Folgender Artikel hat meine Zweifel in Aktien(fonds) zur Altersvorsorge
noch bestärkt. Kann man langfristig wirklich von 9-12% p.a. ausgehen
nur weil das die letzten 50 Jahre so war?
Ich glaube nicht Hauptgrund ist die demographische Entwicklung in den Industrienationen. Ständige Netto-Mittelzuflüsse in die Anlageform
Aktie haben die oben erwähnte Rendite verursacht. Das ganze ging einher mit einer ständigen Zunahme der Erwerbsbevölkerung, die einen Teil Ihrer Einkünfte
langfristig in Aktien zur Altersvorsorge anlegte. Angelockt von der daraus entstandenen Botschaft, dass man langfristig mit Aktien immer am besten fährt
nahm auch der Anteil der Aktionäre der (steigenden Arbeits)bevölkerung zu.
Was einen Multiplikatoreffekt verursachte (Entwicklung i.d. letzten 10 Jahren)
Was ist aber wenn die Aktiensparer Ihr Geld verleben wollen? Was wenn der steigene Vorsorgebedarf des Einzelnen (Mikrobetrachtung) durch eine Abnahme der vorsorgenden Bevölkerungsgruppe überkompensiert wird (Makrobetrachtung)???
Dann sehen wir aufgrund von Mittelabflüssen aus dem Aktienbereich im Alter, auch bei steigenden Unternehmensgewinnen (gibt es die überhaupt noch bei geingerer Bevölkerung???) wirklich alt aus!
Oder hab ich da einen Denkfehler drin was mein Ihr dazu???
Hier der Artikel
ANALYSE/Deutsche Bank: Renten werden Aktien langfristig schlagen
31.01.2002 09:51
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Langfristig sind festverzinsliche Wertpapiere einer Studie zufolge vermutlich rentabler als Aktien. Zu diesem Ergebnis kommen Experten der Abteilung für Globale Finanzmärkte der Deutschen Bank in einer Studie, die der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe) vorliegt. Den Berechnungen zufolge liege die Wahrscheinlichkeit, dass Dividendenpapiere in den kommenden 10 bis 20 Jahren bessere Erträge bringen als Anleihen, in den USA und Deutschland bei weniger als der Hälfte.
Offen bleibe, ob die Deutsche Bank wegen dieser Studie ihre Portfolio-Empfehlungen verändern werde und eher von Aktien abrate. Ein Sprecher habe der Zeitung hierzu keine Stellungnahme abgegeben.
Wichtigstes Argument in der Studie sei, dass der Börsenboom der vergangenen Jahrzehnte auf einer Reihe günstiger Faktoren beruht habe, die in absehbarer Zeit nicht mehr gegeben seien. Außerdem seien Aktien im historischen Vergleich extrem teuer. "Aktien erscheinen überbewertet und anfällig für weitere Kurskorrekturen", zitiert das Blatt aus der Studie.
ANALYSE GILT FÜR USA UND DEUTSCHLAND
Einer der Autoren, George Cooper, sagte der Zeitung, dass die Ergebnisse der Analyse grundsätzlich sowohl für den amerikanischen als auch für den deutschen Aktienmarkt gälten. Jedoch sei die Überbewertung in Deutschland "weniger extrem". Wichtigstes Resultat der Studie für Investoren sei es, sich von der Vorstellung zu lösen, dass Aktien auf längere Sicht stets festverzinslichen Papieren überlegen seien: "Wir glauben, dies ist eine falsche Annahme."
Nach den Worten Coopers ergebe sich aus der Studie nicht, dass die Aktienkurse nun rasch nach unten gehen müssten. Im Gegenteil sei es durchaus vorstellbar, dass im Zuge einer US-Konjunkturerholung die Kurse kurzfristig wieder nach oben gehen, weil sich dann die Aussichten für die Unternehmensgewinne verbessern, heißt es./tf/jkr/af
noch bestärkt. Kann man langfristig wirklich von 9-12% p.a. ausgehen
nur weil das die letzten 50 Jahre so war?
Ich glaube nicht Hauptgrund ist die demographische Entwicklung in den Industrienationen. Ständige Netto-Mittelzuflüsse in die Anlageform
Aktie haben die oben erwähnte Rendite verursacht. Das ganze ging einher mit einer ständigen Zunahme der Erwerbsbevölkerung, die einen Teil Ihrer Einkünfte
langfristig in Aktien zur Altersvorsorge anlegte. Angelockt von der daraus entstandenen Botschaft, dass man langfristig mit Aktien immer am besten fährt
nahm auch der Anteil der Aktionäre der (steigenden Arbeits)bevölkerung zu.
Was einen Multiplikatoreffekt verursachte (Entwicklung i.d. letzten 10 Jahren)
Was ist aber wenn die Aktiensparer Ihr Geld verleben wollen? Was wenn der steigene Vorsorgebedarf des Einzelnen (Mikrobetrachtung) durch eine Abnahme der vorsorgenden Bevölkerungsgruppe überkompensiert wird (Makrobetrachtung)???
Dann sehen wir aufgrund von Mittelabflüssen aus dem Aktienbereich im Alter, auch bei steigenden Unternehmensgewinnen (gibt es die überhaupt noch bei geingerer Bevölkerung???) wirklich alt aus!
Oder hab ich da einen Denkfehler drin was mein Ihr dazu???
Hier der Artikel
ANALYSE/Deutsche Bank: Renten werden Aktien langfristig schlagen
31.01.2002 09:51
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Langfristig sind festverzinsliche Wertpapiere einer Studie zufolge vermutlich rentabler als Aktien. Zu diesem Ergebnis kommen Experten der Abteilung für Globale Finanzmärkte der Deutschen Bank in einer Studie, die der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe) vorliegt. Den Berechnungen zufolge liege die Wahrscheinlichkeit, dass Dividendenpapiere in den kommenden 10 bis 20 Jahren bessere Erträge bringen als Anleihen, in den USA und Deutschland bei weniger als der Hälfte.
Offen bleibe, ob die Deutsche Bank wegen dieser Studie ihre Portfolio-Empfehlungen verändern werde und eher von Aktien abrate. Ein Sprecher habe der Zeitung hierzu keine Stellungnahme abgegeben.
Wichtigstes Argument in der Studie sei, dass der Börsenboom der vergangenen Jahrzehnte auf einer Reihe günstiger Faktoren beruht habe, die in absehbarer Zeit nicht mehr gegeben seien. Außerdem seien Aktien im historischen Vergleich extrem teuer. "Aktien erscheinen überbewertet und anfällig für weitere Kurskorrekturen", zitiert das Blatt aus der Studie.
ANALYSE GILT FÜR USA UND DEUTSCHLAND
Einer der Autoren, George Cooper, sagte der Zeitung, dass die Ergebnisse der Analyse grundsätzlich sowohl für den amerikanischen als auch für den deutschen Aktienmarkt gälten. Jedoch sei die Überbewertung in Deutschland "weniger extrem". Wichtigstes Resultat der Studie für Investoren sei es, sich von der Vorstellung zu lösen, dass Aktien auf längere Sicht stets festverzinslichen Papieren überlegen seien: "Wir glauben, dies ist eine falsche Annahme."
Nach den Worten Coopers ergebe sich aus der Studie nicht, dass die Aktienkurse nun rasch nach unten gehen müssten. Im Gegenteil sei es durchaus vorstellbar, dass im Zuge einer US-Konjunkturerholung die Kurse kurzfristig wieder nach oben gehen, weil sich dann die Aussichten für die Unternehmensgewinne verbessern, heißt es./tf/jkr/af