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Meldung des Tages: Goldaktie mit Nachholpotenzial: Über 2 Mio. Unzen Gold – und trotzdem erst 59 Mio. USD Börsenwert?

Spekulationssteuer: Wieviel Prozent vom Gewinn


Beiträge: 52
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Dostojewski:

Spekulationssteuer: Wieviel Prozent vom Gewinn

 
16.10.02 09:08
muß man dann eigentlich abgeben.
Abgesehen davon ist das die größte Sauerrei für Aktiengewinne Steuern zu verlangen.
Und sowas in der derzeitigen Börsenphase zu beschließen zeugt von allergrößtem Schwachsinn. Das ist jedenfalls meine Meinung.
Um Arbeitsplätze zu schaffen ist dass jedenfalls nicht der richtige Weg.
Antworten
BeMi:

Wohl bei der ESt-Erklärung

 
16.10.02 09:13
Da wird es auf Dein bisheriges Einkommen drauf-
geschlagen. Hier greift dann der hohe Spitzensteuersatz.
Anders ist es praktisch nicht machbar.
Antworten
Apfelbaumpfla.:

Und Verluste werden abgezogen?

 
16.10.02 09:15
In welcher Frist? Jahresgenau?

Grüße

Apfelbaumpflanzer
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Rexini:

dann kann ich wenigstens

 
16.10.02 09:15
guten gewissens meine aktien verkaufen wenn der kurs es zuläßt und nicht die frist.   :-)
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BeMi:

Wäre steuerrechtlich die Konsequenz, aber sicher

 
16.10.02 09:18
wird eine Hintertür eingebaut.
"Kein Verlustabzug möglich."
Sonst gäbe es ja keine zusätzliche Knete.
Antworten
Apfelbaumpfla.:

wäre auch nicht so einfach

 
16.10.02 09:24
Wann würde der Verlust entstehen? Beim Verkauf?

Da könnte ich ja jede Menge Einkommenssteur sparen, wenn ich bei einem hohen Spitzensteuersatz meine (wenigen) Müllaktien mit 90% Verlust verkaufe.

Das wäre aus meiner jetztigen Sicht ein echtes Steuersparmodell.

Es kann ja wohl nicht angehen, dass Verluste und Gewinne gesondert behandelt werden, oder?


Na mal sehen.


Grüße

Apfelbaumpflanzer
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Dixie:

Steuerpflicht wird RUECKWIRKEND eingeführt!

 
16.10.02 09:33
Neue Steuer schadet Aktienkultur


Die Koalition hat Details zur geplanten unbegrenzten Steuerpflicht für Kursgewinne genannt. Anlegerschützer fürchten Schäden für die Aktienkultur. Der Plan widerspreche dem Ziel der Riester-Rente, das Wertpapiersparen fürs Alter zu fördern. Aktien würden gegenüber Lebensversicherungen und selbst genutzten Immobilien benachteiligt.


HANDELSBLATT, 16.10.2002

nac/uhl/tmo DÜSSELDORF/BERLIN/ FRANKFURT/M. Anlegervertreter und Finanzexperten haben die Pläne für eine unbefristete Spekulationssteuer kritisiert. „Wie kann man zuerst mit der Riester-Rente versuchen, die Leute zur eigenständigen Altersvorsorge über Wertpapiere zu erziehen, und sie dann mit einer solchen Steuer bestrafen?“ fragte Ulrich Hocker, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Die Pläne seien ein harter Schlag für die ohnehin fragile deutsche Aktienkultur, der zudem zum ungünstigsten Zeitpunkt komme. „Das Vertrauen der Anleger ist auf dem Tiefpunkt.“ Ähnlich äußerten sich der Bundesverband deutscher Banken und das Deutsche Aktieninstitut.

Chefvolkswirt Ulrich Berz von Union Investment, dem drittgrößten deutschen Fondshaus, rechnet mit Ausnahmeregeln für fondsgebundene Riester-Produkte. „Sonst kann man das Riester-Projekt gleich streichen.“ Noch ist unklar, ob für Investmentfonds – wie bislang – Ausnahmen gelten. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte gestern, solche Einzelheiten würden bis zur Kabinettsentscheidung geklärt. Diese erfolgt voraussichtlich am 20. November.

Die generelle Steuerpflicht für Wertpapierverkäufe soll rückwirkend eingeführt werden. Das stellte gestern die parlamentarische Staatssekretärin Barbara Hendricks (SPD) klar. Wer zum Beispiel vor 30 Jahren Aktien gekauft habe und diese nach Inkraften der Neuregelung verkaufe, müsse den Veräußerungsgewinn mit seinem individuellen Steuersatz voll versteuern. Hocker hält diese Rückwirkung für verfassungsrechtlich bedenklich. Man müsse abwarten, wie über diese Problematik bei der Steuerpflicht für so genannte „wesentliche Beteiligungen“ entschieden werde. Bislang waren Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mindestens zwölf Monate lagen. Laut Hendricks sollen die Banken künftig wie bei Kapitalerträgen über jeden Wertpapierverkauf ihrer Kunden Kontrollmitteilungen ans Finanzamt schicken. Verluste aus Wertpapiergeschäften könnten verrechnet werden – aber nur mit realisierten Kursgewinnen, nicht etwa mit anderen Einkunftsarten wie Arbeitseinkommen oder Mieteinnahmen.

Union-Chefvolkswirt Berz bemängelt die ungleiche Besteuerung von Aktienanlage und anderen Formen der Altersvorsorge. „Gewinne aus Lebensversicherungen und selbst genutzten Immobilien bleiben steuerfrei, Aktien sind dadurch benachteiligt.“ Für nicht selbst genutzte Immobilien will Rot-Grün dagegen wie bei Aktien eine unbefristete Steuerpflicht einführen. Großer Gewinner ist nach bisherigem Stand die Lebensversicherung, deren Erträge weiterhin nach zwölf Jahren steuerfrei sind. Analyst Carsten Zielke (WestLB) bezeichnete die Steuerpläne als „gute Nachricht für Lebensversicherer“, die denn auch zu den Tagesgewinnern an der Börse zählten. Indirekt profitieren auch so genannte Finanzinnovationen. Das sind Anlageprodukte mit Kapitalgarantie, deren Besteuerung künftig mit Aktienprodukten gleichgestellt wird.

Der deutsche Aktienmarkt insgesamt dürfte indes unter den Regierungsplänen leiden, schätzt Deutsche- Bank-Experte Bernd Meyer: „Die höhere Steuerlast könnte zu einer niedrigeren Bewertung führen.“


HANDELSBLATT, Mittwoch, 16. Oktober 2002, 06:02 Uhr

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BeMi:

Die sind nicht klar in der Birne

 
16.10.02 09:38
Wenn mein Depot vom Herbst 1972 ist
.....
und ich verkaufe loool
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Dostojewski:

Genau das meine ich,

 
16.10.02 09:40
einerseits soll ich selbst für meine Rente sorgen, andererseits werd ich mit der Spekulationssteuer bestraft. Das íst die allergrößte Sauerei und wenn ich mit einem der sauberen Politiker darüber reden könnte, ich würde ihm  alle Schande sagen.
Ich denke, gerade Leute die sich überlegt haben ob sie an der Börse einsteigen sollen, lassen jetzt die Finger davon.
Antworten
pusherman:

Warum war ich am Wahlabend wohl so fertig wie

 
16.10.02 09:43
schon lange nicht mehr. Ich hab es einfach geahnt dass es speziell für uns Börsianer zumindest nicht einfacher wird.
Macht nur weiter so Ihr in Berlin!
So wird aus Deutschland nie ein Land mit Aktienkultur!

Pusherman, der ohnehin die Amis als Vorbild hat
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BeMi:

Der Hammer

 
16.10.02 09:45
                     Spekulationssteuer: Wieviel Prozent vom Gewinn 818201
Antworten
bernstein:

nun macht euch mal nicht zu heiß..

 
16.10.02 09:47
entweder die kommen wieder zu verstand und machen einen rückzieher oder
der bundesrat schmettert diesen blödsinn ab.
Antworten
sbroker:

ich sag nur "rot-grün"....

 
16.10.02 09:47
die wollen sparen... und da die meisten leute sowas wie börse nicht im sinn haben.. klingt das für die nach ordentlicher geldbeschaffungsstrategie! sie denken durch das geld wird wirtschaft angekurbelt.. aber soweit denken die garnicht... denn sie wird ausgebeutelt!

so.. das mal von mir dazu!
sbroker
Antworten
Bankerslast:

@pusherman

 
16.10.02 09:47
Deutschland Aktienkultur?
Sei froh wenn wir nicht zum Entwicklungsland werden. Wir sind auf dem besten Wege dazu.

Gruß Bankerslast
Antworten
BeMi:

Alles klar?

 
16.10.02 09:48
                      Spekulationssteuer: Wieviel Prozent vom Gewinn 818205
Antworten
Dixie:

Kontrollmitteilungen über jeden WP-Verkauf

 
16.10.02 09:49
müssen die Banken demnächst ans Finanzamt schicken. Was für eine zusätzliche Bürokratie. Wieviele zusätzliche Beamte werden für Bearbeitung, Kontrolle, Einsprüche, Abwicklung etc. da wieder gebraucht? :-(
Antworten
Wikinger:

online broker im

 
16.10.02 09:50
Antworten
sbroker:

wikinger... du alter fuchs du! *g* o.T.

 
16.10.02 09:51
Antworten
Dixie:

verfassungswidrig? o.T.

 
16.10.02 09:52
Antworten
Wikinger:

danke @ sbroker??

 
16.10.02 09:54
Antworten
Willi1:

Als nächstes werden

 
16.10.02 09:57
rückwirkend die Diäten erhöht!
Antworten
n1608:

Rot-Grün der Weg in den Überwachungsstaat!

 
16.10.02 09:57
die diskussion um die kontrollmitteilungen erinnern  mich an den klassischen überwachungsstaat. unser bankgeheimnis war bisher eh nicht besonders ausgeprägt aber die absichten von Rot-Grün schlagen dem Faß den boden aus.

warum sollten demnächst nicht ärzte jeden neurodermitis-fall dem gesundheitsamt melden?

Rechtsanwälte könnten ihre schweigepflicht brechen, um zu einer besseren aufklärung beizutragen!

usw.

Das die Grünen, die sich immer als Bürgerrechtspartei verkauft haben, so einen schwachsinn mitmachen hätte ich nicht für möglich gehalten. Das einzig positive ist, dass die ganzen linken dummschwätzer hier am board jetzt wohl etwas ruhiger werden dürften. Wer von denen seine wahl allerdings immer noich nicht bereut, dem ist nicht zu helfen.

Gruß n1608
Antworten
Dixie:

Spekulieren für Eichel

 
16.10.02 10:00
Spekulieren für Eichel


Spekulationsgewinne aus Wertpapiergeschäften sind künftig grundsätzlich steuerpflichtig – unabhängig davon, wie lange die Papiere im Depot gelegen haben. Die Regelung soll sogar rückwirkend gelten. Gerade wer langfristig in Aktien investiert hat, etwa für die Altersvorsorge, ist davon betroffen.

Ein Fallbeispiel:

Wer Ende 1975 1 000 Siemens-Aktien zum - bereinigten – Stückpreis von umgerechnet 8,97 Euro kaufte, gab dafür 8970 Euro aus. Heute würde er pro Aktie gut 39 Euro bekommen, also insgesamt 39 000 Euro, der Spekulationsgewinn läge bei 30 030 Euro. Bei einem persönlichen Einkommen-

steuersatz von 35 % müsste der Steuerpflichtige 10 510 Euro an das Finanzamt überweisen.

Verfassungsrechtlich ist es fraglich, ob eine gesetzliche Regelung überhaupt rückwirkend geltend darf. Möglicherweise genießen die Anleger Vertrauensschutz – eine Regelung, die die Gerichte beschäftigen wird. HB


HANDELSBLATT, Mittwoch, 16. Oktober 2002, 06:02 Uhr

Antworten
blindfish:

genau so ist es, n1608...

 
16.10.02 10:01
 
Antworten
Apfelbaumpfla.:

Ich glaub'...

 
16.10.02 10:04
das wird rein verfassungstechnisch ein Schuss in den Ofen, abgesehen davon, ob das überhaupt durchgeht.


Grüße

Apfelbaumpflanzer
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