In der Tat scheint es so, als ob bei TILP ein annehmbares Vergleichsangebot vorliegt. Da liegt er nun auf dem Tisch - der Spatz - und wartet bis er unter den Mandanten von TILP verteilt wird. Steinhoff sagt aber auch: der Spatz ist so und so groß und keinen Cent mehr, gehe hin TILP, frage Deine Mandanten und verteile dann die Kohle unter diesen.
Läuft das schon? Werden im Moment die bereits unter Vertrag genommenen Mandanten gefragt, ob sie dem Vergleichsangebot zustimmen wollen? TILP schreibt dann ungefähr so die Mandanten an: „Sie haben einen Schaden von 10.000,- Euro und würden bei Annahme des Vergleiches 1.500,- Euro bekommen. Machen sie mit, ja oder nein…?“
In diesen aktuellen Ablauf passt es dann auch rein, dass TILP keine neuen Mandanten mehr annimmt. Die 6-Monatsfrist für Alt-Aktionäre läuft ja noch laut Klaus Klass bis ca. 6.2.20.
Jetzt hängt alles an der Abstimmung und die kann zu zwei Ergebnissen führen:
A) womöglich nimmt die Mehrheit der TILP-Mandanten die Vergleichssumme an, weswegen
Du neuer potentieller Kläger nicht mehr mitmachen kannst.
B) womöglich nimmt die Mehrheit der TILP-Mandanten die Vergleichssumme nicht an, das
Musterverfahren wird weiter Fortgesetzt und Du neuer potentieller Kläger kannst mit machen.
Auf einer Zeitschiene sähe das dann ungefähr so aus: 30.11.19, SNH legte den Spatz auf den Tisch. 7.12.19 TILP in der €uro am Sonntag mit dem Spatz besser als Taube-Vergleich (am 11.12.19 im Handelsblatt), ca. 8.12.19 geht das Angebot an jeden einzelnen TILP-Mandanten raus mit einer Frist bis beispielsweise 15.1.20, paar Tage später wird SNH informiert, ob das Angebot angenommen wird. Parallel das ganze Prozedere bei VEB etc.. Je nach Ausgang informiert SNH den Markt dann Ende Januar.
@DerFuchs123, Du schreibst: „Die Vergleichssumme und der Vergleich ist bereits vereinbart und im Ende Jan. 2020 wird Tilp dann den Klägern sagen, welchen Betrag sie erhalten können und wird auch intelligenterweise und realistisch empfehlen, den angebotenen betrag anzunehmen.“ Wenn dem so wäre, dann könnte man doch als neuer Mandant jederzeit beitreten, und wäre nicht zur Passivität verdammt, bis TILP Ende Januar „unaufgefordert weitere Informationen zukommen“ lässt. Nee, ich glaube, die „Abstimmung“ läuft, jeder Mandant bekommt einen konkreten Betrag vom Spatz als Vergleichsangebot. Wenn laufend noch bis Ende Januar neue Kläger hinzukommen würden, müsste man den konkreten Betrag ja immer wieder anpassen, weil er kleiner wird. Viel zu kompliziert.