Umsätze schön und gut, aber aus der zähen Seitwärtsrange der letzten Wochen hat es den Kurs auch (bislang) nicht bringen können. Und auch der seit Frühjahr fallende Abw.trend konnte bislang (noch) nicht überwunden werden. Möglich, daß man diesen Seitwärtseiertanz noch bis zu den Zahlen am 13.11. sieht, falls nicht irgendwelche Spekulanten vor den Zahlen noch vermehrt reinhüpfen in Erwartung irgendwelcher Good News. Dann wird man ja Ende nächster Woche sehen, ob man mit Hilfe von OLDI im 3. Quartal die bescheidene Performance des 2.Q. wieder aus den Köpfen der Anleger bekommen wird. Das Stöckchen über das man springen müßte um die 15er Umsatzprognose zu erreichen ist ja nicht besonders hoch. Und die jüngste Entwicklung bei Euro/Dollar ist sicher auch nicht verkehrt für die Gewinne, da laut Trier ca. 40% der Umsätze inzwischen aus dem Dollarraum kommen und die Gewinne aus der Region umgerechnet in Euro mehr Wert bekommen, wenn der Dollar stärker wird. Sollte Yellen die US Zinsen Mitte Dezember anheben und Draghi Anfang Dezember weitere QE Maßnahmen verkünden, dann würde €/$ wohl noch weiter sinken. Bleibt zu hoffen, daß die seit langem nurnoch mäßig laufenden Europageschäfte und der Automotiv-Bereich nicht erneut als Bremsklötze vor der Kurslokomotive landen. Es sollen ja neue Generationen von Geräte im 2.Hj. eingeführt werden. Mal schauen, ob die Kunden von Softing soviel davon abnehmen wie erhofft. Im Interview unten klang Trier so, als ob man nicht genug vernünftiges Personal hätte um Projekte rechtzeitig zu stemmen. Vielleicht sollte er mal sein astronomisches Vorstandsgehalt etwas kürzen und das so eingesparte Geld dafür verwenden qualifizierte Leuten mit einem besseren Gehalt zu locken. Dann bekäme er schon die nötigen Leute.
08.10.2015 -Interview mit Softing:Diagnose der Zukunft – schon heute
www.all-electronics.de/diagnose-der-zukunft-schon-heute/
all-electronics.de: Wie laufen die Geschäfte bei Softing?
Wolfgang Trier: Im Moment läuft es bei uns eigentlich gut. Wir suchen Mitarbeiter, wir haben mehr Projekte als wir abwickeln können. Um unsere Projekte umsetzen zu können, benötigen wir erfahrene Mitarbeiter. Hier legen wir hohen Wert auf die Qualität unserer Mitarbeiter und wollen dementsprechend nur Leute einstellen, von denen wir überzeugt sind. Es bringt uns nichts, nur auf Masse zu gehen, Personal einzustellen und im Nachhinein Schwierigkeiten bei Kundenprojekten zu haben. Deswegen sagte ich „eigentlich“.
(Verkleinert auf 49%)

