Viele Einzelfakten, die man nun unter den heutigen Gesichtspunkten betrachtet, lassen für mich folgenden Schluss zu:
Für mich begann der Enteignungsplan am 01.07.2017, als den Aktionären der NV der direkte "Zugriff" auf das EK durch eine Verlagerung der bis dahin direkten Beteiligung an SIHPL entzogen wurde:
„Effective 1 July 2017, Steinhoff Investments acquired SIHPL from Steinhoff N.V. as part of an intergroup restructure of the greater Steinhoff N.V. group. The purchase price of R37 billion was settled through the issue of 6 574 897 Steinhoff Investments shares.“
SIHL 2017
Diese wurde zu einem Wert von ca. 2,5 Mrd € von der SIHL gegen Ausgabe von Aktien, das Prinzip von Jooste wurde durch LdP weiterhin auch später verfolgt, „aufgekauft“.
Oder war hier schon das Prinzip LdP geboren?
Somit war nun SIHL der direkte Eigentümer dieser Mantelgesellschaft, welche gut gefüllt mit eingezahlten Kapital der NV-Aktionäre war.
Zu dieser Zeit kamen bereits die ersten Verdachtsmomente über Unregelmäßigkeiten auf und es müssen auch die damaligen Gläubigerbanken informiert gewesen sein.
Der Portsea Asset Management Report über Steinhoff, aus dem sich Viceroy mit hoher Wahrscheinlichkeit bedient haben soll, erschien im Juni 2017.
Am 1. Juli 2017 erfolgte die Entziehung des SIHPL Kapitals aus dem direkten „Zugriff“ der NV Aktionäre!
Die Vorarbeiten und Untersuchungen zum Portea Asset Management Report über Steinhoff liefen also schon in der Zeit vor Juni 2017.
LdP kam Mitte 2017 zu Steinhoff.
Es könnte also dort bereits der Grundstein-Plan für die spätere Enteignung gelegt worden sein um eben den Banken ihre Zahlungsströme zu sichern.
Viceroy hat diesen Stein dann nur noch ins Rollen gebracht, wahrscheinlich auch unter der Prämisse "Acting in concern“.
Für die damaligen Gläubigerbanken wurde die oft als Sicherheit hinterlegte Steinhoff Aktie bereits dort zum Sicherheitsrisiko.
Um dann das EK der NV letztendlich komplett in den Schoß der Hochfinanz zu bekommen und um dieses Sicherheitsrisiko einzudämmen, wurden dann sämtliche weiterfolgenden Maßnahmen in diesem Plan betrieben.
Der Crash 2017 könnte demnach auch ein „Acting in concern“ gewesen sein und alle folgenden Maßnahmen basierten darauf.
Nicht umsonst waren die Banken und später deren ausführende „Organe“, die Hedgefonds, immer stark am Erhalt u.a. auch der SIHNV und der SIHPL interessiert.
Nicht umsonst gab es bei den Prozessen in Südafrika Bonzalek (SIHPL CPU) und Slingers (Liquidation SIHNV in ZA) großes Interesse der Gläubiger, diese zu ihren Gunsten zu drehen, bzw. durch finanzielle Einzelmaßnahmen zu beenden.
Die Aktie musste handelbar bleiben, damit viele Großanleger dort noch heil rauskamen.
Dazu wurde via JSE geshortet, das die Schienen glühten.
Große Fondsgesellschaften, die selber alte Kredite mit gehalten hatten, verliehen ihre Steinhoffaktien via JSE, die auch dort gelagert waren.
Als Gegenpart für diese Machenschaften benutzte man dann die Kleinanleger, welche sich auf die Aussagen der Konzernspitze verließen und dem Unternehmen die Treue hielten.
Der letzte Anstieg nach dem GS war wohl auch nur noch inszeniert, um gewissen größeren Altaktionären einen günstigen Ausstieg zu ermöglichen.
Die Großen wurde auch schon nach dem GS entschädigt, die kleinen MPC´s haben bis heute kein Geld gesehen.
Jetzt erschließt sich mir auch das sehr hohe Interesse der Gläubiger am Gelingen aller 3 Steps, damit in Step 3 der finale Griff in das EK auch sicher möglich wurde.
Mit der sich nun formierten Gegenwehr wurden sie höchstwahrscheinlich auf dem falschen Fuß erwischt.
www.capital.de/wirtschaft-politik/...verkaeufer-bei-steinhoff
dailytimes.com.pk/1083286/...4SwxRNCUpg8dIe0tB4MuH-fdrzalnZWI
www.steinhoffinternational.com/downloads/...520-%25202017.pdf