SMA Solar reißt Unterstützung: Gehen jetzt die Lichter aus?
SMA Solar ist am Dienstag unter eine wichtige Unterstützung gefallen. Damit beschleunigt sich der Abwärtstrend der vergangenen Tage noch einmal deutlich.
Von der jüngsten Erholungsrallye vieler Solar-Aktien, darunter Jinko Solar oder auch dem aktuellen Shooting-Star der Branche: First Solar, der von den angekündigten Strafzöllen auf Module aus chinesischer Produktion besonders stark profitieren wird, zeigen sich die Papiere des deutschen Solarausrüsters SMA Solar völlig unbeeindruckt.
Die Aktie ist am Dienstag unter heftigen Verlusten von über fünf Prozent unter die vorerst letzte Unterstützungslinie bei 46,00 Euro gefallen – und hat damit die Befürchtung neuer 52-Wochen-Tiefs bestätigt.
Gibt es in dieser prekären Situation noch Hoffnung für die Bullen oder setzt sich der Abwärtstrend der Aktie weiter ungebremst fort?
Ausbruch nach unten, Aktie nicht mehr unterstützt
Nachdem die Marke von 46,00 Euro die vorerst letzte Bastion der Käufer war, gibt es derzeit nichts, was den anhaltenden Abverkauf der Aktie aufhalten könnte.
Die nächste potenzielle Unterstützung ist im Bereich von 40,00 bis 38,50 Euro zu finden. Diese wird gebildet durch die beiden markanten Verlaufstiefs im Bärenmarktjahr 2022.
Technische Indikation unterstreicht Schwäche
Kaum unterstützende Wirkung dürfte dagegen das bisherige Jahrestief bei 42,20 Euro bieten. Dafür ist die Aktie derzeit schlicht zu schwer angeschlagen, wie der Blick in die technische Indikation zeigt:
Der Trendstärkeindikator MACD hat nach einem kurzen Abstecher in den positiven Bereich wieder das Vorzeichen gewechselt und zeigt damit einen Abwärtstrend der Aktie an, während der Relative-Stärke-Index (RSI) schwach, aber noch nicht überverkauft oder gar im Extrembereich notiert.
Fortsetzung des Abwärtstrends wahrscheinlich
Das macht anhaltende Verluste sehr wahrscheinlich. Als mögliches bullishes Szenario kommt aktuell eigentlich nur ein Rebound an der Unterkante des kurzfristigen Abwärtstrendkanals infrage, der SMA Solar zurück an die 50-Tage-Linie führen könnte.
Ein Befreiungsschlag wäre das allerdings noch lange nicht: Prozyklische Kaufsignale sind erst für Kurse oberhalb von 60 Euro zu erwarten. Allein hierfür müsste die Aktie um mehr als ein Drittel steigen, was selbst einem antizyklischen Einstiegsversuch ein äußerst schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis beschert.
Fazit: Derzeit kein Einstiegsversuch wert
In Anbetracht des ungünstigen Chartbildes der Aktie sollten sich Anleger derzeit von SMA Solar fernhalten. Die Verluste dürfte nach dem jüngsten Ausbruch nach unten anhalten und die Anteile mittelfristig in den Bereich von 40 Euro purzeln lassen.
Sollte sich hier eine Stabilisierung des Kursgeschehens zeigen, dürfte das eine deutlich vielversprechendere Chance bieten als ein Einstieg jetzt. Wer sich dagegen prozyklisch in der Aktie engagieren oder bereits entstandene Verluste aussitzen möchte, wird viel Geduld benötigen.
Quelle: wallstreetONLINE
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