Viele um ihr Vermögen gebrachte Anleger und Mitarbeiter, besonders bei Steinhoff, sind zurecht sauer auf das «Big Business» und seine Manager und ihre teils miserabel und unvollständig kontrollierte Macht.
Dabei sind es die ausdauernden, hartnäckigen, beharrlichen, fleißigen, unbeirrt und unverdrossen, (aber in ihren Augen unbedeutenden) schuftenden zigtausenden Mitarbeiter, und das Weltweit, die das Schiff über Wasser halten.
Doch wer bezahlt die dicken Gehälter des Managements, die riesigen Spesen, die modernen Geschäfts- und Bürohäuser, etc.?
Es sind alle anderen, nämlich die Kunden, die Mitarbeiter und vor allem die Aktionäre, die ihr Erspartes ihnen über die Börse anvertrauen.
Und dann kommt da noch ein Raubtier aus den eigenen Reihen, nämlich die Hedgefonds etc., die den Aktionären im Zusammenwirken mit einer Heerschar von «Fachzeitschriften» durch Leerverkäufe und Kursmanipulationen dieses Ersparte abluchsen wollen und durch gezielte Panikmache auch meist schaffen.
Auf der «Börsenbühne» kämpft jeder gegen jeden, sogar die Gleichgesinnten, wie ich zumindest aus den Foren entnehmen kann. Statt zusammenzuhalten und zu bündeln, liefern sie durch ihre Panikmache den Leerverkäufern genügend Munition und beschimpfen sich untereinander noch. Und fast jeder Forist versucht andere mit einer «besseren» und «neueren» Meinung und Information zu übertrumpfen. Ich frage mich: Was hat er davon?
Dabei verlieren sie das große Ganze oft aus den Augen, nämlich dass es gerade bei Steinhoff derart viele (äußerst komplexe) Baustellen in seinem Räderwerk gibt, die erledigt werden müssen, so viele, dass man mehrere Bücher damit füllen könnte, die alle zu beschreiben.
Viele Foristen (meistens auch Laien) tun aber so, als hätten sie den großen Durchblick und das alleinseligmachende (Detail-) Wissen, Steinhoff zu retten oder den Untergang voraussagen zu können.
Was uns Aktionäre wirklich helfen würde, wäre ein vollständiger Bericht über alle vergangenen Vorkommnisse und Transaktionen mit namentlicher Nennung der Verantwortlichen.
Dieser Bericht müsste von einer unabhängigen Untersuchungskommission in Auftrag gegeben werden. PWC reicht da in meinen Augen nicht. Ich habe die Befürchtung, dass hier noch viel Unheil im Verborgenen schlummert und bei der Eile, mit der die Gläubiger im Rahmen des CVA-Verfahrens ruhiggestellt werden sollen, viel Kapital zugunsten der Betrogenen (und damit auch uns Aktionären) verloren geht. Der schlimmste Vorwurf dieser «Spezialisten» im und außerhalb des Forums wollen nicht verstehen, wieviel Aufklärungsarbeit dahintersteht. Sie haben immer noch nicht erkannt, dass es sich bei Steinhoff um ein riesiges Unternehmen handelt und lückenlose Aufklärung nötig ist.
Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Steinhoff nicht insolvent wird, schon weil es nicht sein darf und weil dann die Schuldigen, wozu auch sicherlich einige Gläubiger gehören dürften, sich nicht hinter einer neu gegründeten Gesellschaft verstecken können. Ein erfahrener Insolvenzverwalter hätte jahrelang in der Tiefe zu ermitteln, auch gegen sie. Nein, sie werden Steinhoff weiter auszusaugen versuchen und so schnell als möglich versuchen ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Nein, ich sehe das so:
Der Krieg jeder gegen jeden, der Raubtierkapitalismus in unserer «ach so» liberalen Marktwirtschaft beherrscht auch die Börse und seien wir doch einmal ehrlich: wir alle wollen doch davon auch profitieren!