Kann man so sagen. Muss man so sagen. Die ruhigen Tage versprechen nicht viel Drama an den Finanzmärkten. So könnten die Indizes für 2015 ein knappes Plus über die Jahreswende retten. Die Rohstoffe werden tiefrot schließen, mit dem ein oder anderen Aushängeschild an der Spitze, wie Rhodium oder Nickel.
Aber es gilt auch: Die besinnlichen Tage sind auch immer gut für Überraschungen, zwar nicht immer, aber manchmal. Und hier sind keinesfalls nur die Geschenke unterm Tannenbaume gemeint, nein, auch die ein oder anderen Schnäppchenpreise.
Vielleicht darf es mal wieder ein kleiner Flash Crash 2.0 sein, der gleichermaßen als Erdrutsch unsichtbar hinterm Berge aufwartet.
Auch könnten die zuletzt bereits arg strapazierten geopolitischen Konstellationen einer weiteren Konfrontation gegenüberstehen.
Das Jahr 2015 war noch ein gutes für die Märkte, klammern wir den Rohstoffmarkt mal etwas aus.
Auch war es ein gutes für den Weinbau. Auch der Oppa bekam das zu spüren. Ein bisschen mehr Ausschnitt war von Nöten, mangelte es etwas an Niederschlag, aber andererseits war reichlich Sonneneinstrahlung vorhanden. So viel der Flaschenausstoß etwas bescheidener aus, die Qualität konnte aber aufs Neue gesteigert werden. Auch verspricht der gesamte Jahrgang von einer besonderen Aroma Konstellation gesegnet zu sein. Aber man muss noch ein paar Monate bis zur großen Verkostung abwarten, aber der Weg scheint geebnet. Jeden Tag schleicht man zum Fasse, und lässt sich überraschen. Manchmal tänzelt man durchs Gewölbe, manchmal lallt man ein Liedchen vor sich hin, solange die gröbste Arbeit geleistet worden sind, kann man sich das leisten, wenn man sich nicht vom Oppa erwischen lässt. Heute gilt es noch einige ausgedient Weinstöcke zu entfernen, sie werden keine Frucht mehr bringen. Dem Auge mögen sie noch gefallen, aber bei der Ernte werden die Schnitter nichts finden werden. Also weg mit ihnen.