Der einfachste Fall wäre, dass jemand zwischen 2015 und 2017 SNH Aktien gekauft hat, die er bis jetzt hält.
In der Realität dürfte es aber viel komplizierter sein: Jemand kauft in mehreren Tranchen, verkauft zwischendurch mit Gewinn/Verlust usw.
Es ist durchaus möglich, dass Aktionäre im genannten Zeitraum sogar Gewinne gemacht haben. Warum sollte SNH denen eine Kompensation bezahlen?
Ein praktikable Möglichkeit wäre, wenn der Kläger sich von seinem Broker die Aktienanzahl und den durchschnittlichen EK bescheinigen lässt und dieses beim Anwalt einricht. Ob jemand 1 mal oder 20 mal gekauft/verkauft hat, würde dann keine Rolle spielen.
Angenommen jemand hat einen EK von 2 Euro. Dann könnte man sagen: Die Aktie hat aber nur einen Buchwert von 0,5 Euro. Also hast du einen THEORETISCHEN Anspruch von 2 - 0,5 = 1,5 Euro
ausgezahlt werden aber nicht 1,5 Euro, sondern nur x% davon
Die Frage ist, wie hoch man x ansetzt. Das hängt v. A. davon ab, wieviel SNH bezahlen kann, ohne pleite zu gehen. Angesichts der angespannten Lage würde ich davon ausgehen, dass x nicht höher als 5% sein kann. Maximal vielleicht 10%