vorbei sein würde mit MarketCap von 3 Mrd € !
Die Höhe der MarketCap hängt doch nicht hauptsächlich an einmaligen Strafzahlungen gegen das Unternehmen oder die Vorstände, sondern eher an der Höhe der tatsächlichen Gewinne und Cashflows pro Jahr.
Angenommen es gab zwar deutliche Fäkschungen von Umsätzen, aber nicht so hoch, dass gleich 80-90% der Gewinne/Cashflows wegfallen, sondern "nur 40%". Dann ist es doch durchaus denkbar, dass Steinhoff von einmaligen Strafzahlungen abgesehen in Zukunft wieder 1 Mrd € Ebitda und rund 500 Mio Überschuss erzielt. Die Nettoverschuldung liegt bei etwa 4,5 Mrd €, könnte auf rund 3 Mrd € reduziert werden, wenn man wie angekündigt Randaktivitäten verkauft.
Nehmen wir mal an, die ganzen Einmaleffekte fallen alle 2017/18 an, sowohl Strafzahlungen als auch Sonderabschreibungen (Goodwill etc.), und es stellt sich wie erwähnt heraus, dass rund 40% der Gewinne von den Fälschungen in GUV und Bilanz betroffen sind. Dann hätten wir 2019 ein Unternehmen mit 2,0-2,5 Mrd Nettoschulden bei 1 Mrd € Ebitda und 0,5 Mrd € Überschuss. Das würde bei 3 Mrd € MarketCap einem EV/Ebitda von 5 und einem KGV von 6 entsprechen. Wieso sollte man dann ein Problem haben? Bilanzunregelmäßigkeiten heißen ja nicht gleich das Aus des Unternehmens. Letztlich ist entscheidend, ob die Banken ihr Geld wiederhaben wollen und wie sie das am sinnvollsten erreichen. Am sinnvollsten ist es as meiner Sicht, wenn die Banken noch tieferen Einblick ins Unternehmen bekommen, um herauszufinden wie profitabel man ist. Wenn sie dann zum Schlusskommen, es gab zwar Fälschungen, aber die zukünftigen Cashflows liegen immernoch bei fast 1 Mrd € pro Jahr, wieso sollten sie dann auf Liquidation/Insolvenz des Konzerns drängen? Bei Insolvenz bekämen sie derzeit fast nichts.Man müsste die Immobilien zu Geld machen und sich dann die Vermögen teilen. Wenn man das Geschäft aber forführt, bekommt man (nur vielleicht mit längerer Laufzeit) das Geld womöglich zu 100% wieder, plus Zinsen.
the harder we fight the higher the wall