»Spiegel«: Verdacht auf Steuerbetrug bei Clearstre


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»Spiegel«: Verdacht auf Steuerbetrug bei Clearstre

 
19.05.01 14:00
»Spiegel«: Verdacht auf Steuerbetrug bei Clearstream

Bei dem Abrechnungs- und Clearingunternehmen Clearstream besteht einem Magazinbericht zufolge nun auch der Verdacht auf Steuerbetrug. Wie das Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« am Samstag vorab berichtete, ermitteln die Luxemburger Justizbehörden gegen die Tochtergesellschaft der Deutsche Börse AG nicht nur wegen Geldwäsche. »Daneben wird abgeklärt, ob im Zusammenhang mit Gehaltszahlungen und Beiträgen an Pensionskassen Steuerbetrug stattgefunden hat«, zitiert das Magazin den Interimsgeschäftsführer von Clearstream, Andre Roelants.

Interne Papiere deuteten darauf hin, dass die fraglichen Zahlungen über Firmen nach Jersey geflossen sein könnten, hieß es weiter. Staatsanwalt Carlos Zeyen spreche von »eventuellen Manipulationen von Eigenkonten«, berichtete das Magazin. Erst am Mittwoch hatte der Vorstandschef von Clearstream, Andre Lussi, sein Amt vorübergehend niedergelegt. Das Unternehmen hatte diesen Schritt mit den laufenden Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Verdacht der Geldwäsche begründet. Zum vorübergehenden Vorstandsvorsitzenden war das Clearstream- Vorstandsmitglied Andre Roelants ernannt worden.
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