Sparen am falschen Ende


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vega2000:

Sparen am falschen Ende

 
22.04.02 16:36

Alle Unternehmen wollen sparen und gleichzeitig effizienter werden. Doch Theorie und Praxis klaffen weit auseinander. Die meisten Firmen sparen am falschen Ende - oft wider besseren Wissens, wie eine Studie zeigt.


FRANKFURT AM MAIN. Die Sparmaßnahmen der meisten Firmen sind unüberlegt und dienen vor allem der kurzfristigen Beschwichtigung der Analysten und Aktionäre. Nach zwei bis drei Jahren befinden sich die Kosten wieder auf dem alten Niveau. Das ist das Ergebnis einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Price Waterhouse Coopers (PWC).

Bei den wenigsten Unternehmen gebe es langfristige Einsparungsstrategien, so Price Waterhouse Coopers. Deshalb habe sich nach nur zwei bis drei Jahren in der Regel ein großer Teil des eingesparten Kostenblocks wieder aufgebaut.

Für die Studie „Strange days - Are businesses equipped to catch opportunity in an unpredictable world?” wurden fast 600 Finanzvorstände und weitere Führungskräfte aus zehn Ländern befragt.

Eine langfristige Strategie zur Kostensenkung habe zwar für den größten Teil der Führungskräfte höchste Priorität. „Allerdings schaffen es die wenigsten Unternehmen, diese Strategie auch intelligent und konsequent in die Praxis umzusetzen“, sagt Frank Brebeck, Mitglied des Vorstands von PWC.

Zwei Drittel der Unternehmen sparen auch nach eigenen Maßstäben am falschen Ende, so PWC. Auch in wirtschaftlich schwächeren Phasen sollten Unternehmen langfristige Investitionen zur Steigerung des Firmenwertes tätigen, meinen 88 Prozent aller befragten Manager. Trotzdem haben zwei Drittel der Unternehmen bereits Investitionen in Forschung und Entwicklung zurückgestellt oder ganz gestrichen.

Positive und negative Kosten

74 Prozent aller Befragten räumen ein, dass ihre Unternehmen trotz Kostenanalyse oft falsche Prioritäten setzen: Kürzungen werden in Bereichen durchgeführt, wo am schnellsten messbare Resultate sichtbar werden, und nicht dort, wo es langfristig am sinnvollsten wäre.

„Kosten allein sind nicht die Wurzel allen Übels“, meint Andreas Borcherding, Partner im Bereich Risikomanagement von Price Waterhouse Coopers. „Doch viele Unternehmen schaffen es nicht, zwischen positiven und negativen Kosten zu unterscheiden: Positive Kosten schaffen einen Mehrwert für das Unternehmen, schlechte nicht. Oftmals werden Entscheidungen zu Gunsten kurzfristiger Interessen gefällt, anstatt den langfristigen Unternehmenserfolg im Auge zu behalten.“

Quelle:Wiwo
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Schnorrer:

Schamanen und Medizinmänner in die Vorstands-

 
22.04.02 16:42
ebenen. Nachdem 50 Jahre die BWLer und Berater versagt haben, warum nicht?

Das nennt man lapidar einen Paradigmenwechsel.
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