BDSM steht für
Bondage & Discipline
Domination & Submission
Sadism & Masochism
Im Grunde steht im Kern einzig "Domination & Submission" und sind BD sowie SM Möglichkeiten um jene "Rangordnung" sichtbar machen zu können.
Bondage & Discipline ist eine Möglichkeit, welche man vermutlich in nahezu jeder Beziehung wird hin und wieder finden können.
Dies fängt z.B. schon damit an, dass man seinem Partner die Augen verbindet oder Hände symbolisch durch ein Tuch oder Plastikhandschellen fesselt.
In dieser Situation entsteht unbewusst ein Machtgefälle, denn Derjenige dessen Augen verbunden oder Hände gefesselt sind, ist dem Partner ausgeliefert und gibt einen Teil seiner Kontrolle ab. Doch gerade weil er ein gewisses Maß an Kontrolle verliert, entsteht ein besonderer Reiz, nämlich sich dem Partner hin zu geben und fallen zu lassen.
Dies geht weiter mit Oralverkehr und dem Schlucken von Lustflüssigkeiten. Auch hier wird von der Frau besondere "Discipline" abverlangt, denn im Regelfall ist es nicht gerade das Verlangen einer Frau, Lustflüssigkeiten zu schlucken. Trotzdem tun es sicherlich viele Frauen, weils eben dem Manne gefällt bzw. geil macht.
Doch warum macht es den Mann geil? Weil er damit letztendlich ein Machtgefälle erzeugt und dieses Machtgefälle ist es, was dem Mann die Lust steigert.
Dies geht weiter z.B. zum Analverkehr, auch eine Praxis, welche sicherlich nicht so abwegig in vielen Partnerschaften ist.
Auch hier ist es in der Regel nicht unbedingt das Verlangen der Frau, doch Frau tut es, weil es die Lust des Mannes steigert. Den Mann macht es wiederum geil, weils ebenfalls ein Machtgefälle erzeugt.
Weiter der Sex an sich, auch hier ist es denke ich nicht ungewöhnlich, dass Sex sehr gern "wild" sein darf, man es richtig krachen lässt oder sich verbal diverse dreckige Wörter an den Hals schmeißt.
Warum aber macht es Mann wie Frau geil, wenn sie sich gegenseitig dreckige teils erniedrigende Wörter entgegen werfen?
Die Antwort ist auch hier, weil es ein Machtgefälle erzeugt und dieses Machtgefälle wie ein Lustverstärker wirkt.
D.h. Domination und Submission ist meiner Meinung nach in jeder Beziehung mehr oder weniger stark in verschiedensten Formen ausgeprägt vorhanden und vor allem wichtig in einer sexuellen Beziehung.
Ich bin sogar der Meinung, dass die Natur diesen Mechanismus vorgesehen hat um passende Paare einander zusammen zu bringen.
Denn Fakt ist, eine glückliche Partnerschaft steigt und fällt relativ stark mit der sexuellen Zufriedenheit. Eine sexuelle Unzufriedenheit führt langfristig zu ungünstigen Auswüchsen wie eben Fremdgang oder Bruch der Beziehung und dagegen spielen selbst Kinder langfristig betrachtet eine sekundäre Rolle.
D.h. Paare, in der Beide sexuell eher dominant oder devot sind, werden auf Dauer vermutlich nicht glücklich werden können. Paare welche aus dominanten und devoten Part bestehen und die Ausprägungen gar noch annähernd stimmig sind, werden die besten Voraussetzungen haben um dauerhaft glücklich und sexuell befriedigt zu sein.
D.h. im Klartext, dass wenn ein Mann einer Frau seine Lustflüssigkeiten in den Mund oder Gesicht spritzt und es geil findet, die Frau devot ist und es wiederum geil findet, wenn sie von ihrem Mann vollgespritzt wird, so entsteht eine Win-Win-Situation und beidseitige Befriedigung.
Gleiches gilt beim Analsex, auch hier kann dies zu einer Win-Win-Situation führen. U.a. sei zu erwähnen, dass auch eine Frau den Mann Anal beglücken kann, d.h. der männliche Part wird nur zur Hälfte dominant sein, denn ich denke nicht, dass die Natur hier Ungleichgewichte vorgesehen hat.
U.a. kenne ich einen Fall, in dem ein Mann in seiner Beziehung notorisch fremd gegangen war, weil er fast täglich Sex brauchte, seine Frau aber dies nicht mitmachen wollte.
Einige Jahre verlief die Partnerschaft von Krise zu Krise und gegenseitigen Vorwürfen, bis der Tag x kam, als sich Beide zusammensetzten und über mögliche Gründe sowie Möglichkeiten diskutierten.
Das Ergebnis dieser Diskussion war, dass sie beschlossen haben, dass er immer eine Keuschheitsteil tragen muss und die Frau dies aktiv überwacht bzw. den Schlüssel verwahrt.
Logisch betrachtet würde man nun denken, dass der Mann daran zerbrechen würde und dies nicht funktionieren kann, seine Triebe damit zu unterbinden und dies von anfangs 3 bis 5 Tagen Heute auf das Niveau von 10 bis 14 Tagen quasi auf das Niveau der Frau.
Aber genau das Gegenteil ist eingetreten, der Mann ist seither nicht mehr fremd gegangen, seine immer mal einkehrenden Aggressionen im Alltag sind nahezu auf Null reduziert worden und das Paar lebt nun glücklich und zufrieden zusammen, ohne Fremdgang, ohne Aggressionen in nahezu vollkommener Harmonie.
Der Grund für den Fremdgang war im Nachhinen betrachtet eine reine Fluchtreaktion um sexuelle Unzufriedenheit auszugleichen und der Beziehung zu trotzen.
Die sexuelle Unzufriedenheit wiederum rührte hierbei nicht mal von der Passivität her, denn immerhin hält der Mann jetzt 10 bis 14 Tage durch.
Die Unzufriedenheit rührte eher in der fehlenden Klärung der Rangordnung sowie eines fehlenden Machtgefälles her, woraus sich eine sexuelle Hyperaktivität ausbildete um die sexuelle Unterbefriedigung quantitativ auszugleichen.
Durch die nun festgelegte Rangordnung, d.h. die Frau als dominanter Part und er als devoter Part erfolgt die Befriedigung nicht nur alle 10 bis 14 Tagen, sondern findet auf dem Weg dahin dauerhaft auf einem hohen Lustniveau statt.
Eine klassische Partnerschaft wird eine solche Diskussion vermutlich nicht zulassen, weils u.a. gesellschaftlich verpönt ist und als Ergebnis würde eine solche Beziehung letztendlich daran scheitern, dass die Rollen eigentlich passend wären, man dies jedoch nicht miteinander kommuniziert und auslebt.
Und gerade deshalb habe ich diesen Thread eröffnet, weil ich der Meinung bin, dass jenes Bewusstsein in vielen Beziehungen schlichtweg fehlt, man jene Dinge bewusst unterdrückt, weil sie gesellschaftlichen Vorurteilen behaftet sind, dadurch langfristig aber einen Fremdgang des Partners oder gar Bruch der Beziehung riskiert.
Daher denke ich, wird die Neigung in vielleicht 20 Jahren eine nicht mehr eine verheimlichte Eigenschaft bei der Partnersuche und Partnerwahl sein, weil bis dahin das Wissen darüber herrschen wird, dass eine erfolgreiche Beziehung vor allem von der sexuellen Ausrichtung mitbestimmt wird.
Und was ist schon dabei, wenn Jemand Sex mit verbundenen Augen oder gefesselten Händen mag. Man darf an dieser Stelle nicht immer nur an SM denken, denn SM stellt eine starke Ausprägung zur Erzeugung großer Machtgefällen dar, ist aber wie ein Fetisch, eben einer individuellen Minderheit gegeben.