Das sehe ich vollkommen anders. Wir laufen dem Steinhoff Management seit dem 15.12.22 doch nur hinterher. Die machen etwas Unsägliches und wir versuchen es wieder zu richten. Es wird wirklich Zeit, dass wir mal etwas machen, von dem Steinhoff überrascht wird, und unter Druck gerät.
Wie bereits vorher geschrieben, bin ich der Meinung, dass wir jetzt dringend Klagen oder auch gerne Anzeigen einreichen müssen. Nicht nur in dutzenden Newslettern darüber schreiben, sondern wirklich mal machen. Es wäre doch viel besser, der Steinhoff klar zu machen, dass es für sie brenzlig wird, wenn sie ihren Kurs stur weiter verfolgen. Auch die Gläubiger müssen den kalten Hauch den Schuldenschnitts, Anzweifelung der CPUs, Mithaftung für zu hohe Kredite und Zinsen spüren. Ansonsten kommt das WHOA-Verfahren weiter auf uns zugerollt, egal ob wir die Aktionärsabstimmung mit 51% oder mit 99% gewonnen haben. Das Verfahren wurde hinlänglich erklärt und es wird auch klar sein, dass die CPU-besicherten Gläubiger, die mehr als 66% der Schulden repräsentieren, für die Enteignung gestimmt haben.
Wer sich jetzt zurücklehnt und wieder nur Steinhoff die nächsten Schritte machen lässt, hat nur noch eine Chance. Nur wenn der Richter Zweifel bekommt, weil ein aufgeregter Haufen deutscher Aktionäre, vertreten durch die SdK, im Gerichtssaal, ein paar Dokumente vorlegt. Lass den Richter mal einfach keinen Bock haben, das zu hinterfragen, weil ja formell alles gut ist. Dann stehen wir mit unserer Gelassenheit im Regen.
Wir brauchen dringend etwas Greifbares gegen Steinhoff. das sind die Klagen und die Sonderprüfung. Und das muss jetzt passieren und nicht erst nach Veröffentlichung des Abstimmungsergebnisses und nach der Einreichung des WHOA-Vorschlags zur Homologation.