T-DSL via Satellit - Pilotprojekt gestartet


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T-DSL via Satellit - Pilotprojekt gestartet

 
06.11.01 16:48
Für Kunden, die wegen zu großer Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle oder ungünstiger technischer Voraussetzungen nicht an das DSL-Netz der Deutschen Telekom angeschlossen werden können, plant diese schon seit Anfang des Jahres eine Alternative. Ähnlich wie bei den Europe Online oder Strato Sky-DSL Zugängen erhält der Kunde die Datenpakete über eine digitale Sat-Antenne. Der Rückkanal muss jedoch vorerst noch über die herkömmliche Telefonleitung erfolgen – zwar plant Freenet eine rückkanalfähige Sat-Flatrate, wann diese jedoch starten wird steht noch in den Sternen.

Ab sofort kann man sich auf den Seiten der Telekom für den angekündigten Betatest anmelden. Um in den Genuss der neuen Technik muss man allerdings zu den glücklichen 500 gehören, die die Telekom als Betatester auswählt. Für die benötigte Hardware fallen Kosten ab 199 Euro an, sie kann ebenfalls über die Telekom bestellt werden. Der Weg zum Kunden hat wie bei T-DSL eine Bandbreite von 768 kbit/s - allerdings kann mit noch schlechteren Ping-Zeiten gerechnet werden.

Wenn allerdings die endgültige Preisstruktur der im Betatest ähnelt, dann wird dem DSL-Sat Produkt kein großer Erfolg beschienen sein. Zwar nennen sich die drei Tarife "Flatrate", sind jedoch auf ein Volumenlimit beschränkt. Beim ersten Tarif fällt eine Grundgebühr von 19.90 Euro an, für jedes heruntergeladene Megabyte dann 0,05 Euro. Will man sich auf unter 0,5 Gigabyte beschränken kann man den ersten "Flatrate"-Tarif wählen, der dann mit 39,90 Euro zu Buche schlägt. Ein ganzes Gigabyte an Transfervolumen kostet 49,90 Euro Grundgebühr. Später sollen noch 99 Euro Einrichtungsgebühr hinzukommen.

Zusätzlich kommt jedoch noch die Verbindung ins Internet hinzu, die per Modem oder ISDN erfolgen muss und damit weitere Kosten verursacht. Einen wirklichen Gefallen tut sich also niemand, der die Telekom bei ihren Produkttests unterstützt – zu unattraktiv sind die Preise und Bedingungen und gerade bei Highspeedverbindungen, die schnelle Multimediaangebote erlauben, sollte keiner mehr auf das verbrauchte Volumen achten müssen.
(swa)

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