Im Prinzip waren es ja nur 40 Mio. €, wenn man die 40 Mio. €, die Ferrostaal an Flagsol geliehen hat, abzieht. Über die Anleihe wurde auch kräftig eingesammlt und es gab bestimmt auch noch die letzte Abschlagszahlung zu Andasol fällig. Jetzt darf man nicht vergessen, dass alleine rd. 20 Mio. € Fixkosten seit März entstanden sind, Zinsaufwendungen von rd. 10 Mio. € und die 20 Mio. € aus der Anleihe mussten beglichen werden. Damit dürfte diese genannten Aufwendungen schon alleine 50 Mio. € gekostet haben. Wenn ich jetzt mal rd. 40 Mio. € aus der neu ausgebenen Anleihe dazu rechne, 10 Mio. € für die Andasolabschlagszahlung und die 7,5 Mio. € von Solarhybrid, dann komme ich auf rd. 57,5 Mio. €. Somit sollte die Liquidität eigentlich eher etwas angestiegen sein gegenüber März. Jetzt kommen aber noch weitere Kosten dazu, so wie der Baubeginn bei Blythe oder die ganzen Rechtsanwaltkosten und so weiter. Auch musste man ja wohl für den 25% Arenales-Anteil auch Geld hinterlegen für den Baubeginn.
Kann mir schon sehr gut vorstellen, dass jetzt halt das Geld sehr knapp geworden ist und so musste dann halt das Management die Reißleine ziehen um nicht in die Gefahr zu kommen der Insolvenzverschleppung. Zumal ja eigentlich auch keine Aufträge in Sicht sind und wohl Ferrostaal nicht großartig interessiert war um SM weiter am Leben zu erhalten.
Vielleicht hat aber die BAFIN SM schon signalisiert, dass die letzte ausgegebene Unternehmensanleihe zurück bezahlt werden muss, da sie nicht mehr dem im Verlaufsprospekt beschriebenen Verwendungszweck dient. Wurde ja hier im Thread in den letzten Monaten immer wieder mal diskutiert.
Sonnenschein2010 du weißt ja noch, dass wir uns schon im September über BMs kräftig diskutiert haben wie hoch die Insolvenzgefahr taatsächlich ist. Man kann und raf ja nicht alles im Thread schreiben.
Jeder der sich mit SM näher beschäftigt hat, dem musste es schon länger klar gewesen sein, dass es bei SM eine akkute Insolvenzgefahr schon seit dem Blythe-Desaster gab. Spätestens als der Wolff raus geschmissen wurde und kein neuer Finanz- bzw. stategischer Partner ins Boot geholt werden konnte, war die Insolvenzgefahr schon mehr als akkut. Da sollte man sich nun wirklich nichts vormachen. Aus heiterem Himmel ist die SM-Insolvenz mal ganz sicher nicht gekommen.
Jedoch ist SM gar nicht so großartig überschuldet, denn die Assets, die eigentlich recht "leicht" zu Geld zu machen sind, belaufen sich mal sicher auf über 100 Mio. €. Alleine die US-Projekte und der der 25%ige Anteil vom im Bau bedindlichen Arenales-Kraftwerk sollten fast schon 70 bis 80 Mio. € wert sein. Wenn sich für Ibersol Eigenkapitalgeber finden, dann hat der 50% Anteil sicher auch noch einen zweistelligen Mio.-Betrag an Wert und zum Schluss sollte man auch nicht Flagsol vergessen. Wenn es für die Anleihengläubiger eingermaßen gut läuft, dann können die durchaus mit einer Quote von über 50% rechnen.