Seit Jahren wird hier überwiegend die Meinung vertreten, dass es sich bei der Steinhoffaktie um eine unterbewertete Aktie handelt, die sich auch schnell im Wert vervielfachen kann, wenn die Unterbewertung allen offensichtlich wird a).
b) Die andere Möglichkeit ist, dass Steinhoff am Leben gehalten wurde um bestehenden Altaktionären die Möglichkeit zu geben, die Aktie so kursschonend wie möglich abzugeben. Auch nach dem Kurssturz 12. 2017 war die Marktkapitalisierung der Firma noch ~2Millarden € und jetzt 190 Millionen €. Bekannt ist ja, dass für diesen Deal viele verträumte deutsche Kleinaktionäre bereitstehen. Diese tragen jetzt auch mit Ihrem Geld die Differenz.
Ich schaue hier dieses Forum nicht mit Schadenfreude an, sondern mit dem Interesse, nicht jeden Fehler, den Aktionäre machen, nicht auch selber durchzustehen. Das ist ein ganz starkes Motiv.
Noch eine Anmerkung: Natürlich ist ein Buchwert noch kein realisierter Verlust/Gewinn, aber wenn ich mit Standpunkt b) recht habe, dann steht der niedrige Buchwert der hier Investierten einer realen Verlustbegrenzungsstrategie der „ Gegenseite“ (informierten Großaktionären) gegenüber.
Zu mir: Bin seit 1998 ununterbrochen Aktionär und habe seitdem eigene Regeln. So habe ich mir sämtliche Aktienspekulation und Trading untersagt, weil ich als Privatperson nicht aussichtsreich gegen professionelle Investoren gewinnen kann (Informationsrückstand, Insiderwissen, psychologische Angreifbarkeit… ). Steinhoff- oder WC-Aktionär oder ä. war ich demnach nie. Vom Anlagevolumen bin ich hier sicher an der „oberen“ Grenze.
Zur Zeit fühle ich mich mit meinen Aktienanlagen in großer Unsicherheit der richtigen Positionierung.
Am wichtigsten finde ich, dass ich mich um meine eigenen Fehler am meisten kümmere.
Der beste Kommentator des Forums ist mMn nach MIIC.
Gruß CCRS