Sonderregeln für die heutige Wall-Street-Eröffnung
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Heftige Kursausschläge und Liquiditätsengpässe sollen verhindert werden
Washington/New York - Die US-Börsenaufsicht SEC hat für die geplante Wiederaufnahme des Handels an den US-Börsen heute, Montag, Sonderregeln beschlossen, mit deren Hilfe Ängste der Marktteilnehmer vor heftigen Kursausschlägen und Liquiditätsengpässen gemildert werden sollen. Die SEC teilte mit, börsennotierten Unternehmen würden zeitweilig Aktienrückkäufe gestattet, ohne dass die sonst geltenden Beschränkungen bei den Volumina und bei den Zeitvorgaben gelten würden.
Zudem hätten Aktienrückkäufe nicht die sonst üblichen negativen Konsequenzen in der Bilanzierung, erklärte die SEC. Im Vorfeld der Mitteilung hatten bereits der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco Systems und das Finanzunternehmen H&R Block Inc angekündigt, sie planten den Rückkauf eigener Aktien. Die Wall Street wird den nach den Terroranschlägen vom Dienstag ausgesetzten Handel erst heute um 9.30 Uhr Ortszeit (15.30 MESZ) wieder aufnehmen. Dies ist die längste Handelsaussetzung an der New Yorker Börse seit 80 Jahren.
Die Wall Street liegt nur wenige Blocks vom Katastrophenzentrum um die eingestürzten Türme des WTC entfernt. Die Börsenaufsicht teilte weiter mit, Fondsgesellschaften könnten zudem auch verbundenen Parteien Kredite geben und von ihnen Gelder leihen. Auch seien die Vorschriften für Board-Sitzungen der Gesellschaften gelockert worden. Die SEC werde die Markteröffnung am Montag genau beobachten, hieß es weiter. An die Investoren gewandt, hieß es: "Die US-Märkte werden effektiv und fair funktionieren."
Die Eröffnung des US-Aktienmarkts und Spekulationen über eine aggressive außerplanmäßige Fed-Zinssenkung dürfte zum Wochenstart das Geschehen an den Finanzmärkten bestimmen. Viele Investoren schätzten die Wahrscheinlichkeit hoch ein, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen zum achten Mal in diesem Jahr senken wird, um die Wirtschaft anzukurbeln und den Märkten Vertrauen einzuflößen.
"Mutiges Signal"
"Die Fed muss ein mutiges psychologisches Signal setzen, sagte Richard Gilhooly von BNP Paribas in New York. Einige Analysten hielten sogar eine äußerst aggressive Zinssenkung für möglich. "Ich glaube, es wäre für die Fed am besten, direkt einen sehr aggressiven Schritt zu gehen - sagen wir 100 Basispunkte - und die Zinsen dort während der Erholungsphase zu belassen." Andere Analysten hielten 50 Basispunkte für wahrscheinlicher. (Reuters)
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Heftige Kursausschläge und Liquiditätsengpässe sollen verhindert werden
Washington/New York - Die US-Börsenaufsicht SEC hat für die geplante Wiederaufnahme des Handels an den US-Börsen heute, Montag, Sonderregeln beschlossen, mit deren Hilfe Ängste der Marktteilnehmer vor heftigen Kursausschlägen und Liquiditätsengpässen gemildert werden sollen. Die SEC teilte mit, börsennotierten Unternehmen würden zeitweilig Aktienrückkäufe gestattet, ohne dass die sonst geltenden Beschränkungen bei den Volumina und bei den Zeitvorgaben gelten würden.
Zudem hätten Aktienrückkäufe nicht die sonst üblichen negativen Konsequenzen in der Bilanzierung, erklärte die SEC. Im Vorfeld der Mitteilung hatten bereits der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco Systems und das Finanzunternehmen H&R Block Inc angekündigt, sie planten den Rückkauf eigener Aktien. Die Wall Street wird den nach den Terroranschlägen vom Dienstag ausgesetzten Handel erst heute um 9.30 Uhr Ortszeit (15.30 MESZ) wieder aufnehmen. Dies ist die längste Handelsaussetzung an der New Yorker Börse seit 80 Jahren.
Die Wall Street liegt nur wenige Blocks vom Katastrophenzentrum um die eingestürzten Türme des WTC entfernt. Die Börsenaufsicht teilte weiter mit, Fondsgesellschaften könnten zudem auch verbundenen Parteien Kredite geben und von ihnen Gelder leihen. Auch seien die Vorschriften für Board-Sitzungen der Gesellschaften gelockert worden. Die SEC werde die Markteröffnung am Montag genau beobachten, hieß es weiter. An die Investoren gewandt, hieß es: "Die US-Märkte werden effektiv und fair funktionieren."
Die Eröffnung des US-Aktienmarkts und Spekulationen über eine aggressive außerplanmäßige Fed-Zinssenkung dürfte zum Wochenstart das Geschehen an den Finanzmärkten bestimmen. Viele Investoren schätzten die Wahrscheinlichkeit hoch ein, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen zum achten Mal in diesem Jahr senken wird, um die Wirtschaft anzukurbeln und den Märkten Vertrauen einzuflößen.
"Mutiges Signal"
"Die Fed muss ein mutiges psychologisches Signal setzen, sagte Richard Gilhooly von BNP Paribas in New York. Einige Analysten hielten sogar eine äußerst aggressive Zinssenkung für möglich. "Ich glaube, es wäre für die Fed am besten, direkt einen sehr aggressiven Schritt zu gehen - sagen wir 100 Basispunkte - und die Zinsen dort während der Erholungsphase zu belassen." Andere Analysten hielten 50 Basispunkte für wahrscheinlicher. (Reuters)