Solidarität mit der IG Bau


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ruhrpottzocker:

Solidarität mit der IG Bau

 
07.06.02 10:11
Demo hier im Pott !!

Gerade spielen sie "Brüder zur Sonne, zur Freiheit".

Vergesst nie: Ohne starke Gewerkschaften läuft in der Wirtschaft nichts ! Auch die Schwächung der Gewerkschaften trug mit zur Krise bei.
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Guido:

Hallo RPZ - irgendwie kommt mir das aber

 
07.06.02 10:35
spanisch vor - dem Bau geht es so schlecht wie nie - und jetzt streiken die auch noch - nicht das ich den Malochern keine Lohnerhöhung gönne - aber dann kriegen wir ja noch mehr Polen, Spanier, Portugiesen....... aufm Bau  
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ruhrpottzocker:

Eben deshalb muss ein Zeichen gesetzt werden ! o.T.

 
07.06.02 10:36
Antworten
Guido:

Und wenn es ein falsches ist?? o.T.

 
07.06.02 10:37
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Dancer:

Seit wann schaffen Gewerkschaften Arbeitsplätze?

 
07.06.02 10:39
Das sie welche vernichten können, weiß aber jeder.
Antworten
ruhrpottzocker:

Nur Schwäche ist falsch.

 
07.06.02 10:40
Geschenkt wird gar nichts.

Je ruhiger die Gewerkschaften desto bequemer die Manager und desto schlechter die Aussichten für die Wirtschaft und die Börse.  
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Dancer:

Und ich dachte dafür gibt es die Konkurrenz ... o.T.

 
07.06.02 10:43
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Eskimato:

Tariftreuegesetz muss her

 
07.06.02 10:56
Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Lohnhöhe und der Arbeitslosenquote. Interessanterweise ist die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe im Osten mehr als doppelt so hoch wie im Westen, obwohl im Osten Dumpinglöhne
gezahlt werden.
Das Tariftreuegesetz war ein sinnvoller Gesetzentwurf, öffentliche Aufträge sollten nur an Firmen vergeben werden, die den tariflichen Mindestlohn vor Ort
zahlen.
Ich fand es auch richtig, daß Verdi für das Tariftreuegesetz  Warnstreiks
durchgeführt hat.
Leider ists im Bundesrat abgebügelt worden, wird wohl im Vermittlungsausschuss
bis nach der Wahl auf die lange Bank geschoben.
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Dancer:

Apropos Gewerkschaften ...

 
07.06.02 11:06
Sitze gerade vor unserer G&V für Mai: Lohnkosten + 4,3% gegenüber April/März (trotz Tarifabschluß über 3,3% für Chemie, da hat wohl jemand vergessen die Zuschläge/Entgeltgarantien in die 3,3% reinzurechnen). Bei einem Personalkostenanteil von 30% und kaum zu beeinflussenden Materialkosten von 50% Anteil an den Kosten ist ja wohl klar, daß wir vorerst niemanden mehr einstellen, obwohl manche Abteilungen dringend jemanden brauchen. Der Spielraum wurde uns durch den Abschluß genommen.

Wer ist daran schuld?
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mod:

@eskimato

 
07.06.02 11:08
"Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Lohnhöhe und der Arbeitslosenquote"

Könntest Du diesen Zusammenhang bitte etwas erläutern?
Stichworte reichen, z.B. Phillipskurve
www.iew.unizh.ch/home/zimmermann/kon01.pdf

Viele Grüsse
m.
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mod:

Dancer, darauf wird der Gewerkschaftssekretär kaum

 
07.06.02 11:12
antworten.
Klassenkampf statt Sachdiskussion.

Aber i.d.R. können die keine GuV lesen.

Fresse aufreissen, das können sie,
obwohl die Gewerkschaften historische Verdienste haben.
Die hat allerdings z.B. auch ein Kohl.

Viele Grüsse
m.
Antworten
ruhrpottzocker:

Dancer, die Lohnnebenkosten sind es !

 
07.06.02 11:12
Da hat die jetzige Regierung zu wenig getan.

Wechselt die Regierung - na dann, gute Nacht !
Antworten
mod:

tja und die Gewerkschaften sind da ganz

 
07.06.02 11:19
unbeteiligt. *g*

RZ, Du hast zwar viele intelligente und sachkundige Aspekte,
aber im Grunde genommen bist Du in Deinem tiefsten Herzen noch immer ein linker Ideologe.
Erinnert mich an die verbohrten 68er.
Antworten
ruhrpottzocker:

Die Gewerkschaften haben Mitschuld, weil sie

 
07.06.02 11:28
viel zu zahm sind.

1000 Leute vor dem Haus mit schwarzen Fahnen in den Händen rütteln jede Manager-Schlaftablette wach. Sonst nichts.
Antworten
Dancer:

@RPZ:

 
07.06.02 11:30
ohne Lohnkosten auch keine Lohnnebenkosten ;-)
Antworten
ruhrpottzocker:

Wie hoch sind denn die Lohnnebenkosten in Prozent

 
07.06.02 11:33
Wären sie angemessen, könnten die Löhne steigen, und es würde angekurbelt.

Dass das gegenteil nicht stimmt, ist bewiesen - seit jahren.
Antworten
Dancer:

@RPZ Ich stimme dir zum Teil zu:

 
07.06.02 11:37
Wählt Frau Schmidt ab!!!
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Eskimato:

Beschäftigungstheorie

 
07.06.02 11:44
John Maynard Keynes erklärt Unterbeschäftigung vor allem durch Mangel an gesamtwirtschaftlicher Nachfrage und Starrheit der Löhne nach unten.
In der "Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes"
versucht er zu zeigen, daß die aus Konsum und Investition bestehende Gesamtnachfrage das Niveau der Beschäftigung in einer Volkswirtschaft
bestimmen.
Samuelson und Solow haben in der modfizierten Philipps-Kurve gezeigt, daß sich statistisch nicht klären lässt, welche Variable unabhängig ist und welche abhängig, daher ist ihre Brauchbarkeit als wirtschaftspolitische Entscheidungshilfe begrenzt.
Aber lass uns doch lieber über praktische Wirtschaftspolitik diskutieren, ich
finde die Konzepte und den eingeschlagenen Weg von Wirtschaftsminister Müller
sehr brauchbar, Späth ist keinesfalls der bessere Mann.
Antworten
RonMiller:

die manager müssen nicht wachgerüttelt werden...

 
07.06.02 11:55
...von den gewerkschaften und in der baubranche schon gar nicht...
die firmen stecken in erbitterten preiskämpfen um den immer kleiner
werdenden kuchen, ein drittel des auftragvolumens wird durch schwarz-
arbeit erledigt, weil sich private bauherren kaum mehr stundenlöhne
um 40 bis 45 € leisten können...ich könnte kotzen, wenn ich diese
am hungertuch nagenden herren mit ihren trillerpfeifen im maul grinsen
und polonaise tanzen sehe...
arbeit niederlegen nennen sie das....ich würde es als arbeitsverweigerung
und meuterei bezeichnen...
35-stundenwoche, 150 freie tage im jahr, zweitwagen in der garage,
zwei- bis dreimal auslandsurlaub...das reicht natürlich noch nicht...
Antworten
ruhrpottzocker:

Dann lass sie weiter pennen ! o.T.

 
07.06.02 11:57
Antworten
mod:

Die Forderungen der

 
07.06.02 12:01
Gewerkschaften (Bau)werden einen Effekt haben:

Sie vernichten ihre eigenen Arbeitsplätze!
Antworten
ruhrpottzocker:

Wer das jetzt noch glaubt, wird selig ! o.T.

 
07.06.02 12:02
Antworten
mod:

@Eskimato

 
07.06.02 12:05
Aufgrund Deiner richtigen Kurzdarstellung theoretischer Grundlagen müsstest Du zu ganz anderen praktischen Konsequenzen kommen.

Was soll sonst die Theorie?
l´art pour l´art?

Ich glaube nicht.
Wir haben viel zu wenig ökonomischen Sachverstand in Wirtschaft und Politik.

Viele Grüsse
m.
Antworten
ruhrpottzocker:

Dann frage ich mich, mod, warum

 
07.06.02 12:14
du diesen Käse, der gebetsmühlenartig seit jahren aus Wirtschafts- und Rgierungskreisen wiederholt wird und als Entschuldigung für eigenes Versagen herhalten soll, auch noch hier reinschreibst.

Neue Wege gehen, neue Ideen fördern, die Rahmenbedingungen dafür schaffen - darauf kommt es an. Nur das will und kann keiner in unserem System und bei der Macht der Banken.

Dem Kleinen sein Moos klauen, das ist nicht die Lösung.

Du kennst doch die Story vom Kopf, Bauch und den Gliedmaßen. Da steckt eine Menge Weisheit drin. Damit das funktioniert, muss Ausgewogenheit her. Als erstes muss der Kopf anfangen, so zu denken. Der denkt aber momentan nicht, sondern er pennt und, wenn er nicht pennt, schimpft er über die Arme und Beine. Das hat natürlich zur Folge, dass der Bauch langsam leer wird.  
Antworten
Eskimato:

Betonbauer, Maurer, Polier, Landschaftsgärtner

 
07.06.02 12:23
möchte ich nicht sein. Die leben nicht wie die Made im Speck. In der Regel
gibt es nicht mal mehr unbefristete Arbeitsvertäge, in den Wintermonaten hängen
sie in der Uhr. Eine Anstellung im neuen Jahr ist ungewiss.
Ich kann mir kaum vorstellen, das sich da noch jemand nen Zweitwagen und mehrere Auslandsurlaube leisten kann.
Dieses Chaos am Bau führt zu einer Abwärtsspirale nach unten, von der
niemand profitiert.
Hier in Bielefeld sind viele alteingesessene Handwerksbetriebe in die Insolvenz
gegangen, gerade bei den Heizungsbauern und Klempnern siehsts düster aus.
Nur was macht man dagegen, niedrigere Löhne retten keinen Arbeitsplatz.
Bei der Schwarzarbeit muss sich jeder an die eigene Nase packen. Selbst
die ausgezeichnet verdienen, lassen ihr Häuschen am liebsten billig hochziehen
oder für lau renovieren.
Es gibt ja schon  einen Tagelöhnerstrich, bei dem man Schwarzarbeiter aus
Osteuropa für ein paar Tage anheuern kann.
Und das kann es ja wohl nicht sein.
Da ist ein Tariftreuegesetz der richtige Weg, um Schwarzarbeit und Dumpinglöhne
zu verhindern. Viele Unternehmer wissen auch den Beitrag von Gewerkschaften zu
wirtschaftpolischer Stabilität zu schätzen. Durch Tarifverträge sind Kosten,
wenn auch hoch, immerhin kalkulierbar und vergleichbar.  
Antworten
hjw2:

Was regt ihr euch immer über die Schwächsten auf ?

 
07.06.02 12:55
Ein Bauarbeiter hat Netto knapp 50 %
des Einkommens eines VW-Arbeiters.

mod:"..Sie vernichten ihre eigenen Arbeitsplätze! "
   
     ja und, ist doch pima....!

    ".. Wir haben viel zu wenig ökonomischen Sachverstand in Wirtschaft und
    Politik "

    stimmt, je schneller es crasht um so besser...
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