21.12.2007 - SolarWorld verkauft zunächst 65 Prozent der schwedischen Tochter Gällivare PhotoVoltaic AB (GPV) an Borevind. Dafür erhält das Unternehmen in zwei Raten insgesamt 19,6 Millionen Euro. Die übrigen 35 Prozent bleiben zunächst bei SolarWorld. Zu einem späteren Zeitpunkt soll SolarWorld jedoch weitere 10 Prozent der Anteile an Borevind veräußern.
2008 soll die bisherige SolarWorld-Tochter zur Refinanzierung des Kaufs an die Börse gebracht werden. Auf Nachfrage unserer Redaktion konnte man bei SolarWorld jedoch nicht sagen, wo der Börsengang stattfinden soll. Aus schwedischen Quellen heißt es, dass der Börsengang in Stockholm erfolgen wird.
Gleichzeitig mit dem Verkauf gibt es auch eine Bestellung von Solarmodulen im Wert von 148 Millionen Euro. Der Auftrag soll über die kommenden vier Jahre abgearbeitet werden. Außerdem will SolarWorld GPV in den kommenden sechs Jahren mit Solarzellen versorgen. Die bestehenden Lieferbeziehungen bleiben damit also langfristig erhalten.
GPV ist ein Hersteller von Modulen und beschäftigt etwa 70 Mitarbeiter. In Nordschweden betreibt man eine Fabrik für Solarstrommodule. Der Umsatz soll im laufenden Jahr rund 51 Millionen Euro betragen, die EBITDA-Marge soll etwa 8 Prozent erreichen. Im kommenden Jahr prognostiziert man einen Umsatz von rund 69 Millionen Euro voraus. Dann soll die EBITDA-Marge klar über 8 Prozent liegen.
Die jüngsten Nachrichten nehmen die Analysten der LBBW zum Anlass, ihre Kaufempfehlung für Aktien von SolarWorld zu bestätigen. Unverändert lassen sie das Kursziel bei 49,00 Euro. Sie sehen den Verkauf als strategisch sinnvoll an. So könne die Kostenstruktur optimiert werden. Der Standort in Nordschweden war nach ihrer Ansicht aus geographischer Sicht von Nachteil. Entsprechend hätte sich ein dortiger Produktionsausbau nicht gelohnt.
Borevind ist eine schwedische Beteiligungsgesellschaft, die vor allem in den Bereich der erneuerbaren Energien investiert.
( js )