SPUETZ (724144): Plus 50%- warum?


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Robin:

SPUETZ (724144): Plus 50%- warum?

 
05.03.04 10:32
Nur wegen der Beteiligung?
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sbroker:

weil die 50% dividendenrendite bekannt

 
05.03.04 10:33
gegeben haben gestern abend

 

SPUETZ (724144): Plus 50%- warum? 1411843SPUETZ (724144): Plus 50%- warum? 1411843

 

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noreturn:

Dieser Intrawochen-Chart hat doch was, oder?

 
08.06.04 19:46
       SPUETZ (724144): Plus 50%- warum? 1532786
     
Der Kurs der Spütz-Aktie geriet nach dem Dividendenabschlag zwischenzeitlich arg unter Druck, aber jetzt erholt sich der Kurs mächtig. Ich glaube, alle Investierten werden noch viel Freude an diesem Papier haben.
Antworten
noreturn:

Interview mit dem Spütz-Chef

 
08.06.04 20:01
Und hier noch ein kleiner Nachtrag: in der Welt am Sonntag vom 18. April 2004 gab es ein ganzseitiges Interview (sog. Börsenfrühstück) mit dem Spütz-Chef Alexander Eichner. Hier ein paar Auszüge:


WamS: Sie haben sich vor einigen Wochen mit 12,5 Prozent an dem niederländischen Mediendienstleister Twister beteiligt, der vor allem mit kostenpflichtigen Telefondiensten zu Fernsehshows Geld verdient. Was für Investments stehen denn als Nächstes an?

Eichner: Früher haben wir uns alle möglichen Unternehmen angesehen. Jetzt haben wir mit Twister ein Ankerinvestment und suchen gezielt nach Medien-, Telekom- und Entertainmentfirmen, bei denen sich Synergien zu Twister ergeben würden. Die Inhalteseite, die Fernsehproduktionsseite, interessiert uns wirklich sehr. Aber zur Klarstellung: Twister ist ein Investment für uns, wir sind nicht das Management. Wir stecken Kompetenz und Kontakte in die Firma, aber wir leiten sie nicht.

WamS: Etwas genauer? Was, wann und wo wollen Sie kaufen?

Eichner: Als Erstes steht der Börsengang von Twister an, in den nächsten drei Monaten sollen die ersten Schritte gemacht werden. Bis Ende des Jahres möchte ich das über die Bühne bekommen. Ansonsten schaue ich mir jedes Jahr rund 160 Firmen an, die Kandidaten sein könnten. Aber zu 80 Prozent haben sie mit Twister zu tun. Also Firmen, die für Twisters Zukunft interessant sein könnten. Wir möchten, dass Twister nicht mehr nur mit den Telefondiensten Geld verdient, sondern sich zu einem kompletten Medienhaus entwickelt.

WamS: Wie viel von Ihrer Firma gehört eigentlich Kleinaktionären?

Eichner: Rund 25 Prozent.

WamS: Diese armen Menschen haben zuerst nur von Schlammschlachten und Katastrophen gehört, dann jahrelang von gar nichts, während Sie die Firma umbauten. Jetzt gibt es zumindest schon einmal Dividende. Kommen ab jetzt nur noch gute Nachrichten?

Eichner: Wenn es nach mir geht, ja. Wenn Sie hinter die ganzen oberflächlichen Nachrichten blicken, ist Spütz jetzt ein hochmodernes Unternehmen, das ganz klare Ziele verfolgt. Schon der Kauf durch Spark war die erste echte feindliche Übernahme in Deutschland, wenn man so will. Und dadurch, dass wir ja quasi unter besonderer Beobachtung stehen, müssen wir uns eher noch professioneller benehmen als viele andere.

WamS: Wie viele Angestellte werden Sie in einem Jahr haben?

Eichner: Nicht mehr als jetzt.

Antworten
leobmw:

oder weil wir etwas schneller waren ?

 
08.06.04 21:28

man sieht sich immer mindestens zweimal im Leben !

 

 

http://www.ariva.de/board/190687/...arch_id=&search_full=&314

 

 

Gruß

leo

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leobmw:

solange die Leute mit der Dividende

 
08.06.04 21:47

bzw. dem Abschlag nicht umgehen können /

nur gut für uns !!

Gruß
leo
Antworten
noreturn:

Hallo Leo,

 
08.06.04 22:41
das sehe ich auch so wie Du. Obwohl mir, als der Kurs bei 4,70 Euro war - ohne dass es irgendwelche fundamentalen Gründe dafür gab -, auch langsam mulmig wurde. Aber zum Glück habe ich Spütz nach dem Dividendenabschlag gehalten. Jetzt ist offenbar der Markt wieder auf den wahren Wert der Aktie aufmerksam geworden, und wenn der Twister-Börsengang verkündet wird, wird es erst richtig aufwärts gehen.

Ich sehe die Situation so, dass zur Zeit viele Leute nicht wissen, in welche Aktien sie ihr Geld stecken sollen. Wirklich gute Aktien wie Bijou Brigitte, Puma oder SAP haben Kursstände erreicht, die für einen Neueinstieg einfach nicht geeignet sind. Aber Spütz hat eben noch ein Kursniveau, welches geradezu lächerlich ist im Vergleich zu den Perspektiven. Allein der Cash-Bestand, auf dem die Firma sitzt, beträgt über 5 Euro pro Aktie! Und dann steht der Twister-Börsengang an - der Europamarktführer im Bereich Televoting (hat "Deutschland sucht den Superstar", den Grand Prix d'Eurovision 2004 etc. technisch betreut) -, und Spütz wird dabei richtig absahnen.
Antworten
leobmw:

absolut richtig @noreturn

 
08.06.04 23:17
jedenfalls aus meiner Sicht !

aber ich sage Dir auch das ich gleich wieder raus bin : sorry , aber 10 % haben oder nicht haben


tja  das ist bei mir so  !

Gruß
leo
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silvius101:

Hallo zusammen,

 
09.06.04 11:40
bin auf Spütz erst Anfang April aufmeksam geworden und habe mir eine kleine Pos. zugelegt. Habe den Dividendenabschlag ruhig ausgesessen, obwohl er aus meiner Sicht arg heftig ausfiel. Der Boden scheint mir aber mit 4,70 erreicht worden zu sein. Werde nochmal nachkaufen. Habt ihr eine Prognose wo der Kurs bis Jahresende stehen wird, gehe von knapp unter 10 aus.
Antworten
noreturn:

@silvius101

 
09.06.04 18:28
Irgendetwas zwischen 9 und 10 Euro ist auch meine Prognose. Der Spütz-Kurs war immer relativ konstant bei 9 Euro, bis Anfang März die Nachricht mit der Twister-Beteiligung und der hohen Dividende kam. Der Kurs ging hoch bis 13,55 Euro und dann (nach der Hauptversammlung) runter bis 4,70 Euro, sollte sich auf mittelfristige Sicht aber wieder bei etwa 9 Euro einpendeln. Wenn es mit dem Twister-Börsengang super läuft, geht es vielleicht sogar noch höher rauf.
Antworten
rapido:

wieder 4,71- sollte man einsteigen?! o. T.

 
15.07.04 02:26
Antworten
rapido:

auf Jahrestief 3,95 o. T.

 
10.08.04 08:26
Antworten
rapido:

Mi 3,55 Do 4,00 -wird sich da einpegeln o. T.

 
13.08.04 01:18
Antworten
silvius101:

heute in Frankfurt + 8%, gibt es Neuigkeiten? o. T.

 
28.10.04 16:10
Antworten
silvius101:

da sind sie ja - die Neuigkeiten

 
11.11.04 10:54
DGAP-Ad hoc: Spütz AG  
10.11.2004 18:11:00

Spütz AG: Verkauf Aktienpaket / Rücktritt von Aufsichtsratsmitgliedern

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
--------------------------------------------------

Verkauf Aktienpaket / Rücktritt von Aufsichtsratsmitgliedern

Am 10. November 2004 wurde der Vorstand der Spütz Aktiengesellschaft darüber
informiert, dass die NewMedia SPARK Holding GmbH, Berlin am 09. November 2004
eine Beteiligung an der Spütz Aktiengesellschaft in Höhe von rund 23,64 % an
die FM Fund Management Limited, George Town, Grand Cayman, Cayman Islands,
veräußert hat und nunmehr noch mit rund 14,19 % an der Spütz
Aktiengesellschaft beteiligt ist.

Die Aufsichtsratsmitglieder Andrew Carruthers, Tom Sackville und Charles
Berry haben ihre Aufsichtsratsmandate niedergelegt.

Die Spütz Aktiengesellschaft verbindet mit der Beteiligung der FM Fund
Management Limited eine weitere Unterstützung ihrer Geschäftspolitik in
Richtung Private Equity und verwandte Geschäftsbereiche.

Berlin, 10. November 2004

Spütz Aktiengesellschaft
Der Vorstand

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch oder per Mail zur
Verfügung.

Spütz AG
(WKN: 724144, ISIN DE 0007241440)
Frankfurter Wertpapierbörse, amtlich geregelter Markt
Friedrichstrasse 76
10117 Berlin
Tel.: 0 30 - 2094 7200
Fax: 0 30 - 2094 7201
Ansprechpartner: Birgit Ebnet
E-Mail: investor@spuetz.de
Internet: www.spuetz.de

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 10.11.2004
---------------------------------------------

vermag das ganze noch nicht komplett einzuordnen, aber andere können's wohl; heute wieder mit 4,5 % im Plus (Frankfurt) aktueller Kurs: 5,10
Greetz


Antworten
jungchen:

ob das aber so toll ist

 
11.11.04 12:26
wenn der werte florian homm seine finger mit im spiel hat? sorgt doch meistens fuer unruhe..
Antworten
Pichel:

Homm meint Spütz wäre um die Hälfte zu billig

 
11.11.04 12:33
Gruß Pichel SPUETZ (724144): Plus 50%- warum? 1704671
Antworten
silvius101:

grübel ...

 
11.11.04 14:07
habe mich zu Herrn Homm mal grob informiert
@jungchen: sehe das auch mit einer guten Portion Skepsis
@Pichel: Wo ist diese Info her?; kann ja viel bedeuten diese Aussage, kommt halt auf den Zusammenhang an in welchem sie gemacht wurde.

... Könnte mal ein neuer Tread fällig werden (von wegen der Treadbezeichnung), vielleicht "Quo vadis Spütz?"
Greetz
Antworten
Pichel:

heutiger Artikel in der FTD S. 17

 
11.11.04 14:11
wart mal sehn obs das online gibt...


Gruß Pichel SPUETZ (724144): Plus 50%- warum? 1704822
Antworten
Pichel:

hier

 
11.11.04 14:20
Homm steigt bei Spütz ein
Der umstrittene Finanzinvestor Florian
Homm ist bei der Berliner Beteiligungsgesellschaft
Spütz eingestiegen. Homms
auf den Cayman Islands ansässige Hedge-
Fonds-Gesellschaft FM Fund
Management kaufte am Dienstag 23,6
Prozent der Anteile vom Spütz-Großaktionär
Newmedia Spark, der nun noch
14,2 Prozent hält. Homm ist vor allem
durch seine Beteilung an Deutschlands
einzigem börsennotierten Fußballverein
Borussia Dortmund (BVB) bekannt
geworden. Anschließend hatte BVB-Präsident
Gerhard Niebaum seinen Rücktritt
angekündigt. Spütz-Vorstand Alexander
Eichner sagte der Financial
Times Deutschland , der Einstieg
Homms sei nicht feindlich, sondern „intensiv
besprochen“. Er bezeichnet Homm als "eigenwilligen Partner mit unbestrittenen analytischen Qualitäten". Es sei nicht geplant, das Homm in Vorstand oder Aufsichtsrat einziehe. Das bestätigte Homm der FTD. Seinen Einstieg begründete er damit, dass die Spütz-Aktie an der Börse "ungefähr 45% unter innerem Wert gehandelt" werde.
FTD


Gruß Pichel SPUETZ (724144): Plus 50%- warum? 1704841
Antworten
silvius101:

@Pichel: Danke o. T.

 
11.11.04 14:37
Antworten
kiiwii:

Die Bekanntheit des Herrn Homm

 
11.11.04 14:43
reicht um einiges über den BVB hinaus.
Man denke mal an VMR...
oder an PGAM...
oder an TRIUS AG i.L. ...

oder früher, wo war er da nochmal ... ?  
Antworten
kiiwii:

Noch ein paar Infos zu F. Homm

 
11.11.04 15:06
Finanzmärkte

Leerverkäufe sind kein Teufelszeug
Von Hanno Beck/FAZ


16. September 2004 Immer wenn die Kurse sich anders bewegen als erhofft oder gewünscht, wird nach Schuldigen gesucht. Und da der Mensch nun einmal gerne die Schuld am wenigsten bei sich sucht, ist man mit der Schuldzuweisung an Dritte rasch bei der Hand.


In den vergangenen Wochen waren es wieder einmal die Hedge-Fonds, die als Spielverderber herhalten mußten: Ob der Aktienkurs des Touristikunternehmens Tui fällt oder der Ölpreis steigt - stets war man rasch bei der Hand, die geheimnisumwitterten, weil zumeist unverstandenen Investmentvehikel als Schuldige auszumachen. Daß sich hinter dem Begriff Hedge-Fonds rund 7000 verschiedene, hinsichtlich ihrer Größe und Strategie extrem heterogene Vermögensverwaltungen verbergen, so daß eine eindeutige Schuldzuweisung an einzelne Adressaten nicht möglich ist, macht diese Klasse der Investmentprodukte nur noch attraktiver als Sündenbock, denn solange man nicht Roß und Reiter nennen muß, werden sich diese auch nicht zur Wehr setzen.

Unternehmen klagen über „Finanzakrobaten” ...

Nicht nur Tui-Chef Michael Frenzel begründete den Kursverlust seiner Aktie mit den Aktivitäten von Hedge-Fonds, auch Unternehmen wie Sixt, WCM oder auch MLP beklagen die Machenschaften der Finanzakrobaten. "Hedge-Fonds haben jedenfalls Tausenden von Anlegern einen immensen Schaden zugefügt", beklagte MLP-Gründer Manfred Lautenschläger den Kursverlust seiner Aktie. "Leerverkäufe können in unruhigen Märkten zu einem generellen Kollaps der Preise führen", sagte sogar Bundesfinanzminister Hans Eichel vor zwei Jahren in der "Financial Times".

Der Vorwurf ist stets der gleiche:

Hedge-Fonds, so die Anklage, suchen sich ein Unternehmen aus, um den Kurs der Aktie dann mit gezielten Leerverkäufen in den Keller zu schicken.

Grundsätzlich funktioniert das in etwa wie folgt:

Zunächst analysieren die Hedge-Fonds, welche Aktie in den kommenden Monaten stark an Wert verlieren könnte - sei es, weil das Unternehmen operative Probleme hat, seine Aktie aus einem Index zu fallen droht oder aber das Papier schlichtweg überbewertet ist.

Dann leiht man sich die Aktien des betreffenden Unternehmens von anderen Investoren - pikanterweise auch von Fonds, die sich auf diesem Weg ein wenig ihre Rendite aufbessern, da sie für die Wertpapierleihe ja eine Gebühr verlangen - und verkauft die geliehenen Titel weiter.

Der Verkauf der Aktien drückt in der Tendenz deren Kurs - und wenn es tatsächlich so kommt, kauft der Hedge-Fonds die Aktien, die er zuvor geliehen und verkauft hat, zu einem günstigeren Kurs wieder zurück.

Die Differenz zwischen dem Verkaufs- und dem Rückkaufskurs abzüglich der Leihgebühren verbleibt dem Fonds als Gewinn.

... dabei sind die manchmal bei den Managern zu finden

Diese Praxis nahm Frenzel zum Anlaß, jetzt eine Meldepflicht für die Leerverkäufe von Hedge-Fonds zu fordern. Einmal abgesehen davon, daß eine solche Meldepflicht technisch und administrativ schwer zu handhaben wäre, lohnt auch die Frage, wie verwerflich denn die Praxis des Leerverkaufs wirklich ist. "Kleinanleger können die Kursbewegungen nicht mehr nachvollziehen", klagt Frenzel an. "Kleinanleger konnten auch die hohen Bewertungen der Jahre 1999 und 2000 und das Platzen der Technologieblase nicht nachvollziehen. Vielleicht wäre es gar nicht zu so utopisch hohen Bewertungen gekommen, wenn Hedge-Fonds hier mehr Einfluß hätten nehmen können", hält man diesem Argument beim Bundesverband Alternative Investments (BAI) lakonisch entgegen.

Unbestritten können an Börsen Herdentriebe entstehen, welche die Kurse in die eine oder andere Richtung treiben und dabei auch übertreiben - und auch Hedge-Fonds sind an solchen Prozessen beteiligt. Aber gerade Leerverkäufe können ein wirksames Korrektiv gegen solche Übertreibungen sein: Jenseits der Herde werden sich immer mutige Investoren finden, die gegen einen solchen Trend halten und die betreffenden Aktien leerverkaufen - das sorgt dann dafür, daß sich die Kurse nicht komplett von den Realitäten entfernen können. "Leerverkäufe wirken auch als Marktkorrektiv, um den Aktienkurs wieder dem fairen Wert anzunähern. Aus ökonomischer Sicht tragen Hedge-Fonds zur Steigerung der Preiseffizienz bei", heißt es beim BAI.

Meldepflicht könnte kontraproduktiv wirken

Im Gegenteil könnte eine Meldepflicht für Leerverkäufe unter Umständen sogar zu heftigeren Kursausschlägen führen, nämlich dann, wenn ein großer Investor eine größere Leerverkaufsposition melden muß und andere Marktteilnehmer dessen Strategie kopieren. Ein koordiniertes Vorgehen von Hedge-Fonds gegen einzelne Unternehmen - wie es die Kritiker der Leerverkäufe implizit gerne unterstellen - würde durch eine publizitätswirksame Meldepflicht erst richtig möglich. Die positive Seite an Leerverkäufen wird nur selten gesehen - sie sorgen für Liquidität in einer Aktie und damit auch für eine effizientere Kursbildung. Und da die Fonds die geliehenen und verkauften Aktien auch irgendwann wieder zurückkaufen und zurückgeben müssen, kann der Kurs dieser Aktien auch nicht ins Bodenlose fallen.

Zudem verkennen die meisten Kritiker, daß sich kein Hedge-Fonds ohne Not ins Risiko begibt, will heißen: Die Opfer der Spekulation werden sorgfältig ausgesucht.

Keines der zuletzt betroffenen Unternehmen wurde jedenfalls ganz ohne Anlaß Opfer solcher Spekulationen:

TUI hatte Probleme mit dem Börsengang der Tochtergesellschaft Hapag-Lloyd und mit der drohenden Herausnahme aus dem Index, ferner mit Schwierigkeiten im operativen Geschäft;

WCM hatte sich mit Commerzbank-Aktien verspekuliert, zudem gab es Gerüchte über Liquiditätsschwierigkeiten;

MLP wurde Bilanzfälschung vorgeworfen. Das prominenteste Opfer gezielter Hedge-Fonds-Operationen war wohl die Bank von England, die Anfang der neunziger Jahre im europäischen Währungssystem versuchte, einen völlig überbewerteten Wechselkurs des britischen Pfund aufrechtzuerhalten. Der Spekulant George Soros verdiente mit einer Spekulation gegen das Pfund angeblich eine Milliarde Dollar.


Märkte reagieren auf Fehlentwicklungen - ob mit oder ohne Hedge-Fonds

Somit reduziert sich die Frage nach dem Schuldigen:

Unbestritten spekulieren Hedge-Fonds gegen Aktien oder Währungen, aber sie suchen sich dabei nur solche "Opfer" heraus, bei denen berechtigter Anlaß zur Vermutung besteht, daß die Spekulation aufgehen kann.

So gesehen wirken Hedge-Fonds wie Katalysatoren, sie forcieren eine ohnehin zu erwartende Entwicklung. Möglicherweise tragen sie damit auch dazu bei, daß diese Entwicklung schneller und auch etwas heftiger ausfällt, aber die Hauptschuld sollte man bei ihnen nicht suchen. Ein gesundes Unternehmen mit fair bewerteter Aktie oder eine solide Währung werden kaum Angriffspunkte für Spekulanten, weil es hier nichts zu spekulieren gibt.


Aber keine Frage - unter den Hedge-Fonds-Managern sind auch schwarze Schafe.
Das prominenteste Beispiel, das die Deutschen kennen, ist der Spekulant Florian Homm, der durch kritische Studien seiner Firma United Zurich Finance zu WCM, MLP und Sixt bekannt geworden ist.

Homms Vorgehensweise war recht einfach: kritische Studien schreiben und am Kursverfall der Aktie verdienen. Nun darf natürlich jedermann sich kritisch über Aktien äußern, die Frage ist nur, wie haltbar die Anschuldigungen sind und ob hier nicht jemand mit gefälschten oder verzerrten Informationen absichtlich den Kurs der Aktie manipulieren will.

Ist dem so, so schreitet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein, und genau das hat sie im Fall Homm getan:

Sie hat das Verfahren wegen Kursmanipulation mit Aktien der Sixt AG abgeschlossen und ein Bußgeld gegen Homm verhängt.


Text: hbe., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2004, Nr. 217 / Seite 25
Antworten
rapido:

Strong sell! Spütz TH 7,35 +86% seit JT,wird

 
16.12.04 23:06
die Aktie nach oben spekuliert?
Also aussteigen,solange Gewinne noch realisierbar sind.
rapido
Antworten
rapido:

SK 6,00 -11,8% o. T.

 
17.12.04 19:51
Antworten
Männe:

kann hier jemand sagen, warum der Kurs die letzten

 
02.05.06 13:27
Tage so angezogen hat?
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