Guten Morgen zusammen,
bei allem Verständnis für die hier in den letzten Tagen ausgbrochenen Emotionen, aber lasst uns versuchen wieder zu einer faktischen Diskussion zurück zu kommen.
Lasst uns mal versuchen getroffene Maßnahmen zu verstehen und den tieferen Sinn dahinter zu erkennen, nehmen wir die finanzielle Restrukturierng der ganzen Kiste, Seitens der Gesellschaft wurden im Rahmen der Restrukturierung viele Eingeständisse gemacht um die Besicherung für die Gläubiger nach oben zu ziehen, dadurch wurde die sich im CVA befindlichen Schuldtitel auf einen Besicherungsgrad von rund 59% hochgezogen.
Die neue Konzernstruktur ist nun grundsätzlich so aufgebaut, dass die Schuldtitel der SEAG und Steinhoff Finanz auch vor äußeren Einflüssen wie bespielsweise den Klagen geschützt sind, wenn die Klagewilligen nicht einlenken, werden die den Schuldtiteln als Sicherheit zugeordneten Assets verwertet und die Klagewilligen werden nicht einen davon erhalten.
Laufzeit der Hauptkredite hat sich von kurzfristig auf langfristig verändert, sodass die Fälligkeit nun auf 12/21 verlagert wurde.
Kombizinssatz liegt bei rund 9,X %, PIK Verzinsung, zahlbar in Assets ode cash, Ausgleich entweder haljährlich oder Alternativ halbjährliche Kapitalisierung.
Nach jetzigem Kenntnisstand kein Haircut angedacht.
Zusätzlich wurden Seitens der Gläubiger frische Kapitalmittel für so manche operative Einheit zwecks Sanierng dieser operativen Einheiten bereitgestellt, dahingehend schauen wir auf MF und Confo, diese Fremdkapitalmittel sind ebenfalls mit satten Zinsen ausgestattet, des Weiteren gibt es bei beiden genannten Einheiten rund 50 % der Assets, bei MF bereits ausgeführt bei Confo noch ausstehend, jedoch angedacht.
Ich halte die meisten hier aktiven Foristen für durchaus pfiffig und somit auch dazu im Stande einfach logisch zu denken, somit kommen wir doch hier recht schnell zur Erkenntnis, dass es das im Leben noch nicht an Gegenleistungen Seitens der Gläubiger gewesen sein kann, alleine wenn man sich die CVA Prozesse anschaut, dass ist eine Unterform einer Unternehmensinsolvenz nach britischem Recht mit dem Ziel der Sanierung und es kann doch definitiv nicht im Sinne des Erfinders sein, dass die betroffenen Einheiten mit einem höheren Schuldenstand als bei Eintritt aus diesen Insolvenzverfahren austreten und weil es so schön ist auch noch mit Monsterzinsen dazu, dies wäre gegen jegliche Logik und ob dies in der Form rechtlich sauber wäre gilt es dann auch nochmals zu überprüfen.
Die Frage die ich mir über das Wochenende auch einige Male gestellt habe wäre folgende, warum haben zwei der klagewilligen Parteien (VEB nd der PIC) einem Stillhalteabkommen zugestimmt, wenn doch so oder so nur alles im Sinne der Gläubiger läuft und somit die eigene Position immer beschissener wird? Beide genannten Parteien waren am Drücker.
Zu den Aktien, wir wissen das lediglich noch rund 25 % der shares auf Seiten von nicht registrierten Kleinanlegern liegen, was ist mit den anderen 75% sind die denn alle komplett dumm?
Hier kam am WE der Vorwurf hinsichtlich der angeblichen Falschinformation bezüglich des Startdatums für die Monsterverzinsung für die CVA Schulden auf, diese Frage sollte man tatasächlich mal ausdiskutieren, jedoch nicht in dem man Foristen aus dem Forum beschuldigt, sondern in dem man diesen Punkt mal faktisch versucht mit IR zu klären, da in den immer wieder angepassten CVA Unterlagen ja dann tatsächlich auch mal ein nachgelagertes Startdatum für die PIK Zinsen genannt und demzufolge nicht mehr der 14.12.2018 als Startdatum anzusehen war.
Die Differenz zwischen den angepassten CVA Unterlagen und den innerhalb der Bilanzen (im 2018er Report wurde ja auch bereits wieder auf den 14.12.2018 als Startdatum verwiesen und somit gab es die Diskrepanz nicht erst seit Veröffentlichung der H1/2019 Zahlen) genannten Angaben wurde hier im Forum ja auch das ein oder andere mal diskutiert bzw. es wurde versucht dies zur Diskussion zu stellen.
Mit Hinblick auf die nun zu forcierende Einigung mit Hinblick auf den gefordteten Schadenersatz, wir könnten mal versuchen im www irgendwas dahingehened rauszufinden, denn mit Pohlmann scheint es ja bereits eine Partei zu geben die mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits dem Gesamtvergleich zugestimmt hat, diese Einigung wurde bereits im 2017er Report erwähnt jedoch wurde über den Inhalt des Vergleichs stillschweigen vereinbart. Der finanzielle Aufwand für diese Einigung wurde gemäß Information aus dem 2017er Report auch bereits im 2017er Report bilanziell erfasst.
Grüße
Mysterio