T-Online-Flatrate wird definitiv eingestellt!


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Herr Maeuseri.:

T-Online-Flatrate wird definitiv eingestellt!

 
15.02.01 13:54
T-Online-Flatrate wird definitiv eingestellt!
Donnerstag, den
15.02.01 13:32  

    aus den Bereichen Telcos, Provider, Internet / WWW      


Es ist ein trauriger 15. Februar 2001. Trotz teilweise strahlendem Sonnenschein, will es vielen Internet-Nutzern gar nicht so recht warm ums Herz werden, denn der Schock dürfte zu tief sitzen bei der Deutschen Online-Gemeinde. Denn nachdem der grösste deutsche Online-Dienst T-Online heute bekanntgegeben hat, seine ISDN-Flatrate einzustellen, stehen viele Nutzer quasi vor dem Ende ihrer Internet-Nutzung. Zu defizitär sei der neue Dienst, so die lapidare Begründung von Telekom und T-Online. Auch die übermässige Nutzung des nach wie vor über Telefonleitungen laufenden Angebotes habe letztlich dazu beigetragen, dass man diesen Schritt gehen müsse und neue Tarife anbieten musste. Auch seien diese für Wenigsurfer interessanter.

Nicht betroffen von der Einstellung ist jedoch die T-DSL-Flatrate. Denn hier wird bekanntlich nicht im Minutentakt abgerechnet. Allerdings ist dies vorläufig nur eine trügerische Sicherheit, denn bekanntlich überprüft die Regulierungsbehörde zur Zeit auch das DSL-Angebot der Telekom. Die Vermarktung des Tarifs T-Online-Flat endet mit der Einführung der neuen Tarife zum 1. März 2001. Neuanmeldungen sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. T-Online-Flat Kunden können sich für einen anderen Tarif entscheiden und bequem wechseln, so die Aussage des Pressesprechers. Was dies genau bedeutet, darüber darf vorläufig noch spekuliert werden.

Onlinekosten.de wird Sie, liebe Leser, sofort mit neuen Informationen versorgen, sobald uns weitere Details bekannt sind.

Kommentar:

Einmal mehr hat hier die Telekom ihr Monopol ausgenutzt und ein schmutziges Spiel gespielt. Im Jahr 2000 brachte man die von der Deutschen Online-Gemeinde sehnlichst erwartete Flatrate, um danach systematisch ein weiteres mal ein Monopol aufzubauen. Kleinere Anbieter wurden in den finanziellen Ruin getrieben, da diese sich die Minutenpreise der Telekom letztlich nicht mehr leisten konnten und aufgeben mussten.

Aber auch die Politik hat ein weieres mal versagt, hat einmal mehr ausser grossen Sprüchen keine brauchbaren Ergebnisse vorzuweisen. Ob Bundeskanzler Gerhard Schröder oder andere Politiker, ausser Wahlkampfparolen die nur schön klingen, hat sich die Situation in Deutschland quasi nicht verändert. Wie geht es nun weiter in Internet-Deutschland? Die Worte des neuen Chefregulierers Matthias Kurth klingen im nachhinein wie ein Orakel: Eine Flatrate sei kein Allheilmittel so der neue RegTP-Chef am Dienstag. Er empfahl den Verbrauchern auch, Internet-by-Call-Angebote zu prüfen, die günstiger sein könnten als eine Flatrate. Die Worte wirken im Nachhinein wie blanker Hohn, wusste der Chefregulierer doch offenbar schon von den neuen Plänen.

Vorbei also die Zeiten, an denen Otto Normalsurfer zu jeder Tages- oder Nachtzeit bedenkenlos und ohne den quälenden Gebührenticker im Nacken ins Internet konnte, vorbei die Zeit des entspannten Surfens. Mit den neuen "fairen" Tarifen will man bei der Telekom und ihrer Tochter T-Online offenbar verlorenes Vertrauen bei den Aktionären zurückerobern und gleichzeitig aus den roten Zahlen kommen. Der Kunde zahlt einmal mehr den Preis einer verfehlten Regulierungspolitik, wird einmal mehr von einem Monopolisten zur Kasse gebeten.

Auch die Regulierungsbehörde wird von der Telekom und ihrem Starmanager Ron Sommer wieder einmal vorgeführt, Beschlüsse der Behörde werden sofort angezweifelt und mit juristischen Mitteln angegangen, wie im Fall der Grosshandels-Flatrate. Die schallende Ohrfeige, denn als diese kann die Flatrate-Einstellung durchaus gewertet werden, trifft auch die RegTP. Nicht abzusehen ist auch, wie sich die Einstellung der T-Online-Flatrate auf die Grosshandels-Flatrate auswirken wird, denn weder die Telekom, noch die Regulierungsbehörde waren bisherzu weiteren Stellungnahmen zu bewegen.

Was bleibt ist die vage Hoffnung, dass letztlich doch die Regulierungsbehörde oder die Politiker einschreiten, um ein Abrutschen Deutschlands zurück ins Internet-Mittelalter zu verhindern. Denn die vielbeworbene DSL-Flat der Telekom ist längt nicht in ganz Deutschland verfügbar und wird es auch niemals sein. Wenn es anderen Anbietern nicht mit politischem Druck gelingt eine eigenen, bezahlbare Flatrate auf den Markt zu bringen, sieht es düster aus in diesem unserem Land. Was überall sonst auf der Welt funktioniert, was in den USA seit Jahren an der Tagesordnung ist, wird in Deutschland wieder und wieder angezweifelt, zerredet und letztlich sogar wieder abgeschafft.

Die Nutzer der Flatrate werden diese Aktion der Telekom wohl nicht so schnell vergessen und es stellt sich die Frage, wie sie darauf reagieren, ja wie sie darauf reagieren können? Alternativen sind nicht viele in Sicht, ausser einigen lokalen Flatrate-Anbietern bleiben nur wenige, zu höheren Preisen angebotene Flatrates übrig, oder die ebenfalls nur lokal angebotenen Flatrates von Arcor und MobilCom. Es bleibt die vorest nicht zu beantwortende Frage: Quo vadis Internet-Deutschland, quo vadis Telekom? Die Zukunft wird beide Fragen beantworten und vielleicht wird die Antwort der Telekom und ihrer Tochter T-Online nicht sonderlich gefallen.  
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9745400lopi:

So ein Drecksverein!!!

 
15.02.01 14:04
Weiß der "Kanzler" eigentlich schon bescheid???
Hat er demnächst wieder eine neue Aufgabe,wie damals bei Holzmann??
Kostolmoney
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erzengel:

Es wurde doch eben mitgeteil(NTV), daß es

 
15.02.01 14:11
künftig nurmehr zwei Tarife geben soll. Für 30 Std.-Surfer DM 29 und
über 120 Std.-Surfer DM 99/Monat.
Erzi
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megalowflyer1:

Wie bitte????

 
15.02.01 14:12
"..Alternativen sind nicht viele in Sicht, ausser einigen lokalen Flatrate-Anbietern..."
Gibts die AOL-Flatrate zu 78,- DM auch nicht mehr??
Oder ist AOL ein lokaler Anbieter???
Wußte ich gar nicht!
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erzengel:

Megal, bezog sich auf T. o.T.

 
15.02.01 14:16
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snoopyts:

Gilt sich das ab soffffort? Was ist mit den Verträ

 
15.02.01 14:18
gen? Ich könnte ja auch nicht einfach so aus nem Jahresvertrag aussteigen, bloß weil ich erkannt habe, dass ich doch nicht soviel surfe und das deshalb für mich zu teuer ist.... da hätt ich das Gelächter bei t-online mal hören mögen, wenn ICH wegen Unwirtschaftlichkeit versucht hätte auszusteigen. Na denn, jetzt wirds eh langsam Frühling, da hock ich sowieso lieber im Garten.
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Prior_I:

T-DSL Flat

 
15.02.01 14:20
Da bin ich doch froh, dass ich eine T-DSL Flat für DM 49,-- habe. Die bleibt nämlich bestehen. :-)

Gruß Prior_I
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Courtage:

Ich habe leider kein DSL! *trau*

 
15.02.01 14:21
T-Online stellt neue Preismodelle vor - Verlustreiche Flatrate abgeschafft

DARMSTADT (dpa-AFX) - Der Internetprovider T-Online  hat wie erwartet seine verlustreiche Flatrate für den Internetzugang über das analoge und digitale Telefonnetz abgeschafft. Am Donnerstag legte das Unternehmen seine neue Preisstruktur vor. Danach endet die Vermarktung des Tarifs T-Online flat, das dem Unternehmen im vergangenen Jahr 85,8 Mio. Euro Verlust eingebracht hat, mit der Einführung der neuen Tarife zum 1. März 2001.

Die Tarife T-Online eco, T-Online by call und T-DSL flat werden hingegen beibehalten, hieß es in der Pressemitteilung. Ab 1. März verbreitert T-Online die Palette an Internettarifen. Die rund 6,5 Mio. Kunden von T-Online können zwischen einer Reihe von Budget-Angeboten und von der Tageszeit abhängigen Tarifmodellen wählen.

Die neuen Tarife T-Online by day und T-Online by night richten sich an Kunden, die nicht zur Hauptzeit surfen. Zudem führt das Unternehmen mehrere Budget-Tarife ein. T-Online surftime 30 beinhaltet 30 Online-Stunden für 29 DM monatlich. T-Online surftime 60 ermöglicht 60 Stunden surfen für 55 DM. 90 Stunden kosten im T-Online tarif surftime 90 79 DM. T-Online surftime 120 kostet 99 DM. Bei einer Nutzung über das vereinbarte Zeitkontingent hinaus kostet die Online-Minute bei allen Budget-Tarifen 2,9 Pfennige. Nicht genutzte Stunden können in den Folgemonat übertragen werden./mh/bz/sk

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erzengel:

Prior, die obengenannten Preis(NTV) gilt f. T-dsl

 
15.02.01 14:22
künftig.
Erzi
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TamerJ:

Die werden sich das nicht leisten können, da wird

 
15.02.01 14:25
Schröder eingreifen.. das wird der todesstoss für die telekom.. dieses mal haben die schlecht gepokert.. die energie konzerne wie rwe und eon sind in den Startlöchern.. die internetzugang über strom anbieten werden (ab diesem Jahr).. Die Telekom ist endlich tot.. Drecksverein. bescheissen an jeder ecke.. jede 2. abrechnung ist getürkt. nur keiner bekommt es mit.. da die telekom geschickt die zu unrecht erhobenen gebühren verstekt in minuten und sekunden die garnicht vertelefoniert wurden.. armes Deutschland..  
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bison:

wer schon flat hat, ist im vorteil

 
15.02.01 14:28
denn auf bei t-online ist nachzulesen:
wer schon kunde ist KANN "bequem" in einen anderen tarif wechseln.
von MUSS ist nicht die rede.
also erst mal abwarten.

mfg
bison  
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erzengel:

TamerJ, völlig richtig, wenn sogar im armen

 
15.02.01 14:31
Jugoslawien alles Digital, billiger und schneller funktioniert, ist Deutschland sicher ein Entwicklungsland - aber in Deutschland MUSS mit Allem
viel verdient werden.
Grüße
Erzi
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