> wenn Du ein wirtschaftlich gesehen ähnlich gutes Unternehmen weißt, wäre ich sofort dabei.
Jeder hat seine eigenen Ansätze, Überlegungen und Vorlieben. Daher kann ich nicht für dich, sondern nur für mich reden. Meine Anlagephilosophie und meine Depotwerte habe ich im Juli mal hier vorgestellt:
http://www.ariva.de/forum/...nahmekandidat-470635?page=4#jump16161542Seitdem habe ich mich von Talanx getrennt und Borussia Dortmund erworben. Letztere agieren als Fußballaktien für mich eigentlich auch in einer NoGo-Branche, allerdings erscheint mir die Unterbewertung ausreichend hoch und das Management ausreichend integer, dass ich mich für einen Erwerb entschieden habe.
Aktuelle persönliche Favoriten daraus: DNO, Astaldi, Borussia Dortmund
Herausragende IR-Arbeit, gerade bei der Darstellung des Geschäftsberichtes: Groupe Thermador
> Allerdings kenne ich sehr viele mit zwar guter IR-Arbeit, was aber leider nach meiner Erfahrung nur selten bis nie in signifikanter Korrelation zum wirtschaftlichen Potential und Erfolg einer Firma steht.
Meines Erachtens steigert gute IR-Arbeit nicht den inneren Wert eines Unternehmens, aber sie senkt das Risiko eines Investments. Durch gute PR-Arbeit kann auch ein Kleinaktionär das Unternehmen deutlich besser einschätzen, so dass der "Unsicherheitsabschlag als Teil der "Safety Margin" deutlich geringer ausfällt. Natürlich kann und sollte das aus Sicht des Unternehmens dazu führen, dass es zu weniger drastischen Unterbewertungen führt.
> Auch wenn es vielleicht zynisch klingt (ist aber so nicht gemeint!), kann es durchaus sein, dass ein sehr gut florierendes Unternehmen es vielleicht gar nicht nötig hat, Kleinanleger besonders gut zu behandeln. Wobei man sich aber gerade dadurch nicht herausdrängen lassen sollte.
Vollkommen richtig. Aber es gibt in Deutschland und Europa sooo viele Unternehmen, dass man sich nicht auf jede BlackBox einlassen muss.
Vielleicht bin ich dafür aber auch zu sehr gebranntes Kind. Ich bin mehrfach bei optisch sehr günstigen Unternehmen eingestiegen, die eine schlechte IR-Arbeit machten. Leider war es mir zu oft nicht gelungen, rechtzeitig die Schwachstellen herauszufinden, so dass ich mit Verlusten ausstieg.
Mein persönliches Lehrgeld daraus: Schlechte IR und insbesondere mangelnde Integrität der Geschäftsführung verdienen einen deutlichen Risikoabschlag.