Sehr geehrte Herren, :)
die Annahme der 10% Zinsen aktuell basiert lediglich auf den bisher genannten und bekannten Fakten. Wir brauchen ja eine Grundlage zum hochrechnen unseres pers. Going Concern. :)
Wenn man mit diesem natürlich aktuell eher unwahrscheinlichen Szenario rechnet, dass Steinhoff bis ende 2021 an die 10% Zinsen gebunden wäre, hätten wir bis dahin maximal ab Ende 2019 eine schwarze Null!
Soviel zu den bisherigen Annahmen, das Steinhoff hier vorher günstiger Umschuldet ist natürlich absolut realistisch, steht aber aktuell nicht offiziell zur Debatte!
Inwiefern das ganze ohne einen anständigen Vorfälligkeitszins überhaupt möglich ist, weiß ich nicht… der Bank entgehen hier ja Zinsen!
Bei den Banken sitzen keine Idioten, jeder das Geld billig ist und Geld lagern bei der Zentralbank ziemlich teuer. Allein die deutsche Bank hat ca. 250 Milliarden Liquiditätsreserven bei der Zentralbank lagern. Ich denke die würden sich die Finger lecken für ein paar Zinsen bei Steinhoff. Wie Garion das richtig sieht, Steinhoff hängt aktuell in den Kreditverträgen mit den geprellten Gläubigern, welche sich diesen Verrat natürlich fürstlich bezahlen lassen.
Sollte es keine heftigen Vorfälligkeitszinsen geben und wir wirklich zum Ende des CVA LSD mit dem Investorentag umschulden können, wäre die Sache hier geritzt. Da würde Steinhoff einige 100 Millionen im Jahr netto Verdienen!
Da steht Steinhoff für die Zukunft gut gerüstet in den Startlöchern frisch saniert, so gesehen sehr unverständlich den niedrigen Kurs hier zu sehen… denn aktuell keim ja 0 Hoffnung. Die Marktmeinung ist nach wie vor vollständige Liquidierung, siehe Aktienkurs. Sollte es tatsächlich zu einem CVA Abschluss kommen muss sich diese Marktmeinung stark nach oben anpassen, selbst mit den Klagen im Nacken, kein Richter der Welt wird dir ein Unternehmen aufgrund einer Klage platt machen!
Mit einem möglichen Ebitda von 850 Mio für 2019 und möglichem Ebit von 600-650 Mio für 2019, bei 5% Zinsen haben wir Zinskosten von 400 Millionen bei 8 Milliarden Schulden. Selbst ohne großes Wachstum und Sanierungen wären wir zu diesen Konditionen schon auf einer schwarzen Null, ggf. 100 Millionen Gewinn. Die Rechnung ist aber für 2019 non sense, da das GJ 2019 bald endet und hier die hohen Zinsen auf jedenfall anfallen, daher auch das negative HJ Ergebnis.
Für 2020, darf man aber durchaus von mind. 1 Milliarde Ebitda und 700 Millionen Ebit ausgehen, wobei man bei den Zahlen natürlich mit Pepkor ZA aufpassen muss. Sollten wir ab GJ 2020 nur mit 5% Zinsen rechnen stehen wir ja bei einigen 100 Millionen Gewinn, wie bereits erwähnt… dieses Wachstum dürfte noch anhalten, in Osteuropa gibt es noch einige weiße Fleckchen auf der Karte.
Naja alles gequatschte hin und her es wird auf die Nach-CVA Zeit ankommen, inwiefern hier wirklich Schulden umgeschuldet werden und inwieweit das operative Geschäft sich noch optimieren lässt. Ich persönlich sehe da noch einiges an Bedarf bei Confo/Greenlight/Others.
Das Steinhoff den Klägern schnell kleinbei gibt wäre kein gutes Signal, hier gehe ich noch von einigen Verhandlungsrunden aus, das können wir erstmal in den Hinterkopf verschieben!
Die Zinsthematik ist eher relevant, sollten die Notenbanken zu noch niedrigeren Zinsen (negative Einlagezinsen) tendieren, wird sich jeder Banker die Finger nach diesem Unternehmen schlecken, das Klagerisiko kann man auf 1 Milliarde Vergleichszahlungen begrenzen.
Wenn man das ganze nun mit Thomas Cook und Gerry Webber vergleicht, könnte man womöglich den wahren Grund für den niedrigen Aktienkurs sehen, falls Steinhoff dazu gezwungen ist eine Kapitalmaßnahme durchzuführen, die zulasten der Aktionäre geht egal in welcher Form auch immer, siehe Thomas Cooks morzmäßige Verwässerung und Gerry Webbers maßnahmen, wären wir genau soweit… das Unternehmen wäre gerettet und würde überleben nur die Aktie wäre komplett am Arsch. Der einzigste Lichtblick hier sind für mich die relevanten Aktionäre wie PIC / Niederlande / Christo Wiese, ich glaube das Steinhoff in jedem Fall versuchen wird so eine Kapitalmaßnahme zu Lasten der Aktionäre zu vermeiden.
Hier bekommen wir vielleicht und hoffentlich zur Hauptversammlung mehr Informationen!
Best regards