Sonderprüfung wg möglicher Scheingeschäfte bei Advanced Medien
Oberhaching (vwd) - Der Vorstand der Advanced Medien AG, Oberhaching, hat eine Sonderprüfung über mögliche Scheingeschäfte in den Jahren 1999 und 2000 beschlossen. Dies sei wegen des aktuellen Prozessverlaufes gegen den Hauptschuldner der Advanced Medien, die Maxx Filmproduktions GmbH erforderlich, begründete der seit März 2001 amtierende Alleinvorstand Otto Dauer am Mittwoch die Maßnahme.
Adanced Medien klagt seit April 2001 in einem Zivilprozess auf 21 Mio DEM gegen die Maxx Filmproduktions GmbH, erklärte Dauer auf Nachfrage von vwd. Außerdem habe Advanced Medien einen Strafantrag gegen ihr Gründungsmitglied und ihren ehemaligen Aufsichtsrat Herbert Jovy gestellt. Dieser ist nach Angaben von Dauer seit rund drei Monaten Geschäftsführer bei Maxx Filmproduktions GmbH und war zuvor dessen Generalbevollmächtigter.
Das Gericht halte es für möglich, dass 1999 und 2000 Scheingeschäfte zwischen dem in dieser Zeit amtierenden Vorstand und der Maxx Filmproduktions GmbH unter Mitwirkung von Aufsichtsrat Jovy erfolgt seien. Nach Angaben von Dauer waren im damaligen Vorstand Christophe Montague, Veronika Morawetz und der Sohn von Herbert Jovy, Hanns-Arndt Jovy. Montague war früheren Angaben zufolge im März 2001 als Vorstandsvorsitzender abberufen worden und Hanns-Arndt Jovy hatte sich im Oktober 2000 zurückgezogen.
Der neue Vorstand habe in der Hauptversammlung 2001 eine vorbehaltlose Aufklärung über die Hintergründe für den Verlust des Medienunternehmens von 36,7 Mio EUR im Geschäftsjahr 2000 zugesichert. Hauptursachen seien eine Einzelwertberichtigung von 13,8 Mio EUR und nachträgliche Preisreduzierungen von 3,3 Mio EUR sowie Umsatzstornierungen von 11,2 Mio EUR gewesen. Alle Korrekturen hätten einen Abnehmer betroffen.
Sollte es sich tatsächlich um Scheingeschäfte gehandelt haben, wäre eine Änderung der Jahresabschlüsse 1999 und 2000 notwendig. Nach den Worten von Dauer sind saubere Abschlüsse der Vorjahre entscheidend wichtige Grundlagen für die Erstellung des Jahresabschlusses 2001 sowie für die Partnersuche des Unternehmens. Der Unternehmensabschluss 1999 ist Dauer zufolge wohl "zu gut" und der für 2000 "zu schlecht" gewesen.
Es könne nicht sein, dass es "steil bergan gehe, und dann das Unternehmen wie ein Stein runterfällt", sagte Dauer. Wegen des ungeklärten Sachstands habe Advanced Medien bei der Deutschen Börse AG, um Verlängerung der Vorlagefrist für den Jahresabschluss 2001 gebeten, erklärte Dauer.
Die für die betroffenen Geschäftsjahre mandatierten Wirtschaftsprüfer seien vom Vorstand über den Prozessverlauf und die Sonderprüfung informiert worden. Zusammen mit der erstmals zum Abschlussprüfer berufenen Kanzlei BDO Deutsche Warentreuhand AG, München, wolle der Vorstand eine lückenlose und konsequente Aufklärung. +++ Marion Brucker
vwd/13.3.2002/mbu/nas
www.vwd.de/cms/Dispatcher/...geid=399540&base=/news/neuermarkt
Oberhaching (vwd) - Der Vorstand der Advanced Medien AG, Oberhaching, hat eine Sonderprüfung über mögliche Scheingeschäfte in den Jahren 1999 und 2000 beschlossen. Dies sei wegen des aktuellen Prozessverlaufes gegen den Hauptschuldner der Advanced Medien, die Maxx Filmproduktions GmbH erforderlich, begründete der seit März 2001 amtierende Alleinvorstand Otto Dauer am Mittwoch die Maßnahme.
Adanced Medien klagt seit April 2001 in einem Zivilprozess auf 21 Mio DEM gegen die Maxx Filmproduktions GmbH, erklärte Dauer auf Nachfrage von vwd. Außerdem habe Advanced Medien einen Strafantrag gegen ihr Gründungsmitglied und ihren ehemaligen Aufsichtsrat Herbert Jovy gestellt. Dieser ist nach Angaben von Dauer seit rund drei Monaten Geschäftsführer bei Maxx Filmproduktions GmbH und war zuvor dessen Generalbevollmächtigter.
Das Gericht halte es für möglich, dass 1999 und 2000 Scheingeschäfte zwischen dem in dieser Zeit amtierenden Vorstand und der Maxx Filmproduktions GmbH unter Mitwirkung von Aufsichtsrat Jovy erfolgt seien. Nach Angaben von Dauer waren im damaligen Vorstand Christophe Montague, Veronika Morawetz und der Sohn von Herbert Jovy, Hanns-Arndt Jovy. Montague war früheren Angaben zufolge im März 2001 als Vorstandsvorsitzender abberufen worden und Hanns-Arndt Jovy hatte sich im Oktober 2000 zurückgezogen.
Der neue Vorstand habe in der Hauptversammlung 2001 eine vorbehaltlose Aufklärung über die Hintergründe für den Verlust des Medienunternehmens von 36,7 Mio EUR im Geschäftsjahr 2000 zugesichert. Hauptursachen seien eine Einzelwertberichtigung von 13,8 Mio EUR und nachträgliche Preisreduzierungen von 3,3 Mio EUR sowie Umsatzstornierungen von 11,2 Mio EUR gewesen. Alle Korrekturen hätten einen Abnehmer betroffen.
Sollte es sich tatsächlich um Scheingeschäfte gehandelt haben, wäre eine Änderung der Jahresabschlüsse 1999 und 2000 notwendig. Nach den Worten von Dauer sind saubere Abschlüsse der Vorjahre entscheidend wichtige Grundlagen für die Erstellung des Jahresabschlusses 2001 sowie für die Partnersuche des Unternehmens. Der Unternehmensabschluss 1999 ist Dauer zufolge wohl "zu gut" und der für 2000 "zu schlecht" gewesen.
Es könne nicht sein, dass es "steil bergan gehe, und dann das Unternehmen wie ein Stein runterfällt", sagte Dauer. Wegen des ungeklärten Sachstands habe Advanced Medien bei der Deutschen Börse AG, um Verlängerung der Vorlagefrist für den Jahresabschluss 2001 gebeten, erklärte Dauer.
Die für die betroffenen Geschäftsjahre mandatierten Wirtschaftsprüfer seien vom Vorstand über den Prozessverlauf und die Sonderprüfung informiert worden. Zusammen mit der erstmals zum Abschlussprüfer berufenen Kanzlei BDO Deutsche Warentreuhand AG, München, wolle der Vorstand eine lückenlose und konsequente Aufklärung. +++ Marion Brucker
vwd/13.3.2002/mbu/nas
www.vwd.de/cms/Dispatcher/...geid=399540&base=/news/neuermarkt