Dicker Stratec-Insider-Fisch?
Landeskriminalamt ermittelt für die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Mannheim
Olaf Lorch PFORZHEIM/MANNHEIM. Nicht nur die Affäre FlowTex beschäftigt die Schwerpunktstaatsanwalt in Sachen Wirtschaftskriminalität in Mannheim sondern auch Vorkommnisse um die Birkenfelder Stratec Biomedical Systems AG.
Im Mai hatte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe, Zweigstelle Pforzheim, Firmenräume und Räume mehrerer dem Unternehmen nahestehender Personen wegen des Verdachts der Kursmanipulation und des Insiderhandels durchsucht. Die Gesellschaft bestritt den Vorwurf und zeigte sich zuversichtlich, dass das Ermittlungsverfahren schnell eingestellt werde. Dem ist nicht so.
Bereits nach kurzer Zeit erkannte die hiesige Staatsanwaltschaft die Verzwicktheit und Dimension der Geschäfte. Sie gab den Fall aus Gründen der "Fachkompetenz", so Oberstaatsanwalt Hans-Werner Schwierk gegenüber der PZ, an die Mannheimer Kollegen ab, die sich in der Regel um Dinge kümmern, bei denen es um Millionen geht. Sachbearbeiterin Gabriele Schöpf sie leitete auch die Ermittlungen gegen den früheren Immobilienkönig Peter Häberle und der Leiter der Schwerpunktstaatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Hubert Jobski, deuten an, neben den mutmaßlichen Ver-stößen gegen das Wertpapierrecht könnte auch noch der Verdacht des Betruges dazukommen. Das Landeskriminalamt ermittelt im Auftrag der Mannheimer.
Bei den Personen, die sich im Visier der Staatsanwaltschaft befinden, handelt es sich nach Informationen der "Pforzheimer Zeitung" um drei Hauptbeschuldigte und mehrere Randfiguren aus dem Aktionärskreis. Nicht bestätigt wird die PZ-Information, wonach einer der Beschuldigten ein früher in Pforzheim tätiger Rechtsanwalt und mittlerweile ausgeschiedener Mitbegründer einer größeren Kanzlei sein soll. Er war auch Mitglied in einem Gremium der Stratec AG. Aus "gesundheitlichen Gründen" schied er sowohl aus seiner Kanzlei als auch zwei Monate vor der Durchsuchungsaktion der Ermittler aus dem Gremium aus. Noch weiß die Staatsanwaltschaft nicht, ob und gegebenenfalls wann sie Anklage erheben wird. Wie weit die Ermittlungen gediehen sind? "Wir sind schon ein gutes Stück vorangekommen", heißt es aus Mannheim.
Landeskriminalamt ermittelt für die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Mannheim
Olaf Lorch PFORZHEIM/MANNHEIM. Nicht nur die Affäre FlowTex beschäftigt die Schwerpunktstaatsanwalt in Sachen Wirtschaftskriminalität in Mannheim sondern auch Vorkommnisse um die Birkenfelder Stratec Biomedical Systems AG.
Im Mai hatte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe, Zweigstelle Pforzheim, Firmenräume und Räume mehrerer dem Unternehmen nahestehender Personen wegen des Verdachts der Kursmanipulation und des Insiderhandels durchsucht. Die Gesellschaft bestritt den Vorwurf und zeigte sich zuversichtlich, dass das Ermittlungsverfahren schnell eingestellt werde. Dem ist nicht so.
Bereits nach kurzer Zeit erkannte die hiesige Staatsanwaltschaft die Verzwicktheit und Dimension der Geschäfte. Sie gab den Fall aus Gründen der "Fachkompetenz", so Oberstaatsanwalt Hans-Werner Schwierk gegenüber der PZ, an die Mannheimer Kollegen ab, die sich in der Regel um Dinge kümmern, bei denen es um Millionen geht. Sachbearbeiterin Gabriele Schöpf sie leitete auch die Ermittlungen gegen den früheren Immobilienkönig Peter Häberle und der Leiter der Schwerpunktstaatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Hubert Jobski, deuten an, neben den mutmaßlichen Ver-stößen gegen das Wertpapierrecht könnte auch noch der Verdacht des Betruges dazukommen. Das Landeskriminalamt ermittelt im Auftrag der Mannheimer.
Bei den Personen, die sich im Visier der Staatsanwaltschaft befinden, handelt es sich nach Informationen der "Pforzheimer Zeitung" um drei Hauptbeschuldigte und mehrere Randfiguren aus dem Aktionärskreis. Nicht bestätigt wird die PZ-Information, wonach einer der Beschuldigten ein früher in Pforzheim tätiger Rechtsanwalt und mittlerweile ausgeschiedener Mitbegründer einer größeren Kanzlei sein soll. Er war auch Mitglied in einem Gremium der Stratec AG. Aus "gesundheitlichen Gründen" schied er sowohl aus seiner Kanzlei als auch zwei Monate vor der Durchsuchungsaktion der Ermittler aus dem Gremium aus. Noch weiß die Staatsanwaltschaft nicht, ob und gegebenenfalls wann sie Anklage erheben wird. Wie weit die Ermittlungen gediehen sind? "Wir sind schon ein gutes Stück vorangekommen", heißt es aus Mannheim.