SIEMENS: Rückzug aus Handy-Geschäft möglich


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SIEMENS: Rückzug aus Handy-Geschäft möglich

 
01.10.02 08:50
Den Konkurrenten Nokia und Motorola kann der Siemens-Konzern bei der Handy-Herstellung nicht das Wasser reichen, jüngst zog auch Samsung an den Deutschen vorbei. Nun haben sie offenbar Grundzüge eines Paktes ausgehandelt, der den gänzlichen Ausstieg aus dem Mobiltelefon-Geschäft besiegeln könnte.
 
München - Noch auf der Computermesse CeBit strotzte Siemens-Vorstand Volker Jung vor Zuversicht. Beim Marktanteil auf dem globalen Handy-Markt liege Siemens an Position drei, und das solle und werde auch so bleiben.
Ein klarer Irrtum: Während Siemens auf dem Heimatkontinent Europa weiter klar die Nummer zwei hinter dem überragenden Marktführer Nokia bleibt, haben die Koreaner von Samsung die Deutschen weltweit überflügelt. Ihr Marktanteil liegt bei 9,5, der von Motorola bei 15,7 und der von Nokia bei 35,6 Prozent. Siemens hingegen erreicht 8,4 Prozent der neuen Kunden.

Handys für uns, Netze für euch

Seit Tagen wird nun darüber spekuliert, dass die Deutschen die harte Konsequenz aus dem Zurückfallen ziehen könnten - und ihre Handy-Herstellung komplett aufgeben und in einem Tauschgeschäft an Motorola weiterreichen könnten. Nachdem bereits das Internetportal "ChicagoBusiness.com" von einem derartigen, möglichen Deal erfahren haben wollte , schreibt auch die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise, über die Grundzüge des Geschäftes bestünde bereits Einigkeit.

Wenn Substanz hinter den Spekulationen steckt und das Geschäft, stärkt jeder der Konzerne eine seiner bereits soliden Sparten und gibt eine andere auf: Siemens erhielte von Motorola die derzeit immer noch klar defizitäre Netzsparte und würde in diesem Bereich zur Nummer zwei hinter dem Marktführer Ericsson avancieren.

Um einen Schlag 25 Prozent mehr Marktanteil

Motorola würde mit der Übernahme der Handy-Produktion von Siemens seine Position hinter Nokia klar verbessern und voraussichtlich den Marktanteil in Europa deutlich steigern können. Dass Motorola auf dem Heimatkontinent von Nokia und Siemens nur magere 8,1 Prozent des Marktes kontrolliert, wurmt die Amerikaner schon lange. Weltweit könnte sich der Marktanteil Motorolas mit einem Schlag auf 25 Prozent erhöhen. Vordergründig also ein Geschäft, das für beide Seiten Vorteile zu bieten scheint.

Indes: Der Siemens-Konzern gibt bisher keinerlei konkrete Stellungnahme zu den Gerüchten ab. Gerüchte kommentiere man nicht, sagte eine Sprecherin am Montag. Nach Informationen des US-Wirtschaftsportals verhandeln die beiden Konzerne zudem schon seit rund einem Jahr über ein solches Tauschgeschäft. Die Gespräche seien aber schon mehrfach an einem toten Punkt angelangt. Als Knackpunkt gilt unter anderem die Preisfrage. Die "FTD" berichtet, Siemens verlange zusätzlich zum reinen Spartentausch einen Aufschlag von Motorola. Die Amerikaner ihrerseits hätten gefordert, bei der Netzsparte ihren wichtigen Kunden Nextel behalten zu dürfen, schreibt das US-Portal.

Geldfragen und Imageprobleme

Hinzu kommt, dass Siemens das Handy-Geschäft trotz Branchenkrise und Verlust von Marktanteilen weiter für profitabel hält. Zudem spielen die Handys eine wichtige Rolle für das Image des deutschen Elektronik-Konzerns, der ansonsten für weitaus weniger trendgemäße Produkte wie Haushaltsgeräte bekannt ist. Siemens-Chef Heinrich von Pierer selbst hat wiederholt mit Handys für Kameras posiert.

Unklar bleibt auch, was bei einem Tausch-Deal mit Motorola aus der Marke Siemens werden würde. Es gilt als denkbar, dass Motorola den Namen aufgeben würde. Möglich ist auch, dass Motorola für Siemens Geräte produziert, die weiter unter der Marke Siemens vertrieben werden und sich geringfügig von den Motorola-Fabrikaten unterscheiden. So baut Motorola bereits UMTS-Handys für Siemens.

Unterdessen werden Siemens-Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen am Dienstag weiter gegen den drohenden Arbeitsplatzabbau demonstrieren. In Düsseldorf wollen sie am Vormittag zur Staatskanzlei ziehen und die Unterstützung der Landesregierung einfordern. Die Gewerkschaft IG Metall befürchtet, dass von den landesweit 10.000 Arbeitsplätzen bei Siemens bis zu 4000 abgebaut und in andere Unternehmen ausgelagert werden. Außerdem drohe ein Absenken von Tarifstandards. Bereits in der vergangenen Woche gab es eine Demonstration in Köln.  
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altmeister:

diese meldung ist vom freitag

 
01.10.02 08:53
hat das noch keiner reingestellt?
stand seit freitag im sat1 text!
habe mich auch gewundert warum n-tv das nicht erwähnte!

mfg altmeister
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Fuzzzi:

Also ich bin selbst seit Jahren

 
01.10.02 09:07
Nutzer von SIMENS Handys und mich erschreckt der mögliche Deal. Rein aus Verbrauchersicht !
Ich finde die Menüführung bei Siemens Spitze und im Gegenzug die Bedienung von MOTOROLA-Handys übelste Sorte. Wenn die MOTOROLA- Philosophie auf die SIEMENS-Geräte übertragen werden sollte , muß ich ja doch zu NOKIA wechseln.
Hat man sich das genau überlegt, MICH als Kunden zu verlieren ;o)

Guten Morgen !

und

Ciao

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altmeister:

fuzzi

 
01.10.02 09:11
so unterschiedlich kann das sein ich hatte vor 3 jahren etwa nen siemens und das war ne katastrophe!
die besten sind schon von nokia!
vom design spricht mich sonny erikson am meißten an.

mfg altmeister
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Happy End:

Ich hab´ mein Siemens letzten Samstag verloren....

 
01.10.02 09:37
 
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lutzhutzlefutz:

Wurde auch Zeit

 
01.10.02 10:29
bin seit 6 Monaten auf Siemens und ärgere mich ständig über schwergängige Tasten und unübersichtliche Windoofs-Menues. Bei meinem alten Nokia fiel zwar das Display einen Tag nach Ablauf der Garantiezeit aus, aber ich konnte es wenigstens noch bedienen, wenn auch blind!
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