Stell dir vor, es ist E-Day ...


Thema
abonnieren
Beiträge: 3
Zugriffe: 424 / Heute: 3
Happy End:

Stell dir vor, es ist E-Day ...

 
17.12.01 22:09
Deutschland ist am E-Day nur ganz, ganz knapp an einem veritablen Währungschaos vorbeigeschlittert. Fast wäre es zu einem Ansturm auf die deutschen Geldinstitute gekommen - aber nur fast.

Hamburg - Alle sind heiß auf die Starter-Kits. Laut "Süddeutscher Zeitung" wollen 53 Prozent der Deutschen die Probemünzen erwerben. Der Fernsehsender n-tv berichtet viertelstündlich vom "Ansturm auf den Euro-Starter-Kit".
Wenn das stimmt, wo sind die Hartgeld-Fans dann heute Morgen? Die Bankfilialen am Hamburger Rathausmarkt stürmen sie auf jeden Fall nicht. Keine Menschentrauben, keine überforderten Bankangestellten, die die tobende Horde zurückhalten müssen. Hatten die Zeitungen nicht berichtet, am vergangenen Freitag sei es am Wiener Westbahnhof und an der Brüsseler Grande Place zu tumultartigen Szenen gekommen, als dem Volk die ersten Münzen ausgehändigt wurden?

Bei der Citibank stehen zwei Damen an eigens für das Großereignis eingerichteten Starter-Kit-Schaltern und drehen Däumchen. Ähnlich verhalten läuft das Geschäft in der Filiale der Hamburger Sparkasse am Großen Burstah: Mehr besetzte Schalter als Kunden, dafür zwei Kamerateams vom Fernsehen.

Vielleicht hatte die Commerzbankfiliale an der Hamburger Nikolaibrücke bereits alle Eurofans abgegriffen. Die Dependance öffnet nämlich eine halbe Stunde früher als die Konkurrenz am Rathausmarkt. Im Vorraum der Schalterhalle hat sich gegen 8 Uhr 15 der harte Kern eingefunden - reichlich zehn ältere Personen bilden im Vorraum eine ordentliche Schlange und warten auf Einlass. Endlich schwingt die Tür auf. "Jeder nur ein Tütchen", sagt die Frau am Schalter, "es sei denn, sie sind Kunde." Die Knauserei ist verständlich: Bei der enormen Nachfrage muss sich die Bank ihr Hartgeld gut einteilen.

Andere Bundesländer, in denen der Euro-Taumel ähnlich verhalten ist wie in Hamburg, haben wenigstens eine Ausrede. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa ist in Rheinland-Pfalz und im Saarland das schlechte Wetter schuld: "Kälte bremst Andrang." Klar, bei Temperaturen um null Grad Celsius und bewölktem Himmel geht doch kein Mensch vor die Tür.

Die Euromünzen selbst kommen in einem kleinen, schmucklosen Tütchen daher, das irgendwie an Bundeswehr erinnert: Plastik, durchsichtig, Bundesadler, angeschmuddelt. Die Münzen sehen alle ziemlich gleich aus. Deshalb erinnern sie an Spielgeld, vor allem die Cent-Stücke. Die größeren Münzen wirken etwas echter. Die Zwei-Euro-Münze sieht dem italienischen 500-Lire-Stück verteufelt ähnlich. Das schafft Vertrauen in die neue Währung.

Trotzdem bleibt die Sorge, dass die Münzmischungen bald zu einem knappen Gut werden könnten. Die Durchschnittssparkasse, etwa die mittelbrandenburgische in Potsdam, hat 200.000 Münzsäckchen geordert. Wenn der Ansturm anhält und jeden Tag 500 Päckchen über die Schaltertheke gehen, reichen die Starter-Kits lediglich bis Januar 2003.

Gruß
Happy End
Antworten
MOTORMAN:

Happy,

 
17.12.01 22:14
noch ganz schön aktiv zur späten Stunde.
By the way, Euro interessiert mich nicht, habe nicht mal DM gehabt ;-)

Antworten
Egozentriker:

korrekter spruch moman :-)))

 
17.12.01 22:16
 
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--