STOCKadHOC


Thema
abonnieren
Beiträge: 4
Zugriffe: 544 / Heute: 3
aabb-cisco:

STOCKadHOC

 
19.12.01 07:54
nach Ariba-Entzug wieder da;


Datum: 19. Dezember 2001 Herausgeber: Online: www.stockadhoc.de


Die Märkte im Rückblick

Freundlich gingen gestern der überwiegende Teil der New Economy-Titel aus dem Handel. Die Stan- dardwerte im Dax hingehen rutschten am späten Nachmittag in die Verlustzone. Der Nemax 50  kletterte bis zum Handelsende 16 Zähler oder 1,3 % auf 1.222 Punkte. Der breiter gefasste Nemax All Share  legte 9 Zähler oder 0,8 % auf 1.155 Punkte zu. Tagesgewinner wurde das Technologie- unternehmen VI[Z]RT mit einem Plus von 30 Prozent. Die insolventen Aktiengesellschaften Biodata (- 18,8 %) und eJay (- 25 %) waren die Verlierer des gestrigen Börsentages. Mit der SALTUS Technology AG (- 8,7 %) verlässt ein weiteres Unternehmen den Neuen Markt. Wie das Solinger Unternehmen gestern mitteilte, werde man das Wachstumssegment der Deutschen Börse aus Kostengründen verlassen und in den Geregelten Markt wechseln.

Der DAX  büßte zum Handelsschluss 28,35 Zähler oder 0,56 % auf 5.115,79 Punkte ein. Belastend wirkte sich der Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus, der für Deutschland nur noch 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr und 0,7 Prozent im nächsten Jahr prognostizierte. Auch die skeptische Einschätzung des Wirtschaftswachstum von EZB-Chef Wim Duisenberg verschlechterte die Stimmung in Frankfurt. Vor allem Finanzwerte hatten daraufhin gestern zu leiden. Schlusslicht wurde die Aktie der Commerzbank AG, die fast 4,3 % auf 17,33 Euro korrigierte. Die Anteilsscheine von SAP profitierten von der Meldung, dass Mercedes-Benz in Spanien die SAP-Software für den elektronischen Einkauf verwenden will. Die Walldorfer legten 2,4 % auf 149,71 Euro zu.

Überaus gute Wirtschaftsdaten beeinflussten gestern die Stimmung an der Wall-Street. Der Dow Jones  konnte um 1,08 % bzw. 106,42 Zähler auf 9.998,39 Punkte zulegen. Der überwiegende Teil der US-Standardwerte konnte kräftig zulegen, nur AT&T (- 2,2 %) wurde durch Gewinnmitnahmen belastet. Nach positiven Unternehmensnachrichten kletterte General Electric um 3,7 % auf 39,72 US-$ und wurde damit Tagesgewinner im Dow. Die Nasdaq  schaffte wieder den Sprung über die 2.000-Punkte-Marke und verbuchte ein Plus von 0,87 % oder 17,31 Punkte. Schlussstand: 2 .004,76 Zähler. Zu den Tagesgewinnern gehörten Siebel Systems (+ 13,8 %) und Priceline.Com (+ 12,4 %). Letztere profitierten von einer Kooperations-Meldung mit AOL Time Warner.  /nl


Prognose für den aktuellen Börsentag

Wir gehen weiterhin von Kursgewinnen am Neuen Markt aus. Am gestrigen Tag scheiterte der Nemax All Share zwar noch an der 38-Tage-Linie, womit stärkere Kursgewinne verhindert wurden, mit der positiven Nasdaq im Rücken sollte allerdings ein Ausbruch gelingen. Als kurzfristiges Kursziel sehen wie weiterhin die 1.200 Punkte. Mittelfristig gehen wir wie bereits erwähnt von Kursen um 1.400 Punkte aus. Im Vergleich zum Nasdaq der bereits seit geraumer Zeit den GD 200 durch brechen konnte, hat der Neue Markt damit noch erhebliches Aufwärtspotenzial. An der Nasdaq sollte der Schlusskurs über 2.000 Punkten, um welche am gestrigen Tag ein Kampf zwischen Bulle und Bär stattfand, als positiv für die kurzfristige Entwicklung angesehen werden. Mittelfristig liegt unser Kursziel hier bei 2.250 Punkten. Wir gehen in Übereinstimmung mit einigen Analysten von einer Erhellung der Wirtschaft im 1. Quartal 2002 aus, was bereits jetzt vom Markt vorweggenommen wird. Für die restlichen Handelstage bis zum Jahresende sind wir also positiv gestimmt. /fh


Handlungsstrategie

Wir empfehlen dem Anleger derzeit vor allem bei kleineren Werten genauestens auf die fundamentalen Daten zu achten. In den letzten Tagen verzeichnen einige dieser Werte starke Kursverluste und befindet sich trotz des Gesamtmarktes in der nähe oder markieren neue Allzeit-Tiefs. Wir gehen davon aus, dass besonders Werte mit niedrigen Marktkapitalisierung immer mehr an Interesse verlieren und in der Versenkung verschwinden. Diese Werte können sich meist nur durch positiven Newsflow in den Vordergrund rücken, da dieser meist ausbleibt verlieren auch die letzten Aktionäre den Mut und verkaufen ihre Positionen. Manchmal ist trotz positiver Nachrichten bereits kurze Zeit später ein abrutschen des Kurses auf das Niveau vor der Meldung zu beobachten. Es kann davon ausgegangen werden, dass Altaktionäre die steigenden Kurse nutzen um ihre Positionen an den Mann, sprich hier Kleinanleger, zu bringen. Aktien die keine nachhaltige Entwicklung nach angeblich positiven Meldungen zeigen, sollten daher strikt gemieden werden. Wir empfehlen dem konservativen Anleger zur Investition in die Marktschwergewichte am Nemax 50, da hier wenigstens die faire Kursbildung gegeben ist.  /fh

Musterdepot

 SolarWorld AG    
Symbol: SWV | WKN: 510840  


Wir nehmen am heutigen Tag die Aktie der SolarWorld in unser Musterdepot auf. Das Unternehmen und vor allem der Vorstandschef Frank Asbeck hat große Pläne und könnte damit in wenigen Jahren zu einem der Bigplayer in der Photovoltaikindustrie aufsteigen. Ein großes Problem dieser Industrie ist die Abhängigkeit vom Halbleitermarkt, da das sog. solare Silizium nur als Ausschussprodukt der Branche hergestellt wird und keine speziellen Produktionsstätten vorhanden sind. Die Branche ist dadurch sehr konjunktur- abhängig und auch das Wachstum ist durch die mangelnde Produktion von solarem Silizium beschränkt. Solarworld hat sich dadurch zum Ziel gesetzt, die komplette Wertschöpfungskette anzubieten und bereits im nächsten Jahr eine Pilotanlage mit einer Jahreskapazität von 250 Tonnen zu bauen. Bis ins Jahr 2010 soll die Kapazität dann Schrittweise bis 5.000 Tonnen ausgebaut. Aufgrund der prognostizierten Wachstumsraten in diesem Bereich, dürften sich die Investitionen die in den nächsten Jahren zwischen 200 und 250 Mio. Euro betragen, deshalb langfristig auszahlen. Die kurzfristige Finanzierung ist durch eine Kapitalerhöhung gesichert, die derzeit noch den Kurs belastet. Charttechnisch sollte sich jedoch ein doppelter Boden knapp unter 30 Euro ausbilden, welcher mit einem testen der Unterstützung bei 25 Euro abgeschlossen wird. Wir raten daher bereits jetzt zum Aufbau von Positionen.  /fh


Schlusskurs: 29,50 Euro (FSE)   vorläufiges Kursziel: 35,00 Euro
KGV 01: zirka 18,0   Stopp: 25,00 Euro
Marktkapitalisierung: 132,75 Mio. Euro   Chance / Risiko: **** / ***

Tradingchance
 

Unser erneuter Versuch TV-Loonland (WKN: 534840) in die Tradingliste aufzunehmen scheiterte zum zweiten Mal nur knapp. Unser Limit bei 16 Euro, war vom Tagestief lediglich 3 Cents entfernt und damit mehr als unglücklich. Im Laufe des Tages folgte dann sogar eine positive Meldung die den Kurs auf über 17 Euro hievte. Wir hoffen, das eventuelle Nachahmer der Tradingliste ein wenig glücklicher mit dem setzen des Kauflimits waren und von der Aufwärtsbewegung profitieren konnten.  /fh



Wichtige Termine des Tages  


B.U.S Berzelius Umwelt-Serv. AG  Bilanz-Pressekonferenz  

ERGO Versicherungsgruppe AG  Pressekonferenz  

Heiler Software AG  Jahresbericht 2000/01 und Analysten-Konferenz  

HypoVereinsbank AG  Pressekonferenz  

Münchner Rück AG  Pressekonferenz  

OHB Teledata AG  Analysten-Konferenz in Frankfurt (11:00 Uhr)  

Softline AG  Hauptversammlung in Offenburg (11:00 Uhr)  

Spütz AG  außerordentliche Hauptversammlung, Düsseldorf (10:00)  

EU  Produktion im Baugewerbe für 3. Quartal (12:00 Uhr)  

Japan  BoJ-Sitzung  

USA  Frühindikatoren für November 2001  

USA  Handelsbilanz für Oktober 2001  

Aktuelle Unternehmensmeldungen  

STOCKadHOC-Ticker

+++   Das Medizintechnik-Unternehmen Analytik Jena (WKN: 521350) erzielte im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2000/2001 (01. Oktober 2000 bis 30. September 2001) das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Die Umsatzerlöse kletterten den vorläufigen Berechnungen nach um zirka 63 Prozent auf 38 Mio. Euro (Vorjahr: 23,3 Mio. Euro). Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich um 25 Prozent von 1,6 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis wurden somit die eigenen Prognosen erfüllt. Der endgültige Konzernabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr gibt die 1990 gegründete Analytik Jena am 25. Januar nächsten Jahres bekannt. Die Börse reagierte auf die Zahlen mit einem moderaten Kursaufschlag von 1,8 % auf 14,15 Euro (FSE).    +++  /nl


Disclaimer/ Haftungsausschluss

Die Bewertungen, Kurse und Nachrichten zu den besprochenen Aktien und Unternehmen werden von den Autoren nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Wir sind jedoch nicht in der Lage, deren Verbindlichkeit und Seriosität im jedem Einzelfall zu überprüfen. Die Informationen in diesem Newsletter und im StockSelect-Börsenforum stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Aktien dar. Dieser Newsletter kann Börseninteressierten als Anregung dienen, ersetzt jedoch in keinem Fall eine Beratung durch einen professionellen Anlageberater oder eine eigene Recherche. Jegliche Haftung wird ausdrücklich ausgeschlossen. Aktieninvestments können zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen!

Antworten
aabb-cisco:

up o.T.

 
19.12.01 08:09
Antworten
aabb-cisco:

ganzer Artikel

 
19.12.01 11:24
Können Märkte lügen? Die Theorie

Von Bernd Niquet
Nahezu alle Markttheoretiker und Finanzmarktspezialisten glauben an die "Efficient Market Theory". Das bedeutet, dass man den Markt als effizientes Instrument betrachtet, alle wirtschaftlich relevanten Informationen über einen Sachverhalt in bestmöglicher Weise ans Tageslicht zu bringen - und gleichsam in einem Preissignal zu bündeln. Der Markt ist damit immer klüger als jeder einzelne Marktteilnehmer, weil er stets das Wissen aller Marktteilnehmer widerspiegelt, und somit niemand dauerhaft besser in der Zukunftseinschätzung liegen kann als der Markt. Mit Ausnahme von Ralph Acampora und Bernd Förtsch natürlich.
An diesem Faktum kommt folglich - bis auf die beiden genannten Ausnahmen - niemand vorbei. Eine völlig andere Frage ist es jedoch, was diese "Informationen", die der Markt widerspiegelt, eigentlich über die wirtschaftlichen Realitäten aussagen.
Können Märkte lügen?

Der Markt hat immer Recht

Machen wir hierzu einmal ein Beispiel: In der letzten Zeit sind die Renditen am Bondmarkt steil in die Höhe geschnellt. Viele Marktbeobachter sehen dies als wichtiges Zeichen für einen nahenden Konjunkturaufschwung. Und ihre Begründung lautet: Der Markt zeigt es uns an! Eine bessere Konjunktur bedeutet eine Steigerung der Kreditnachfrage und möglicherweise auch einen Anstieg der Inflation, was beides gleichzeitig zu steigenden Zinsen führt.

Der Markt mit seinen steigenden Zinsen zeigt uns also etwas an, so diese Marktbeobachter, was wir selbst noch nicht wissen, nämlich ein Anziehen der Konjunktur. Der Markt spiegelt uns also die wirtschaftliche Realität der Zukunft bereits jetzt wider. Ganz generell kann man daher, glaubt man dieser These, aus der Beobachtung des Marktgeschehens etwas lernen, was man vorher noch nicht wusste. Man kann aus den Marktpreisen Informationen beziehen, über die man anderweitig nicht verfügen würde.

Glauben oder Wissen? So weit - so logisch. Oder etwa doch nicht? Nähme man nun diese Zeichen aus dem Bondmarkt als Grund für ein Engagement am Aktienmarkt, dann würden wir uns in einer völlig selbstreferentiellen Situation befinden: Der eine Markt steigt deswegen, weil der andere auch gestiegen ist. Doch warum ist eigentlich der andere Markt, nämlich der für Bonds, überhaupt gestiegen? Weil die Bondanleger glauben, dass das eben geschilderte Konjunkturszenario eintreten wird. Sie glauben es, doch sie wissen es nicht! Und das ist ein ganz entscheidender Unterschied!
Der Renditeanstieg am Bondmarkt zeigt also nur, dass die Marktteilnehmer in der Mehrzahl glauben, dass die Konjunktur anzieht. Doch hierfür den Begriff "Information" oder "Wissen" zu benutzen, wie die Vertreter der Effizienzmarkt-Theorie dies in der Regel tun, ist folglich natürlich gänzlich falsch. Der Markt hat zwar immer Recht in der Widerspiegelung unserer gegenwärtigen Einschätzung der Zukunft. Doch die Fakten und die wirtschaftliche Realität muss er damit bei weitem nicht treffen. Ich erinnere nur an das Jahr 1994, als wir aufgrund von Inflationssorgen die größte Bondbaisse der Nachkriegszeit hatten, die sich jedoch zu 100 Prozent als Fehleinschätzung entpuppt hat.
Das große Paradox

Wir kommen damit also zu folgendem Paradox: DER MARKT HAT ZWAR IMMER RECHT, LIEGT DAMIT JEDOCH NICHT IMMER RICHTIG.
Noch schwieriger wird es schließlich, wenn man auch strategische Operationen der Marktteilnehmer mit einbezieht. Denn dann können wir nicht nur zu Marktphasen kommen, in denen der Markt sich irrt, sondern, wie Ralf Flierl das neulich ganz meisterlich im "Going Public Magazin" vorgeführt hat, in denen der Markt die Anleger sogar anlügt.
Lassen wir dabei einmal die grundsätzliche Problematik außen vor, dass Lügen ein bewusster Akt ist, weshalb wir dem Markt in diesem Fall auch eine eigene Persönlichkeit und eine eigene Intelligenz zubilligen müssten, dann ergibt sich ein derartiges Lügenphänomen folgendermaßen:



Können Märkte lügen?

Irrtum oder Lüge?

Der Markt durchbricht - wie beim Neuen Markt vor kurzem geschehen - eine wichtige charttechnische Marke nach unten, woraufhin viele Anleger erneut beginnen, nach unten zu schauen, was dann wiederum von anderen genutzt wird, noch einmal billig an weitere Papiere heranzukommen. Der Markt hat den Gläubigen ein falsches Bild gezeigt, um sie abzuschütteln, damit jedoch - ein kleines Weilchen später nur - sie nur zu noch stärker Gläubigen zu machen, die schließlich reumütig wieder zu ihm zurückzukehren.
Doch auch damit ist die Geschichte natürlich nicht zu Ende: Denn was ist, wenn der Markt nur deswegen gelogen hat, um denen, die leichtfertig an keine Lügen glauben, letztlich doch zeigen zu wollen, dass Lügen kurze Beine haben?
Wenn Märkte schon lügen können, kann dann auch ein Geldschein lügen? Lesen Sie dazu Bernd Niquets neues Buch "Der Zauberberg des Geldes" (FinanzBuch Verlag).
Antworten
das Zentrum d.:

Mahlzeit aabb-cisco da sind ja die Meldungen :o) o.T.

 
19.12.01 11:26
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--