5 Mrd. EUR sollten morgen fließen, die Nachfrage nach den T-Anleihen betrug sogar 15 Mrd. EUR...
Doch Moody's setzte nochmal zum Downgrade des Credit-Ratings an, und so kam#s zur Verschiebung der Emission der sogenannten Hochzinsanleihe.
cu, seth
Und hier noch die News aus der FTD:
Aus der FTD vom 24.5.2002
Moody’s kommt Telekom-Anleihe in die Quere
Von Sebastian Sachs, Frankfurt, und Andreas Krosta, Hamburg
Die Rating-Agentur Moody’s hat mit einem skeptischen Ausblick für die Deutsche Telekom die Pläne des Konzerns zur Neuordnung seiner Schulden durchkreuzt und die T-Aktie auf ein neues Rekordtief fallen lassen.
Moody’s senkte den Ausblick für die Bewertung der Kreditwürdigkeit der Telekom von "stabil" auf "negativ". Dies zwang das Unternehmen, die für am Donnerstag vorgesehene Emission der Anleihe im Volumen von rund 5 Mrd. Euro erneut zu verschieben.
Rating-Agenturen überwachen die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und warnen Anleger vor risikoreichen Anleihen. In einem nächsten Schritt könnte Moody’s die Telekom auf eine Beobachtungsliste setzen. Dann droht dem Konzern die Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Wenn Moody’s oder die Rating-Agentur Standard & Poor’s diesen Schritt umsetzen würden, müsste die Telekom nach Angaben des Konzernchefs Ron Sommer rund 100 Mio. Euro mehr Zinsen im Jahr für ihre Anleihen zahlen. Ihr Schuldenberg von 67,3 Mrd. Euro belastet die Telekom derzeit mit 4,4 Mrd. Euro Zinsen im Jahr.
Die T-Aktie rutschte am Donnerstag bis auf das historische Tief von 11,76 Euro. Die Volksaktie war damit knapp 20 Prozent weniger wert als beim Börsengang 1996. Der Ausgabekurs hatte bei 14,57 Euro für institutionelle Anleger gelegen. Bis zum Abend erholten sich die Papiere und schlossen mit einem Minus von 2,1 Prozent bei 12,19 Euro.
Telekom drohen höhere Kosten
Auf den Kurs drückte zusätzlich, dass die Investmentbank Morgan Stanley am Donnerstag das Kursziel für die T-Aktie von 20,30 Euro auf 16,10 Euro herabstufte.
Banken erwarten, dass die Anleihe nach der Herabstufung des Ausblicks am Freitag platziert wird. Allerdings bedeute die Gefahr einer Rating-Verschlechterung, dass Investoren mit höherer Rendite gelockt werden müssten. Die große Nachfrage nach dem Bond hatte in den vergangenen Tagen dazu geführt, dass die Renditeerwartungen nach unten korrigiert wurden. Am Donnerstag wurden sie wieder deutlich nach oben angepasst.
Neben der Herabstufung des Ausblicks ließ Moody’s die langfristige Bonitätseinschätzung bei "Baa1". Die Rating-Agentur Standard & Poor’s sagte am Donnerstag, die aktuelle Bewertung von "BBB+" werde mittelfristig beibehalten.
Grund für die Skepsis von Moody’s ist das Festnetzgeschäft der Telekom mit sinkendem Wachstum und einem Einbruch beim Betriebsgewinn im ersten Quartal um fast die Hälfte auf 664 Mio. Euro.
Ein Telekom-Sprecher wollte sich am Donnerstag nicht zur Herabstufung des Ausblicks äußern. Aus Unternehmenskreisen hieß es, Moody’s werde das Rating mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden 18 Monaten nicht herabsetzen.
© 2002 Financial Times Deutschland
Doch Moody's setzte nochmal zum Downgrade des Credit-Ratings an, und so kam#s zur Verschiebung der Emission der sogenannten Hochzinsanleihe.
cu, seth
Und hier noch die News aus der FTD:
Aus der FTD vom 24.5.2002
Moody’s kommt Telekom-Anleihe in die Quere
Von Sebastian Sachs, Frankfurt, und Andreas Krosta, Hamburg
Die Rating-Agentur Moody’s hat mit einem skeptischen Ausblick für die Deutsche Telekom die Pläne des Konzerns zur Neuordnung seiner Schulden durchkreuzt und die T-Aktie auf ein neues Rekordtief fallen lassen.
Moody’s senkte den Ausblick für die Bewertung der Kreditwürdigkeit der Telekom von "stabil" auf "negativ". Dies zwang das Unternehmen, die für am Donnerstag vorgesehene Emission der Anleihe im Volumen von rund 5 Mrd. Euro erneut zu verschieben.
Rating-Agenturen überwachen die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und warnen Anleger vor risikoreichen Anleihen. In einem nächsten Schritt könnte Moody’s die Telekom auf eine Beobachtungsliste setzen. Dann droht dem Konzern die Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Wenn Moody’s oder die Rating-Agentur Standard & Poor’s diesen Schritt umsetzen würden, müsste die Telekom nach Angaben des Konzernchefs Ron Sommer rund 100 Mio. Euro mehr Zinsen im Jahr für ihre Anleihen zahlen. Ihr Schuldenberg von 67,3 Mrd. Euro belastet die Telekom derzeit mit 4,4 Mrd. Euro Zinsen im Jahr.
Die T-Aktie rutschte am Donnerstag bis auf das historische Tief von 11,76 Euro. Die Volksaktie war damit knapp 20 Prozent weniger wert als beim Börsengang 1996. Der Ausgabekurs hatte bei 14,57 Euro für institutionelle Anleger gelegen. Bis zum Abend erholten sich die Papiere und schlossen mit einem Minus von 2,1 Prozent bei 12,19 Euro.
Telekom drohen höhere Kosten
Auf den Kurs drückte zusätzlich, dass die Investmentbank Morgan Stanley am Donnerstag das Kursziel für die T-Aktie von 20,30 Euro auf 16,10 Euro herabstufte.
Banken erwarten, dass die Anleihe nach der Herabstufung des Ausblicks am Freitag platziert wird. Allerdings bedeute die Gefahr einer Rating-Verschlechterung, dass Investoren mit höherer Rendite gelockt werden müssten. Die große Nachfrage nach dem Bond hatte in den vergangenen Tagen dazu geführt, dass die Renditeerwartungen nach unten korrigiert wurden. Am Donnerstag wurden sie wieder deutlich nach oben angepasst.
Neben der Herabstufung des Ausblicks ließ Moody’s die langfristige Bonitätseinschätzung bei "Baa1". Die Rating-Agentur Standard & Poor’s sagte am Donnerstag, die aktuelle Bewertung von "BBB+" werde mittelfristig beibehalten.
Grund für die Skepsis von Moody’s ist das Festnetzgeschäft der Telekom mit sinkendem Wachstum und einem Einbruch beim Betriebsgewinn im ersten Quartal um fast die Hälfte auf 664 Mio. Euro.
Ein Telekom-Sprecher wollte sich am Donnerstag nicht zur Herabstufung des Ausblicks äußern. Aus Unternehmenskreisen hieß es, Moody’s werde das Rating mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden 18 Monaten nicht herabsetzen.
© 2002 Financial Times Deutschland