Studie: UMTS braucht eine längere Anlaufzeit


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zombi17:

Studie: UMTS braucht eine längere Anlaufzeit

 
15.01.02 16:12
Aus der FTD vom 15.1.2002  
Studie: UMTS braucht eine längere Anlaufzeit
Von Bernd Schröder

Noch halten Telekomfirmen und Handyhersteller an den Plänen fest, ab Sommer mit UMTS die dritte Mobilfunkgeneration zu starten. Doch massive technische Probleme werden eine nennenswerte Verbreitung von UMTS-Handys mindestens bis ins Jahr 2004 hinauszögern.

Zu dieser Einschätzung kommt eine Studie der Investmentbank Credit Suisse First Boston (CSFB). Danach wird frühestens 2006 jeder vierte Mobilfunknutzer ein UMTS-Handy sein Eigen nennen. Das Zusammenspiel zwischen der heute verbreiteten Mobilfunktechnik und UMTS ist nach Ansicht der CSFB-Analysten eine bislang "ungelöste Herausforderung". Da UMTS zunächst ausschließlich in Ballungsräumen Einzug erhalten wird, müssen die Handyverbindungen in anderen Regionen auf das heute bestehende Mobilfunknetz zurückgreifen können. Kaum jemand würde voraussichtlich 500 Euro für ein Handy ausgeben, das nur in der Großstadt funktioniert.

Die Netzwerke arbeiten jedoch mit völlig unterschiedlichen Übertragungsverfahren. Daher halten die CSFB-Experten das reibungslose Umschalten zwischen den Netzen für das "größte Einzelproblem", mit dem UMTS zu kämpfen hat. Bis dies funktioniere, könnten noch mehrere Jahre vergehen.


Doch auch die Handys müssen die alte und neue Mobilfunktechnik beherrschen und ebenfalls problemlos zwischen beiden Standards wechseln können. Bislang habe noch kein Hersteller gezeigt, dass er diese Hürde schon gemeistert habe. Geräte, die uneingeschränkt in beiden Netzwerken funktionieren, werden daher nicht vor 2004 in ausreichender Zahl auf dem Markt sein, glauben die Banker.


Unterdessen sieht CSFB weitere Schwierigkeiten bei der Entwicklung von UMTS-Handys. Diese werden zunächst nicht annähernd so lange in Betrieb bleiben können, wie es der Kunde von den heutigen Geräten gewohnt ist. Die Akkus der UMTS-Prototypen halten kaum länger als eine Stunde, wenn Daten übertragen werden. Da von der Batterietechnik keine wesentliche Verbesserung zu erwarten ist, setzen die Hersteller auf sparsamere Chips. Diese sollen jedoch nicht vor 2005 auf den Markt kommen. Erschwerend kommt hinzu, dass die zunächst versprochene Geschwindigkeit der Datenübertragung nicht annähernd erreicht wird. Laut CSFB wird UMTS nur etwa doppelt so schnell sein wie heute GPRS, das ebenfalls Internet via Mobilfunk bietet.



© 2002 Financial Times Deutschland
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Happy End:

klappt´s hier auch mit der IP?

 
15.01.02 22:21
Mal schauen...
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zombi17:

Moment , ich arbeite daran o.T.

 
15.01.02 22:30
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Happy End:

HIIIIIIIIIIILFE! o.T.

 
15.01.02 22:31
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