...yo, hochverehrtes Kollegium, heute is ma einer von jenen Tagen gewesen, auf welche ich mich zugegebenermaßen als Börsianer immer besonders freue – es war / ist einer von diesen Tagen, an welchen es mal so richtig zur Sache geht & sich aus der Gesamtlage diverse Chancen in vielfältiger Form für den geneigten Akteur am Markt eröffnen... …doch hierzu später mehr, zunächst muss ich (leider) mit der Rubrik „nachgetragen, korrigiert & angemerkt“ starten, da mir leider bei meiner Wahlprognose (vgl. auch
) ein paar Schnitzer unterlaufen sind, welche ich an dieser Stelle ausbügeln möchte:
1. ist mir leider die Quelleangabe für die Xetra- Umsätze von Steinhoff (ausgerechnet bei dieser Firma ;-) ) verschluckt worden, selbige reiche ich hiermit nach :
2. habe ich (leider konsequent) die „Dr. Hönle“ AG in „Dr. Höhnle“ AG umbenannt – ich bitte um Nachsicht, ich war wohl irgendwie mit Tomaten auf den Augen, anstelle meiner Brille, on stage...
…wie auch immer, back to the market... ...und hier ist die Lage im Grunde unverändert, sprich die Zentralbanken pumpen Gage seit 'ner gefühlten Ewigkeit in den Markt, die (Leit-)Zinssätze sind im Keller (wortwörtlich da z.T.im negativen Bereich), jüngst kam die Ankündigung, noch mehr Gage in den Markt / die Märkte (Stichworte: Corona / Konjunkturstimulation) zu pumpen = Wasserstand (Kurslevel der Indices) in Wanne steigt bzw. wird steigen (nein, ich bin nicht irre, respektive auch 'ne Weile hinter dem Mond on stage gewesen – es ist das Bühnenbild, vor welchem die Märkte seit geraumer Zeit unterwegs sind, daran hat sich i.Ü. Nichts geändert, im Gegenteil, den jüngsten Verlautbarungen nach bekommt dat vorgenannte Bühnenbild 'n fresh up & noch knalligere Farben spendiert), wartet mal 'ne Weile ab... ...auch wenn manch einer sich dies derzeit schwerlich vorstellen kann...
...doch hat dies -zunächst- nichts direkt mit Steinhoff zu schaffen, da Steinhoff (aus meiner Sicht) nach wie vor vom Gesamtmarkt abgekoppelt ist, doch sollte sich dies (bei entsprechender Nachrichtenlage zu den zwingend zu lösenden Problemen bei Steinhoff (Klagen & Umschuldung) ändern & Steinhoff wieder mit dem Markt im Takt swingen.
Dann würde sich der Einfluss der Notenbankpolitik auf die Märkte (= anziehende Notierungen) auch bei Steinhoff bemerkbar machen, & dies dann in mehrfacher Hinsicht: durch die lockere Notenbankpolitik werden die Märkte mit Cash geflutet, dies bedingt neben dem Anziehen der Kurse der Indices auch (welch eine Überraschung) das Anziehen der Notierungen von allen am Markt notierten, „gesunden“ Unternehmen, wobei freilich die operative Entwicklung einzelner Unternehmen (um es vorsichtig zu formulieren) nicht mit der Entwicklung der jeweiligen Aktienkurse Schritt halten kann, so dass es gewisse Auswirkungen auf diverse Parameter, anhand derer man den Versuch unternehmen kann Aktien in „teuer“ und „weniger teuer“ einzuteilen, beobachten kann... ...kurz & knackig: die KGV's beginnen zu galoppieren & so manch ein Investor bekommt Zahnschmerzen, wenn er auf der Suche nach günstigen Investments ist, man kann dies im Prinzip mit 'ner Badewanne vergleichen, in welcher Wasser eingelassen wird & auf der Wasseroberfläche Korken (=“gesunde“ Aktiengesellschaften) schwimmen, in diesem Vergleich entspricht der Pegelstand des Wassers der Kurshöhe der diversen Indices (Dax, Dow usw. etc.)...
Yo, um es kurz zu machen: die Flut hebt jedes Schiff (Korken), dies ist jetzt so nichts Neues, jedoch gibt es (bezogen auf diesen Vergleich) Beispiel immer 'nen (oder mehrerer derer) Korken, welcher am Grunde der Wanne festhängt, zu dieser Rubrik zählt auch Steinhoff, hier (um es weiterhin metaphorisch zu umschreiben) ziehen die Klagen & der aktuelle Schuldenstand die Hütte auf den Grund der Wanne, während sich die Wasseroberfläche immer weiter entfernt, einfach da weiterhin Wasser in die Wanne einläuft... ...ändert sich jedoch etwas grundlegendes (hier: eine positive Entwicklung / Info / News zu den Klagen & (im Nachgang) zur Schuldensituation) ist die Bude (Steinhoff) a) „plötzlich“ wieder ein normales / „gesundes“ Unternehmen & dementsprechend (im Vergleich zu den vorgenannten „gesunden“ Aktiengesellschaften massiv unterbewertet (relativ betrachtet), & dies wiederum rückt Steinhoff (im Falle des Falles) direkt in den Fokus von Investoren, welche gewisse Probleme bei der Findung von lohnenden Investmentobjekten haben...
An dieser Stelle sei von meiner Seite nochmals präventiv angemerkt, dass ich die aktuelle Kursentwicklung der Indices & der zugehörigen Aktiengesellschaften NICHT verpennt habe, doch ändern die derzeitigen Notierungen nichts, aber auch gar nichts an der übergeordnet gegebenen Situation (siehe oben, Stichwort: Notenbankpolitik). Jenes derzeit stattfindende Blutbad (um es martialisch zu formulieren) am Markt ist letztlich ein Merkmal, welches die Börse als Umverteilungsmaschinerie (x- mal dargelegt, heute besonders beeindruckend in Realtime am Markt zu beobachten = diejenigen, welche Powder in der Munitionskammer haben können zu wahren Freundschaftspreisen am Markt einkaufen), auszeichnet...
Wenn ich nun die letzten zwei Jahre hier im Board retrospektiv betrachte, stelle ich fest, dass zum Teil problematische Taktiken (steter Nachkauf verschlechtert aus RM- Sicht das Verhältnis zum restlichen Depot & bindet zugleich immer mehr Kapital, teils, so meine Vermutung, hier im Board in Kombination mit Leverage betrieben (Leverage an sich ist o.k., kann jedoch 'ne (richtig) giftige Nummer werden, wenn man sich verhebt / seine Grenzen bzw. die Grenzen des (für sich als Akteur) darstellbaren nicht hinreichend korrekt einwertet, angewandt werden, denn das Problem bei dieser Kiste (eine positive Entwicklung im Hinblick auf die Klärung ausstehender Fragen & somit Steinhoffs sei an dieser Stelle antizipiert) liegt in der Zeitachse der Story, denn aus selbiger ergeben sich u.U. ggf. evtl. Probleme mit der Finanzierung einer Posi (dat konnte man in den letzten gut zwei Jahren hier im Board (leider) hin und wieder aus einzelnen Postings herauslesen, wenn dies in „Tateinheit“ mit einem schwachen Nervenkostüm einhergeht, dann war (& ist) das Fiasko vorprogrammiert & die Umverteilungsmaschinerie (=der Markt / die Börse) schlägt wieder zu...
Um an dieser Stelle nich wie der letzte Klugshicer um die Ecke zu kommen sei hier angemerkt, dat ich (meine Wenigkeit kam 2003 an die Börse) fast jeden Fehler selbst einmal begangen & auch in den Anfangsjahren zwei Mal mein Depot gecrasht habe, yo so ist dat & ich breche mir keinen Zacken aus der Krone, wenn ich dies hier so postuliere, dies gehört wohl zum Werdegang am Markt irgendwie dazu, jedoch bin ich eben auch lernfähig, so dass dies in folgendem „Zweitkontakt“ mit Steinhoff (dat erste Mal hatte ich die Bude im Frühsommer 2017, auf der Suche nach einer Erweiterung meines Div- Depots, auf dem Schirm, jedoch habe ich seinerzeit Steinhoff als geeignete Aktie verworfen, da Steinhoff nicht die entsprechende Vita (= Dauer bzw. Kontinuität im Hinblick auf die Dividendenausschüttung) vorweisen konnte) mündete, siehe auch:
https://www.ariva.de/forum/...ldings-n-v-531686?page=108#jump23673214 , jener einst anbei gereichte Beleg meiner Positionierung diente hierbei lediglich dazu, den Entry- Kurs zu belegen (dat is so 'ne Krankheit in Börsenforen, viele haben im Nachhinein (!) geile Einstiegskurse, wenige jedoch kommen Realtime um die Ecke & postulieren ihre Positionierung zeitnah), als Antwort bekam ich nachfolgend (den üblichen Bullshit) in Bezug auf: die Posi- Size, wieviel Gage ein x- beliebiger User an einem Abend für wat auch immer ausgibt, dat meine Transaktionskosten bla bla bla... (kann man alles nachlesen)... ...dat der Entry (seinerzeit mal gar nicht so übel war (siehe nachfolgende Kursentwicklung) is dann einfach mal unter den Tisch gefallen bzw. wurde vom nachfolgenden Bullshit begraben, kurz & gut: der Trade war geil, & noch viel besser: ich begann mich eingehender mit Steinhoff auseinanderzusetzen, die Ergebnisse meiner Überlegungen sind nun seit gut zwei Jahren hier im Board nachzulesen, wohingegen ich von vielen Kollegen welche mir seinerzeit gute Ratschläge geben wollten, gar nichts mehr lese... ...aus gutem Grunde...
Mein Fazit: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, doch wenn sich excellente Gelegenheiten am Markt bieten, sollte man es auch in Erwägung ziehen, mal beherzt zuzugreifen... ...allerdings eben mit der gebotenen Vorsicht, wenn man sich dann schlussendlich seiner Sache sicher (so sicher man nun eben sein kann) ist / sein sollte: Feuer frei...
@ Natrix: Hi, lange nichts mehr von Dir gelesen – schön, dich hier zu sichten, yo klaro bin ich hier on stage (& einige Kollegen aus der damaligen BP- Crew ebenfalls, man läuft sich doch immer wieder über den Weg) – Steinhoff reizt mich doch gar sehr, (& erinnert mich irgendwie an BP in der „heißen Phase“ seinerzeit), wobei, apropos Erinnerungen... ...BP ging heute auch zu Deepwater Horizon- Tarifen über die Theke... ...Du ahnst sicherlich, welchen „Reflex“ dies heute in mir ausgelöst hat...