Cresta-Run
(ca. 22. Dezember bis Ende Februar)
Einzigartig auf der Welt und das ultimative Adrenalin-Erlebnis:
Mit Geschwindigkeiten bis zu ca. 140 km/h stürzen sich die Fahrer kopfvoran auf Skeleton-Schlitten den Eiskanal hinunter.
Täglich Trainings oder Rennen; seit 1885.
Wichtigste Veranstaltungen:
Heaton Gold Cup, Curzon Cup, Grand National, Gunter Sachs Challenge Cup
Eine Schule für Anfänger ist vorhanden.
Cresta-Run Sekretariat
Tel. +41 (0)81 833 31 17
Web: www.cresta-run.com
Historisches
Der Cresta-Run wurde erstmals auf die Wintersaison 1884/85 hin erstellt.
Cresta-Fahren wird für jeden, der einmal damit angefangen hat, zu einer wahren Sucht. Das Spiel mit der Gefahr, der Hauch des Abenteuers, das ist es wohl, was das Fahren auf dem Cresta-Run mit dem schnellen Skeleton, oder, der Engländer sagt, dem Toboggan, so attraktiv, so faszinierend macht. Normalerweise eröffnet der Cresta Run zwei oder drei Tage vor Weihnachten und schliesst Ende Februar oder anfangs März. Über dreissig hochkarätige Rennen finden während dieser Zeitspanne statt.
Der Cresta-Club ist ein privater Club, auch Nicht-Mitglieder sind aber herzlich willkommen, einen "Run" zu absolvieren. Er wird allgemein als Exklusiv-Club betrachtet. Das ist er jedoch nicht. Ihm gehörten ursprünglich fast nur Engländer und Amerikaner an. In den letzten Jahren ist er jedoch offen gestaltet worden und heute stammt eine Grosszahl der Mitglieder aus anderen Ländern. Es sind unter anderem zahlreiche Schweizer, Deutsche, Italiener, Österreicher oder Franzosen dabei.
Eines ist allerdings nach wie vor geblieben: Der ganze Betrieb wird in englischer Sprache geführt. Einzig das Schliessungszeichen jeden Mittag wird durch den Lautsprecher in Italienisch mit dem Wort "Terminato" durchgegeben. Dies kommt daher, das die Cresta-Arbeiter, diejenigen, die die Schnee- und Eisarbeiten schon während Jahrzehnten bis auf den heutigen Tag ausführen, italienische Spezialisten sind. Sie müssen wissen, wann die Bahn geschlossen wird, denn sofort danach haben sie von der Überwachung zur Reinigungs- und Unterhaltsarbeit zu wechseln.
Cresta-Fahren kann nicht als gefährlicher Sport bezeichnet werden. Unfälle sind sehr selten. Es ist Ehrensache eines jeden Mitglieds des "St. Moritz Tobogganing Club", Anfängern Anleitung zu geben und sie einzuführen.
Die ersten Skeletons wurden von demselben Mann hergestellt, der auch die ersten Bobsleighs baute und sich wie folgt anpries: "Manufacturer of Toboggans Christian Mathis". Schon damals wurden regelmässig grosse Konkurrenzen ausgetragen.
Heute ist Cresta-Fahren ein ausschliesslich dem männlichen Geschlecht vorbehaltener Sport. Während den ersten Jahrzehnten waren auch Damen zugelassen. Die Ärzte rieten jedoch davon ab, als die Damen von der sitzenden in die liegende Fahrstellung übergingen. Die Schläge auf die Brust könnten krebserregend sein, lautete damals ihr Urteil. Um dies zu verstehen, muss man wissen, dass jeder Cresta-Fahrer auf seinen 1200 m langen Schussfahrt derart durcheinandergeschüttelt wird, dass er sich vorkommt wie der Inhalt eines Schüttelbechers.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit der besten Fahrer beträgt heute - bei stehendem Start - knapp 90 km/h, die Höchstgeschwindigkeit auf dem unteren Teil der Piste hingegen ca. 140 km/h. Eine faszinierende Fahrt, wenn man bedenkt, dass die Nase des Fahrers höchstens 15 bis 20 cm über dem Eis dahinfliegt.