falsch liegen....*g*
So long,
Calexa
Das bringt in einem nächsten Schritt große Probleme für die Finanzierung dieser Unternehmen, da Herabstufungen durch die Rating-Agenturen vor der Tür stehen. Eine weitere logische Folge wäre dann die Reduzierung der Investitionstätigkeit, was wiederum nicht ohne Folgen für die Telecom-Equipment-Firmen bleibt.
Gerade im Festnetzbereich sind die Aussichten für 2002 mit einem erwarteten Investitionsrückgang um 25 Prozent ohnehin schon schlecht. Mittlerweile gibt es erste Stimmen im Markt, die von einem weiteren leichten Investitionsrückgang auch in 2003 aussehen.
Hoffnung auf Ertragserholung im Mobilfunkbereich
Vergleichbar, wenn auch lange nicht ganz so drastisch, ist die Situation im Mobilfunkbereich. Hier droht nach einem erwarteten Investitionsrückgang von ca. 10 Prozent im laufenden Jahr ein weiterer Rückgang in 2003 um 5 Prozent. Somit könnte das zarte Pflänzchen Hoffnung auf eine dynamische Ertragserholung, das gerade ansatzweise aufkeimte, mit der weiteren Korrektur der Gewinnschätzungen einen starken Rückschlag erfahren.
Neben den Finanzierungs-Problemen deutet auch die Marktentwicklung auf weitere Schwierigkeiten hin. Viele Firmen haben in ihrem Ausblick deutlich gemacht, dass der Erfolg von GPRS bzw. 3G notwendig ist für die Rechtfertigung der aktuellen Gewinnschätzungen.
Bisher ging man davon aus, dass ab Mitte des Jahres der Massenmarkt für Datendienste startet (Location Based Services etc.). Inzwischen gibt es einige Anzeichen, die mich glauben lassen, dass dieser Termin nicht haltbar sein wird.
Neben den offensichtlichen Schwächen in vielen Geschäftsmodellen schwelt auch immer noch der Streit zwischen den Netzwerkbetreibern und den Inhalteanbietern um die Umsatzaufteilung (Stichwort: Wem "gehört" der Kunde?), ohne dass Problemlösungen sichtbar werden. Ähnliche Molltöne erklingen aus dem Bereich des Multimedia-Messaging (Versenden von Bildern, Fotos etc. via Mobiltelefon).
Auch hier verläuft die Entwicklung langsamer als erwartet, und die Massenmarktfähigkeit wird wohl frühestens im Weichnachtsgeschäft 2002 erreicht. GPRS mag ein dynamischer Treiber für den Sektor sein; aktuell ist das Modell aber noch nicht in Fahrt gekommen, daher lauern weitere Gefahren für die Umsatzschätzungen der Infrastrukturanbieter und Handyhersteller.
Die in meiner letzten Kolumne angesprochenen angespannten Bewertungen gelten auch und vor allem im Telecom-Equipment-Subsektor.
Neuengagements drängen sich nicht auf
Das alles zusammen führt dazu, dass Bestände im Branchenprimus Nokia – gerade im Hinblick auf die relevante 12-Monats-Frist - zwar ohne große Bedenken gehalten werden können; Neuengagements können aber zurückgestellt werden, bis sich die Sicht auf die Realitäten etwas aufgeklärt hat.
Vielleicht bietet die aktuelle Schwäche auch Anreize für den einen oder anderen Anleger, sich auf Qualität zu focussieren. Dafür bietet sich der Tausch von Ericsson in Nokia an. Alcatel bleibt eine im Vergleich zu Nokia deutlich riskantere Restrukturierungsstory.
(Quelle: manager-magazin.de)
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Also wenn ich hier so die Meinung des Analysten lese, dann habe ich den Eindruck, als würde ich mit meinem Ericsson-Engagement gar nicht so falsch liegen....*g*
So long,
Calexa