Ich denke auch, dass der jetzt angegebene Ankaufspreis variabel ist. Hat eben mit Angebot/Nachfrage zu tun. Ist die Nachfrage gering, wie heute, so wird auch die Spanne etwas größer sein (Risiko vom Händler, dass die Ware im Lager verstaubt und milchig wird).
Wenn die Ware nicht perfekt ist, dass man sie so wieder verkaufen kann, wird man natürlich noch zusätzliche Abschläge in Kauf nehmen müssen (-19% für das Scheidesilber).
Dass die Scheideanstalt fast den Silberpreis (für Anlagemünzen!) bezahlt ist gut. Dann muss man noch Transport/Versicherung, etc. abziehen.
Für alles andere Silber (auch alte Umlauf-Silbermünzen) ziehen sie jedoch nochmals 19% ab (gleich wie bei proaurum)! Wobei davon kann man eventuell einige Umlaufmünzen (die in gutem Zustand sind!) an Sammler besser verkaufen, und damit vielleicht den Minderpreis wieder reinholen ??
Wenn ich (optimistisch) den Kaufaufschlag von nur +14% vom "Physischen mit Differenzbesteuerung" heranziehe und das mit dem ETF (mit Abgeltungssteuer) vergleiche, überholt die Netto-Rendite des physischen Silbers den ETF erst nach einem Anstieg von mehr als 50%!
Okay, das Silber in eigenem Besitz hat auch Vorteile ... meist niedrigere Lagerkosten (weil nur vergraben), kein Kontrahentenrisiko, für den Fall dass die Welt untergeht ;-)
Grundsätzlich hat ein physisch hinterlegter ETF kein Kontrahentenrisiko, aber sicher vor Betrug oder irgend welchen Änderungen in den Geschäftsbedingungen ist man da nicht.
