Man darf Dominanz und Unterwürfigkeit nicht im Job oder anderen machtbedingten Zwängen vergleichen, denn da geht es um eine einseitige Bevorteilung zu Lasten einer andersseitigen Benachteilung.
Bei BDSM ist dies nicht der Fall, hierbei handelt es sich um eine beidseitige Bevorteilung, somit auch um eine Win-Win-Situation.
Und ohne es vielleicht zu bemerken, findet innerhalb einer sexuellen Beziehung sowieso eine automatische Rollenaufteilung statt oder die sexuelle Beziehung funktioniert langfristig nicht, was langfristig zu einem Bruch der Beziehung führen wird.
D.h. wenn die Frau Oralverkehr nicht geil findet, erst recht keine Lustflüssigkeiten schlucken möchte, d.h. sich die Frau nicht "dominieren" lassen will, z.B. weil sie selbst "dominant" ist, so muss der Mann eine Wahl treffen....
a) er verzichtet darauf, obwohl er "dominant" sein will, was langfristig dazu führen wird, dass er einen anderweitigen Ausgleich sucht, z.B. Analverkehr
Da die Frau dies vermutlich auch nicht will, bleibt das Sexleben eher unerfüllt und der Mann geht irgendwann fremd oder die Beziehung geht dahin.
b) er verzichtet darauf und entscheidet für sich selbst für den "devoten" Part. Dies setzt wiederum voraus, dass er eine gewisse Neigung/Veranlagung dazu hat. Hat er ein gewisses Maß an solcher Veranlagung, so kann er diese Veranlagung vertiefen, was zu einem erfüllten Sexleben ohne jedes Bedürfnis nach Fremdgang, usw. führen wird.
Hierbei sei noch zu erwähnen, dass der "dominante" Part keinesfalls der aktivere Part sein muss, sondern es die sexuell scheinbar eher zurückhaltende Frau ist, welche am liebsten unten liegt und den Mann machen lässt.
Ebenso kann ein "devoter" Mann im Arbeitsalltag auch autoritär und dominant sein.
D.h. Dominanz im Alltag unter anderen Menschen muss man klar von der Dominanz und Unterwürfigkeit innerhalb einer sexuellen Beziehung trennen.
Sexuelle Dominanz und Unterwürfigkeit ist demnach auch keine Charaktereigenschaft, sondern schlichtweg ein von der Natur mitgegebener Mechanismus, welcher meiner Meinung nach neben anderen Merkmalen der Partnerwahl dient.