Das die Subventionierung gesenkt werden muß, steht ja außer Frage! ... Sie ist sogar unabdingbar, damit die PV-Branche schnellstmöglich ihre Wettbewerbsfähigkeit erreicht! ... Wird sie dauerhaft "überfördert", sinken die Preise nicht und die PV erreicht ihre Wettbewerbsfähigkeit deutlich später (dadurch stark steigende Subventionskosten) ... Wird sie zu wenig gefördert, brechen hier in D die Neuinstallationen ein und es gehen zig tausende Arbeitsplätze verloren, die man mit Hilfe von viel Steuergeldern erst vor ein paar Jahren geschaffen hat! - und die Technologie entwickelt sich deutlich langsamer weiter! ...
Man muß also mit Feingefühl an die Sache rangehen! ...
Meine Meinung:
Es gibt Spielraum für eine außerordentliche Senkung der Subventionen zum 1. Juli 2010. Die vom BSW vorgeschlagene Vorziehung der Hälfte des nächsten Degressionsschrittes (also knapp 5%) um ein halbes Jahr ist einfach zu wenig! ... Genauso ist die Forderung der Verbraucherschützer über eine sofortige Senkung der Vergütung um 30% völlig überzogen! ...
Irgendwo dazwischen liegt der geeignete Kompromiss und den werden die Verhandlungspartner auch finden! ...
ICH würde (nachdem es ja am 1.1.2010 schon eine Senkung um 9%-11% gegeben hat - Degression) zum 1. Juli 2010 eine außerordentlich Senkung der Vergütung um weitere 10% für Dachanlagen und "Freiflächenanlagen die auf brachliegenden Flächen" (ehem. Flugplätze, Mülldeponien, etc.) errichtet werden vorschlagen! Für "Freiflächenanlagen auf dem Acker" würde ich die Vergütung um 20% senken, um mehr Anlagen auf Dächern und brachliegenden Flächen zu installieren und um die "Nutzlandschaften" zu schützen! ...
Ab 2011 sollte die jährliche Vergütung dann zwischen 10% - 15% p.A. sinken. Die genaue Höhe sollte sich dann an der neuinstallierten Leistung richten (je mehr installiert wird, um so höher die Degression) ... Auch das wäre alles für die PV-Branche noch verkraftbar! ...
an thomas:
"politiker würden doch am liebsten die subvention soweit kürzen, bis die unternehmen gerade noch gewinne erwirtschaften um zu überleben" ... Genau so müßte es eigentlich sein! ...
Die Subventionen sollen es den Unternehmen ermöglichen ihre Produktionskapazitäten auszubauen und die Technologie weiter zu entwickeln! ... Es ist aber NICHT der Sinn und Zweck von Subventionen den Unternehmen maximale Gewinne zu garantieren!!! ...
Das EEG sollte die PV-Branche unterstützen ... Es sollten Produktionskapazitäten aufgebaut werden ... Es sollte die Forschung und Entwicklung dieser technologie unterstütz werden ... Es sollte ein Konkurrenzdruck aufgebaut werden ... Und GENAU DAS hat dieses EEG bisher relativ gut umgesetzt! ... Und genau deshalb finde ich dieses EEG wesentlich besser, als sein Ruf!! ... Dieses EEG war und ist ein Erfolg! ...
Wir Verbraucher/Steuerzahler haben dieser Branche lange unter die arme Gegriffen! ... Aber jetzt müssen wir langsam die Daumenschrauben anziehen und die "Exit-Strategie" (Erreichen der Wettbewerbsfähigkeit der PV-Branche) zügig umsetzen! ...
Diese Technologie hat nur mit dem Erreichen der Wettbewerbsfähigkeit eine Zukunft und nur durch eine relativ zügige Senkung der Subventionen (aber bitte keine sofortigen 30%!!!!!) ist dieses Ziel auch schnell erreichbar, denn nur so bekommen die Hersteller genügend Druck ihre Herstellungskosten zu senken! ...
Ich bin (wie der CFO von SW - Koecke) der festen Überzeugung das die Verhandlungspartner einen "vernünftigen Kompromiss" erzielen werden! ...
Die angebotenen 5% vom BSW sind zu wenig Senkung! ... Die geforderten 30% von den Verbraucherschützern sind zu viel! ... Irgendwo dazwischen liegt der "ideale Kompromiss" ...
salve