SPD will geplante Insider-Regeln lockern!Zu hart!?

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SPD will geplante Insider-Regeln lockern!Zu hart!? Puffy77
Puffy77:

SPD will geplante Insider-Regeln lockern!Zu hart!?

 
28.02.02 16:27
#1
Die SPD-Fraktion hat angekündigt, die geplanten Meldepflichten für Aktiengeschäfte von Vorständen und Aufsichtsratsmitgliedern zu lockern.
   "Wir halten es für notwendig, die so genannten Director's Dealings mit einer Bagatellgrenze auszustatten", sagte die Finanzexpertin der SPD-Fraktion, Nina Hauer, Reuters am Donnerstag in Berlin. Es komme im Kampf gegen den Insiderhandel darauf an, möglichst klug nachzuvollziehen, wer ein Insider-Interesse habe. "Wir sollten  aber aufpassen, nicht zu viele Informationen im Bereich des Insider-Handels zu sammeln - sonst sehen wir nachher den Wald vor lauter Bäumen nicht."
   Im Entwurf zum Vierten Finanzmarktförderungsgesetz ist erstmals eine Kontrolle der so genannten    Director's Dealings vorgesehen. Nach dem Gesetzentwurf müssen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder künftig unverzüglich die Märkte informieren, wenn sie eigene Aktien ge- oder verkauft haben. Das gilt auch für Lebenspartner oder Kinder. Die SPD     folgt damit Einsprüchen von verschiedenen Experten und Verbänden, die für eine Mindestschwelle plädiert hatten, um eine übergroße Datenflut zu vermeiden. Der Erlanger Finanzwissenschaftler Wolfgang Gerke etwa hatte eine Bagatellgrenze für             Transaktionen von 250.000 Euro innerhalb von sechs Monaten vorgeschlagen.
   Hauer sagte, eine Entscheidung über die Höhe der Bagatellfälle sei in der SPD-Fraktion noch nicht gefallen. "Wir sind aber schon der Meinung, dass man das Volumen für den   Monat angeben muss, um der Kurzfristigkeit von Finanzmarktgeschäften Rechnung zu tragen."

Die SPD wolle zudem einen weiteren Ausbau des Verbraucherschutzes erreichen, sagte Hauer. Dazu zähle etwa, dass auch Kaufleute über das Risiko eines           Termingeschäfts informiert werden müssten. Die bisherige Regel nehme diese Berufsgruppe aus. "Bislang gilt die Gesetzesvorschrift nur für Privatpersonen aber nicht für Kaufleute. Wir wollen diesen Begriff auf alle Verbraucher erweitern." Es gehe      jedoch nicht darum, professionelle Händler oder die Finanzintermediäre zu informieren. Nach Hauers Worten will die SPD-Fraktion zudem erreichen, dem Präsenzhandel auch künftig Vorrang im Handel zu verschaffen, wenn der Auftraggeber dies wünsche. "Wer den Auftrag erteilt, sollte sich auch aussuchen dürfen, über welchen Weg der Auftrag laufen sollte."
   Die rund 2900 Banken und Kreditinstitute können nach Hauers Worten jedoch nicht mit Erleichterungen bei der Errichtung von Datenbanken zur       Abfrage von Konteninformationen rechnen. "Eine Bank mit soliden Information darüber, wer ihre Kunden sind, hat dieses Problem auch nicht." Schon nach geltenden Gesetzen müssten diese Informationen bei den Banken vorhanden sein. "Deshalb hält sich mein Mitleid mit den Banken da in Grenzen." Nach Angaben des Zentralen Kreditausschusses kostet die Einrichtung der zur Terrorbekämpfung notwendigen Datenbanken jedes Institut zwischen fünf und 25 Millionen Euro.
SPD will geplante Insider-Regeln lockern!Zu hart!? Puffy77

ach ja, quelle: reuters o.T.

 
#2


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