gezogen beim br: ALPHA : Sichtweisen für das dritte Jahrtausend?
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Man muß nicht die Welt ändern, um die Dinge besser in den Griff zu bekommen. Manchmal genügt einfach eine andere Sichtweise. Denn "Sicht" kommt von "sehen". Werfen Sie mit uns einen etwas anderen Blick auf die Dinge des Lebens. Es könnte sein, daß sich dadurch die Welt für Sie ein wenig verändert. Es ist immer nur der Blickwinkel, der die Welt in einer bestimmten Weise erscheinen läßt. Ändert sich die Sichtweise, ändert sich damit auch die Welt.
Sichtweisen zum Thema Kreativität
Woher kommt es, daß so viele Menschen von sich glauben, nicht kreativ zu sein? Oftmals liegt es daran, daß wir Kreativität nur von Künstlern erwarten, oder Kreativität mit Genialität verwechseln. Warum aber glauben Sie, daß Sie nicht über ähnlich geniale Fähigkeiten verfügen, die denen eines Mozart oder Einstein gleichzusetzen wären? Wenn Sie so denken, blockieren Sie sich von vorneherein. Ändern Sie Ihre Sichtweise, befreien Sie sich von dieser Blockade, und Sie können sich erfolgreich auf den Weg machen!
"Das Hauptproblem ist die Angst vor der Kreativität. Wenn Angst vor Kreativität da ist, dann nützt uns keine Technik etwas. Wenn wir diese Angst jedoch verlieren, dann haben wir überhaupt erst die Freiheit, Kreativität zu entwickeln. Und in dem Moment, wo wir diese Freiheit haben, können wir anfangen, mit einfachen Techniken zu arbeiten, z.B. mit Zeichnungen und Worten. Und innerhalb vier, fünf Wochen entwickeln sich Dinge, da staunen wir nur noch über uns selbst."
(Vera F. Birkenbihl)
"Kreativität ist für mich der Gegenpol zu gewohnten, gewöhnlichen Reaktionsweisen, die mich binden an eine Identität, die mir wohlvertraut ist, oder an liebgewordene Gewohnheiten; an diese ganzen Bahnen und Spuren und Pfade, die ich aus meinem Alltag kenne. Kreativität ist das Risiko, daneben zu treten, aus dem Rahmen zu fallen, ganz neue Wege zu gehen, die nirgendwo hin führen. Kreativität hat sehr viel mit Risiko zu tun."
(Kay Hoffman)
"Kreativität hat viel mit Neugier zu tun. Mit der Neugier auf das Neue. Was könnte es denn noch anderes geben, was gibt es denn noch für alternative Wege, für andere Methoden, etwas zu erreichen? Und diese Neugier ist eine Grundvoraussetzung für Kreativität und für kreative Menschen." (Dr. Andreas Novak)
"Kreativität hat zum großen Teil auch etwas mit Problemlösen zu tun, weil wir in unserem Leben eigentlich immer mit Problemen konfrontiert werden und dann immer ein, zwei Lösungen dafür haben. Und die machen (realisieren) wir, oder wir machen (realisieren) sie nicht. Und Kreativität kann eben versuchen, mehr Lösungen zu finden, um dann hinterher ein Bündel zu haben von Lösungen, aus denen ich entscheiden kann, welche wohl jetzt die beste sein wird."
(Dr. Andreas Novak)
Sichtweisen zum Thema Kommunikation
Jeder reagiert auf den anderen und beeinflußt ihn dadurch. Also kann die Haltung nicht sein: DU mußt Dich ändern, sondern: Wie können WIR uns ändern, damit die Kommunikation besser wird? Also: Fragen Sie nach. Lassen Sie sich erklären, was der andere genau meint. Fragen Sie ihn, ob er Ihnen nicht eigentlich etwas ganz anderes sagen möchte. Versetzen Sie sich in seine Position und versuchen Sie die Dinge aus seiner Sicht zu sehen. Finden Sie heraus, was Sie wirklich kommunizieren möchten. Sie wissen ja: Oftmals ist das, worüber gesprochen wird, nicht das, was dem anderen mitgeteilt werden soll.
Wenn Kommunikation von Freundlichkeit und Offenheit getragen wird, öffnen sich Türen. Hören Sie sich die Meinungen eines Gesprächspartners erst mal an, ohne zu widersprechen, auch wenn es schwerfällt. Wenn Sie sehen, daß Sie mit einem Gesprächspartner einfach nicht weiterkommen, dann bestehen Sie nicht darauf, daß der andere Ihre Sichtweise übernimmt. Akzeptieren Sie die Meinung des anderen und trennen Sie sich respektvoll. Eine sinnvolle Abgrenzung kann durchaus eine Form von gelungener Kommunikation sein.
Jedes Kommunikationsproblem hängt mit der Macht unseres Verstandes zusammen. Und: Der Verstand besteht aus Meinungen, Vorurteilen und Bewertungen. Er will immer recht haben und andere genau davon überzeugen. Der Verstand ist das Instrument, das uns in unserer subjektiven Sicht der Dinge bestärkt. Er beharrt auf diesen Meinungen, weil er sich sonst selbst in Frage stellen würde. Und wer stellt sich schon gerne selbst in Frage. Aber genau das müssen wir tun, um offene und wahrhaftige Kommunikation zu ermöglichen. Wir müssen mehr und besser zuhören und nicht nur versuchen, die anderen zu bekehren und zu manipulieren. Je weniger Raum wir dem Verstand in der Kommunikation geben, desto mehr können wir mit dem Herzen kommunizieren. Und um so gelungener und wirkungsvoller können wir mit uns und anderen umgehen.
"In der Regel reagiert mein Körper 20 Sekunden schneller als meine Stimme und meine Sprache. Und darum ist es so wichtig für uns, ob ich die Körpersprache der anderen Menschen lesen kann. Die Sprache des Körpers ist die universelle Sprache der Menschheit. Und sie wird instinktiv und automatisch verstanden und begriffen. Nicht unsere Worte sind wichtig, wir sind wichtig. Das wichtigste Argument sind Sie, nicht Ihre Argumente. Wenn Ihre Körpersprache nicht stimmt, dann können Sie selbst mit einer göttlichen Weisheit nicht überzeugen." (Nikolaus B. Enkelmann)
"Sie haben die Meinung X zu einem Thema, und ich habe die Meinung Y. Aber wir haben in unserer Erziehung nicht gelernt zu respektieren, daß andere Menschen andere 'Inseln' haben. Und daß sie ihre Insel genauso lieben wie wir unsere. Die Konsequenz ist: Wenn wir Überschneidungen haben, dann haben wir Glück gehabt. Wenn das aber nicht der Fall ist, neigen wir entweder zum Aneinander-vorbei-Reden, oder jeder redet in seine Richtung und kümmert sich überhaupt nicht um den anderen. Wir haben also inhaltlich null Verbindung. Oder es kommt zum Gegeneinander, zu Kampf, Flucht oder Mischtypen davon. Was wir aber brauchen, ist, zur Insel des anderen Brücken zu bauen und eine gemeinsame Basis zu schaffen. Und wenn uns das nicht gelingt, schlage ich vor, daß wir uns 'zweinigen', anstatt uns zu entzweien. Und das heißt: Laß uns einig sein, daß wir in diesem Punkt keine Einigung brauchen." (Vera F. Birkenbihl)
"Wenn wir sehen, wie komplex Kommunikation ist, ist es höchst erstaunlich, daß gelegentlich Formen des Verstehens stattfinden. Man könnte auch vorsichtiger formulieren und nicht sagen, daß wir uns verstehen, sondern vielmehr fragen: Wie können wir nützliche Formen des Mißverstehens herstellen? Also welche Art und Weise, wie wir miteinander umgehen, könnte dazu führen, daß wir uns wenigstens auf nützliche Weise mißverstehen? Und zur Kommunikation, denke ich, gehört dazu, daß wir die Idee eines vollständigen Verstehens - in der Weise, daß wir sagen können, das und das genau ist es - ersetzen durch die Frage: Welche Art von Wirkung sollte eine gute Kommunikation haben?" (Matthias Varga v. Kibéd)
Sichtweisen zum Thema ERFOLG
"Wer nicht weiß, wohin er will, der muß sich nicht wundern, wenn er ganz wo anders ankommt." (Mark Twain)
"Für eine erfolgreiche Lebensführung muß der Mensch zuerst einmal wissen: Was versteht er unter Erfolg? Nach unserem HelfRecht-Regelkreis steht an erster Stelle die Analyse: Was will ich - was will ich nicht. Auf einem Blatt Din A4 schreibt man auf: Was will ich in meinem Leben? Und auf einem zweiten: Was soll sich nicht ereignen - Was will ich nicht? Der nächste Schritt ist dann die Beschreibung von Zielen. Was soll sich im nächsten Lebensjahr ereignen? Wo will ich in fünf, sechs, sieben Jahren stehen?" (Manfred Helfrecht)
"Stellen Sie sich vor, draußen vor dem Haus stehen fünf Autos. Alle startbereit, die Fahrer wollen wegfahren und Sie wollen mitfahren. Aber Sie wissen nicht, wohin. Stellen Sie sich mal vor, was das für eine lächerliche Situation ist. Sie gehen auf den ersten Fahrer zu und sagen: Kann ich bei Ihnen mitfahren? Und der sagt: Wo wollen Sie denn hin? Und Sie sagen: Ich weiß nicht. Also - es kann nichts zustande kommen, wenn ich kein Ziel habe." (Manfred Helfrecht)
"Es gibt ja Leute, die lehnen die Verantwortung für ihre Situation grundsätzlich ab. Die sagen, der oder jener sei verantwortlich, die Regierung sei schuld, das Wetter sei schuld. Man findet immer tausend Ausreden, wenn etwas nicht geht. Wenn jemand wirklich erfolgreich sein möchte, führt kein Weg vorbei, die totale Verantwortung für sein ganzes Leben zu übernehmen. Nicht nur für das, was er tut und sagt, sondern auch für das, was er denkt, überhaupt für alles, was einem geschieht." (René Egli)
"Die Landwirte, die sind nicht nur schlau, die sind sogar weise. Die wissen nämlich: Wenn sie Weizen ernten wollen, müssen sie Weizen säen. Wenn wir das wüßten in unserem Leben, wäre das enorm. Das würde nämlich heißen: Wenn wir Erfolg haben wollen, müssen wir Erfolg säen. Und wir Menschen denken aus unerfindlichen Gründen: Erst wenn wir mal erfolgreich sind, dann wünschen wir den anderen auch ein bißchen Erfolg. Aber so geht es nicht. Man muß zuerst säen, dann kann man ernten." (René Egli)
"Erfolgsmenschen befassen sich hauptsächlich mit den Interessen der anderen. Was will der andere, was sind seine Bedürfnisse, was seine Interessen, und was kann ich dafür tun? Wie kann ich ihn gewinnen, daß er mein Mitarbeiter, mein Kunde, mein Freund wird? Denn jeder, der von meinen Aktivitäten Nutzen hat, ist ein Mitspieler. Und jeder, der geschädigt wird, ist ein Gegenspieler." (Manfred Helfrecht)
"Wir werden erfolgreich nur durch andere. Andere öffnen uns Türen oder verschließen sie. Und darum gibt es im Leben eines Menschen nur zwei Aufgaben: Mit sich und anderen richtig umzugehen. Kann ich mit meinen Freunden, kann ich mit meinen Kunden, kann ich mit meinen Chefs positiv kommunizieren? Und das können die meisten nicht. Aber auch das kann ich jetzt wieder lernen." (Nikolaus B. Enkelmann)
"Wille und Vorstellung sind die beiden Aspekte, die wichtig sind, wenn wir ein Ziel erreichen wollen, also erfolgreich werden wollen. Wenn Wille und Vorstellung an einem Strang ziehen, werden wir das Ziel mit Sicherheit erreichen. Wenn es hier eine Diskrepanz gibt, siegt immer die Vorstellung. Das heißt: Einen Mißerfolg kann ich nur haben bezogen auf meinen Willen; bezogen auf meine Vorstellung habe ich immer Erfolg. Also prüfe Deine Vorstellungen, weil Du sie immer wahrmachen wirst." (Vera F. Birkenbihl)
"Wenn Sie sich in der Zielsituation nicht sehen, sind Sie nicht Teil der Vorstellung. Ich hatte einen Seminarteilnehmer, der hat so vor sich hingeträumt von einer Yacht. Er hat jahrelang Kataloge gewälzt und sich stundenlang die Bilder angeschaut, ging auf jede Bootsmesse, hat am See gesessen und sehnsuchtsvoll auf die Yachten geschaut. Aber er hat sich nie auf einer Yacht gesehen. Also hat sein Unterbewußtsein seinen Traum erfolgreich wahr gemacht: Er war nie Besitzer einer Yacht." (Vera F. Birkenbihl)
"Ein Ziel ist wie eine Zielmarke bei einem Wettlauf, und wenn ich sie erreiche, weiß ich: Ich bin angekommen. Und die Erwartungshaltung ist die, die mich begleitet auf dem Weg zum Ziel. Angenommen, ich will Englisch lernen und habe die Erwartungshaltung: Ich bin zu blöde dazu. Dann wird der Weg wahnsinnig schwer und mühsam, falls ich ihn überhaupt bis zum Ende gehe. Wenn meine Erwartungshaltung die ist, daß ich das kann, dann geht es leicht." (Vera F. Birkenbihl)
"Viele glauben, daß Erfolg immer mit Mühen verbunden sein muß. Das ist meines Erachtens eine ganz gefährliche Meinung, die dafür sorgt, daß wir diese Mühen auch leben werden." (Vera F. Birkenbihl)
Sichtweisen zum Thema ERFOLG II
"Wir müssen unterscheiden zwischen Wille und Vorstellung. Wir glauben nämlich, daß jemand, der erfolgreich sein möchte, besonders viel Willenskraft braucht. Das stimmt aber nicht. Wir brauchen eine besonders starke Vorstellungskraft. Ein Beispiel: Sie wollen einschlafen, Sie liegen im Bett und sagen sich: Ich will einschlafen. Das ist Ihr Wille, nützt Ihnen aber gar nichts. Das können Sie wollen, soviel Sie wollen. Wenn Sie die Vorstellung haben, daß Sie sich schlaflos werden wälzen müssen, dann werden Sie diese Vorstellung wahrmachen, und zwar mit Erfolg." (Vera F. Birkenbihl)
"Erfolg ist entscheidend davon abhängig, wohin wir unsere bewußte Wahrnehmung lenken. Wenn ich z.B. gelernt habe, meine Aufmerksamkeit auf meine Fehler zu lenken, dann lebe ich in einer sehr anstrengenden Welt. Ich mache ständig Fehler, und ich muß mich rechtfertigen, vor mir und vor anderen. Damit verbrate ich Zeit und Energie. Wenn ich aber lerne, mein Bewußtseinsfenster auf die Dinge zu lenken, die ich kann, dann mache ich natürlich weniger Fehler, weil ich mich jetzt auf das Positive konzentriere."
(Vera F. Birkenbihl)
"In dem Moment, wo ich mich fixiere auf bestimmte Erfolge, die ich haben muß, und daß mein Glück sozusagen davon abhängt, wird es sehr eng. Ich bin heute der Überzeugung, daß Vermögen, Einfluß, auch Macht, gute Möglichkeiten durchaus nichts Negatives sind. Aber daran festzuhalten, es um jeden Preis zu mehren und dies oft zu Lasten anderer - seien es Menschen, Tiere, Pflanzen, Mineralien, alle Ressourcen - das ist etwas, daß ich heute nicht mehr als eine Lösung ansehe, um selbst persönlich erfolgreich zu sein."
(A. Karl Schmied)
"Wir haben ein Ideal: der erfolgreiche Mensch als Philosoph. Und Sie werden fragen: Ist das möglich? Wir haben eine Persönlichkeit, die wir schätzen: Nathan, der Weise. Nathan war nicht nur der weise Mann, sondern er war auch der reichste Mensch seiner Zeit. Sie sehen, es gibt diese Kombination. Und es gibt viele, die sagen, man sollte 1/10 verschenken. Ich hoffe, daß viele Menschen die Einstellung haben, auch etwas von dem, was sie bekommen, wieder zu verschenken. Wir brauchen gute Menschen, die Gutes tun und gute Werke vollbringen. Das wäre eine grundpositive Einstellung, das könnte ein neues Streben geben und dem Menschen zeigen, mein Leben hat wirklich einen Sinn." (Nikolas B. Enkelmann)
"Wenn es richtig ist, daß wir in einer Zeit wachsender Gefahren leben, dann ist es gneauso richtig, daß wir in einer Zeit wachsender Chancen leben. Aber Chancen findet nur der, der Chancen sucht. Denken Sie z.B. an zwei Pilze: Auf der einen Seite der Fliegenpilz; schön, aber giftig. Auf der anderen Seite der Butterpilz. Beide leben im gleichen Wald, auf dem gleichen Boden. Der eine entzieht dem Boden die Giftstoffe; der andere die Aromastoffe, die nahrhaften Stoffe. Darum sollten wir im Sinne der Selbsterkenntnis uns einmal fragen: Was bin ich? Bin ich ein Giftpilz, erkenne ich die negativen Aspekte unserer Gesellschaft? Oder bin ich ein schmackhafter Pilz und erkenne die positiven Ansätze?" (Nikolaus B. Enkelmann)
Sichtweisen zum Thema DENKEN
"Alles, was wir sind, ist das Ergebnis dessen, was wir gedacht haben." (Aldous Huxley)
Durch Denken verändern wir die Welt, in der wir leben. Aber durch die Art der Sprache, in der wir denken, bestimmen wir auch, was wir überhaupt denken können:
Verwenden Sie statt Ihrer Lieblingsformulierungen für bestimmte Situationen, wie "Das macht mich krank!" oder "Das ärgert mich!" doch einfach mal Begriffe, wie "Das ist faszinierend!" oder "Das ist eine Herausforderung!". Ihr Verstand wird dann faszinierende oder herausfordernde Aspekte an der jeweiligen Situation suchen, und damit sieht die Situation ganz anders aus - Ihre Sichtweise ändert sich, und damit Ihre Welt.
Die Wirklichkeit ist auch immer nur die Wirklichkeit des Individuums. Am Beispiel der Rechthaberei läßt sich das sehr gut nachvollziehen:
Weil Sie unfähig sind, jemandem zuzuhören und mitzudenken, wie er Ihnen seine Welt beschreibt, verbieten Sie ihm das Wort und beschreiben ihm Ihre Welt. Und damit fügen Sie ihm genau das zu, was Sie selbst zu ertragen nicht fähig waren.
Begreifen Sie, daß Ihre Sicht von der Welt genau nur das ist - Ihre Sicht von der Welt, und daß jeder andere seine eigene Sicht von der Welt hat. Demzufolge ist jede Äußerung eines anderen genau so legitim wie die Ihre. Bringen Sie Respekt auf für die Weltsicht des anderen - Sie müssen sie ja nicht teilen.
Möchten Sie lernen, eine Meinung zu respektieren, die von der Ihren abweicht, so hilft es, wenn Sie sich fragen, ob es Argumente gibt, die für die Weltsicht des anderen sprechen, die Sie nachvollziehen und eventuell sogar aufnehmen könnten.
Zur Persönlichkeit eines Menschen gehört auch der Name. Fällt es schwer, sich einen Namen zu merken, sollte man sich angewöhnen, ihn im Gespräch öfter zu verwenden, um ihn dadurch einzuüben. Eine Hilfe ist dabei, sich zu jedem Namen gezielt und konzentriert eine Eselsbrücke zu machen, eine bildhafte Vorstellung, die die angesprochene Person mit dem Namen verknüpft.
Wenn wir effektiv denken wollen, müssen wir also lernen, "gehirngerecht" zu denken. Das heißt, abstrakte Vorstellungen mit Bildern zu verbinden. Wenn Sie lernen wollen, gehirngerecht zu denken, empfehlen wir Ihnen "Jogging für's Gehirn": THINK, die neue Spielreihe von Ravensburger, erhältlich im gut sortierten Fachhandel.
Sichtweisen zum Thema ZEIT
Wußten Sie, daß wir durchschnittlich acht Jahre lang vor dem Fernseher sitzen? Zwei Jahre unseres Lebens verbringen wir mit dem vergeblichen Versuch, Leute anzurufen, ein Jahr mit der Suche nach verlegten Gegenständen, acht Monate mit dem Öffnen von Briefen und mit Mülleimer-Runtertragen. Sechs Monate stehen wir vor roten Verkehrsampeln. Das Rasieren bei den Männern beansprucht noch 76 Tage, wobei die Damen etwa 11 Tage damit verbringen, Lippenstift aufzulegen. Weniger als einen halben Tag seines Lebens verbringt man allerdings auf rosaroten Wolken.
Nehmen Sie sich also ruhig ein bißchen Zeit, denn Zeit ist Teil der Lebensqualität: Je wohler man sich fühlt, desto schneller vergeht die Zeit; je unwohler man sich fühlt, desto langsamer vergeht sie. Eine Minute ist deshalb unterschiedlich lang oder kurz - je nachdem, auf welcher Seite der Klotüre man steht. Wußten Sie, daß das Gehirn beim Lachen Freudehormone ausschüttet? Deshalb: Was immer auch passiert - Lächeln Sie!
Betrachten Sie das Warten einfach als "geschenkte Zeit". Nur wenn man bewußt diese freie, geschenkte Zeit animmt, kann man seine Zeit beherrschen - und nicht umgekehrt.
Schenken Sie sich doch ab und zu selbst ein wenig Zeit: Bleiben Sie einige Minuten länger im Auto sitzen, bevor Sie aussteigen, und genießen Sie den Moment. Gehen Sie zu einer Verabredung einige Minuten früher los und genießen Sie den Weg und das entspannte Ankommen.
Setzen Sie klare Signale in der Kommunikation mit Ihren Mitmenschen, denn es kann Ihnen niemand Ihre Zeit stehlen, wenn Sie nicht als Komplize mitmachen.
Lernen Sie abzuschließen mit der Vergangenheit. Beenden Sie Streitigkeiten, verzeihen Sie, entschuldigen Sie sich und meinen Sie es ernst. Akzeptieren Sie, was war. Nur so verliert die Vergangenheit die Macht über Ihre Gegenwart, und das Jetzt bekommt eine Chance. Denn nur wenn Sie sich im Jetzt Zeit nehmen, dann leben Sie auch wirklich.
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Man muß nicht die Welt ändern, um die Dinge besser in den Griff zu bekommen. Manchmal genügt einfach eine andere Sichtweise. Denn "Sicht" kommt von "sehen". Werfen Sie mit uns einen etwas anderen Blick auf die Dinge des Lebens. Es könnte sein, daß sich dadurch die Welt für Sie ein wenig verändert. Es ist immer nur der Blickwinkel, der die Welt in einer bestimmten Weise erscheinen läßt. Ändert sich die Sichtweise, ändert sich damit auch die Welt.
Sichtweisen zum Thema Kreativität
Woher kommt es, daß so viele Menschen von sich glauben, nicht kreativ zu sein? Oftmals liegt es daran, daß wir Kreativität nur von Künstlern erwarten, oder Kreativität mit Genialität verwechseln. Warum aber glauben Sie, daß Sie nicht über ähnlich geniale Fähigkeiten verfügen, die denen eines Mozart oder Einstein gleichzusetzen wären? Wenn Sie so denken, blockieren Sie sich von vorneherein. Ändern Sie Ihre Sichtweise, befreien Sie sich von dieser Blockade, und Sie können sich erfolgreich auf den Weg machen!
"Das Hauptproblem ist die Angst vor der Kreativität. Wenn Angst vor Kreativität da ist, dann nützt uns keine Technik etwas. Wenn wir diese Angst jedoch verlieren, dann haben wir überhaupt erst die Freiheit, Kreativität zu entwickeln. Und in dem Moment, wo wir diese Freiheit haben, können wir anfangen, mit einfachen Techniken zu arbeiten, z.B. mit Zeichnungen und Worten. Und innerhalb vier, fünf Wochen entwickeln sich Dinge, da staunen wir nur noch über uns selbst."
(Vera F. Birkenbihl)
"Kreativität ist für mich der Gegenpol zu gewohnten, gewöhnlichen Reaktionsweisen, die mich binden an eine Identität, die mir wohlvertraut ist, oder an liebgewordene Gewohnheiten; an diese ganzen Bahnen und Spuren und Pfade, die ich aus meinem Alltag kenne. Kreativität ist das Risiko, daneben zu treten, aus dem Rahmen zu fallen, ganz neue Wege zu gehen, die nirgendwo hin führen. Kreativität hat sehr viel mit Risiko zu tun."
(Kay Hoffman)
"Kreativität hat viel mit Neugier zu tun. Mit der Neugier auf das Neue. Was könnte es denn noch anderes geben, was gibt es denn noch für alternative Wege, für andere Methoden, etwas zu erreichen? Und diese Neugier ist eine Grundvoraussetzung für Kreativität und für kreative Menschen." (Dr. Andreas Novak)
"Kreativität hat zum großen Teil auch etwas mit Problemlösen zu tun, weil wir in unserem Leben eigentlich immer mit Problemen konfrontiert werden und dann immer ein, zwei Lösungen dafür haben. Und die machen (realisieren) wir, oder wir machen (realisieren) sie nicht. Und Kreativität kann eben versuchen, mehr Lösungen zu finden, um dann hinterher ein Bündel zu haben von Lösungen, aus denen ich entscheiden kann, welche wohl jetzt die beste sein wird."
(Dr. Andreas Novak)
Sichtweisen zum Thema Kommunikation
Jeder reagiert auf den anderen und beeinflußt ihn dadurch. Also kann die Haltung nicht sein: DU mußt Dich ändern, sondern: Wie können WIR uns ändern, damit die Kommunikation besser wird? Also: Fragen Sie nach. Lassen Sie sich erklären, was der andere genau meint. Fragen Sie ihn, ob er Ihnen nicht eigentlich etwas ganz anderes sagen möchte. Versetzen Sie sich in seine Position und versuchen Sie die Dinge aus seiner Sicht zu sehen. Finden Sie heraus, was Sie wirklich kommunizieren möchten. Sie wissen ja: Oftmals ist das, worüber gesprochen wird, nicht das, was dem anderen mitgeteilt werden soll.
Wenn Kommunikation von Freundlichkeit und Offenheit getragen wird, öffnen sich Türen. Hören Sie sich die Meinungen eines Gesprächspartners erst mal an, ohne zu widersprechen, auch wenn es schwerfällt. Wenn Sie sehen, daß Sie mit einem Gesprächspartner einfach nicht weiterkommen, dann bestehen Sie nicht darauf, daß der andere Ihre Sichtweise übernimmt. Akzeptieren Sie die Meinung des anderen und trennen Sie sich respektvoll. Eine sinnvolle Abgrenzung kann durchaus eine Form von gelungener Kommunikation sein.
Jedes Kommunikationsproblem hängt mit der Macht unseres Verstandes zusammen. Und: Der Verstand besteht aus Meinungen, Vorurteilen und Bewertungen. Er will immer recht haben und andere genau davon überzeugen. Der Verstand ist das Instrument, das uns in unserer subjektiven Sicht der Dinge bestärkt. Er beharrt auf diesen Meinungen, weil er sich sonst selbst in Frage stellen würde. Und wer stellt sich schon gerne selbst in Frage. Aber genau das müssen wir tun, um offene und wahrhaftige Kommunikation zu ermöglichen. Wir müssen mehr und besser zuhören und nicht nur versuchen, die anderen zu bekehren und zu manipulieren. Je weniger Raum wir dem Verstand in der Kommunikation geben, desto mehr können wir mit dem Herzen kommunizieren. Und um so gelungener und wirkungsvoller können wir mit uns und anderen umgehen.
"In der Regel reagiert mein Körper 20 Sekunden schneller als meine Stimme und meine Sprache. Und darum ist es so wichtig für uns, ob ich die Körpersprache der anderen Menschen lesen kann. Die Sprache des Körpers ist die universelle Sprache der Menschheit. Und sie wird instinktiv und automatisch verstanden und begriffen. Nicht unsere Worte sind wichtig, wir sind wichtig. Das wichtigste Argument sind Sie, nicht Ihre Argumente. Wenn Ihre Körpersprache nicht stimmt, dann können Sie selbst mit einer göttlichen Weisheit nicht überzeugen." (Nikolaus B. Enkelmann)
"Sie haben die Meinung X zu einem Thema, und ich habe die Meinung Y. Aber wir haben in unserer Erziehung nicht gelernt zu respektieren, daß andere Menschen andere 'Inseln' haben. Und daß sie ihre Insel genauso lieben wie wir unsere. Die Konsequenz ist: Wenn wir Überschneidungen haben, dann haben wir Glück gehabt. Wenn das aber nicht der Fall ist, neigen wir entweder zum Aneinander-vorbei-Reden, oder jeder redet in seine Richtung und kümmert sich überhaupt nicht um den anderen. Wir haben also inhaltlich null Verbindung. Oder es kommt zum Gegeneinander, zu Kampf, Flucht oder Mischtypen davon. Was wir aber brauchen, ist, zur Insel des anderen Brücken zu bauen und eine gemeinsame Basis zu schaffen. Und wenn uns das nicht gelingt, schlage ich vor, daß wir uns 'zweinigen', anstatt uns zu entzweien. Und das heißt: Laß uns einig sein, daß wir in diesem Punkt keine Einigung brauchen." (Vera F. Birkenbihl)
"Wenn wir sehen, wie komplex Kommunikation ist, ist es höchst erstaunlich, daß gelegentlich Formen des Verstehens stattfinden. Man könnte auch vorsichtiger formulieren und nicht sagen, daß wir uns verstehen, sondern vielmehr fragen: Wie können wir nützliche Formen des Mißverstehens herstellen? Also welche Art und Weise, wie wir miteinander umgehen, könnte dazu führen, daß wir uns wenigstens auf nützliche Weise mißverstehen? Und zur Kommunikation, denke ich, gehört dazu, daß wir die Idee eines vollständigen Verstehens - in der Weise, daß wir sagen können, das und das genau ist es - ersetzen durch die Frage: Welche Art von Wirkung sollte eine gute Kommunikation haben?" (Matthias Varga v. Kibéd)
Sichtweisen zum Thema ERFOLG
"Wer nicht weiß, wohin er will, der muß sich nicht wundern, wenn er ganz wo anders ankommt." (Mark Twain)
"Für eine erfolgreiche Lebensführung muß der Mensch zuerst einmal wissen: Was versteht er unter Erfolg? Nach unserem HelfRecht-Regelkreis steht an erster Stelle die Analyse: Was will ich - was will ich nicht. Auf einem Blatt Din A4 schreibt man auf: Was will ich in meinem Leben? Und auf einem zweiten: Was soll sich nicht ereignen - Was will ich nicht? Der nächste Schritt ist dann die Beschreibung von Zielen. Was soll sich im nächsten Lebensjahr ereignen? Wo will ich in fünf, sechs, sieben Jahren stehen?" (Manfred Helfrecht)
"Stellen Sie sich vor, draußen vor dem Haus stehen fünf Autos. Alle startbereit, die Fahrer wollen wegfahren und Sie wollen mitfahren. Aber Sie wissen nicht, wohin. Stellen Sie sich mal vor, was das für eine lächerliche Situation ist. Sie gehen auf den ersten Fahrer zu und sagen: Kann ich bei Ihnen mitfahren? Und der sagt: Wo wollen Sie denn hin? Und Sie sagen: Ich weiß nicht. Also - es kann nichts zustande kommen, wenn ich kein Ziel habe." (Manfred Helfrecht)
"Es gibt ja Leute, die lehnen die Verantwortung für ihre Situation grundsätzlich ab. Die sagen, der oder jener sei verantwortlich, die Regierung sei schuld, das Wetter sei schuld. Man findet immer tausend Ausreden, wenn etwas nicht geht. Wenn jemand wirklich erfolgreich sein möchte, führt kein Weg vorbei, die totale Verantwortung für sein ganzes Leben zu übernehmen. Nicht nur für das, was er tut und sagt, sondern auch für das, was er denkt, überhaupt für alles, was einem geschieht." (René Egli)
"Die Landwirte, die sind nicht nur schlau, die sind sogar weise. Die wissen nämlich: Wenn sie Weizen ernten wollen, müssen sie Weizen säen. Wenn wir das wüßten in unserem Leben, wäre das enorm. Das würde nämlich heißen: Wenn wir Erfolg haben wollen, müssen wir Erfolg säen. Und wir Menschen denken aus unerfindlichen Gründen: Erst wenn wir mal erfolgreich sind, dann wünschen wir den anderen auch ein bißchen Erfolg. Aber so geht es nicht. Man muß zuerst säen, dann kann man ernten." (René Egli)
"Erfolgsmenschen befassen sich hauptsächlich mit den Interessen der anderen. Was will der andere, was sind seine Bedürfnisse, was seine Interessen, und was kann ich dafür tun? Wie kann ich ihn gewinnen, daß er mein Mitarbeiter, mein Kunde, mein Freund wird? Denn jeder, der von meinen Aktivitäten Nutzen hat, ist ein Mitspieler. Und jeder, der geschädigt wird, ist ein Gegenspieler." (Manfred Helfrecht)
"Wir werden erfolgreich nur durch andere. Andere öffnen uns Türen oder verschließen sie. Und darum gibt es im Leben eines Menschen nur zwei Aufgaben: Mit sich und anderen richtig umzugehen. Kann ich mit meinen Freunden, kann ich mit meinen Kunden, kann ich mit meinen Chefs positiv kommunizieren? Und das können die meisten nicht. Aber auch das kann ich jetzt wieder lernen." (Nikolaus B. Enkelmann)
"Wille und Vorstellung sind die beiden Aspekte, die wichtig sind, wenn wir ein Ziel erreichen wollen, also erfolgreich werden wollen. Wenn Wille und Vorstellung an einem Strang ziehen, werden wir das Ziel mit Sicherheit erreichen. Wenn es hier eine Diskrepanz gibt, siegt immer die Vorstellung. Das heißt: Einen Mißerfolg kann ich nur haben bezogen auf meinen Willen; bezogen auf meine Vorstellung habe ich immer Erfolg. Also prüfe Deine Vorstellungen, weil Du sie immer wahrmachen wirst." (Vera F. Birkenbihl)
"Wenn Sie sich in der Zielsituation nicht sehen, sind Sie nicht Teil der Vorstellung. Ich hatte einen Seminarteilnehmer, der hat so vor sich hingeträumt von einer Yacht. Er hat jahrelang Kataloge gewälzt und sich stundenlang die Bilder angeschaut, ging auf jede Bootsmesse, hat am See gesessen und sehnsuchtsvoll auf die Yachten geschaut. Aber er hat sich nie auf einer Yacht gesehen. Also hat sein Unterbewußtsein seinen Traum erfolgreich wahr gemacht: Er war nie Besitzer einer Yacht." (Vera F. Birkenbihl)
"Ein Ziel ist wie eine Zielmarke bei einem Wettlauf, und wenn ich sie erreiche, weiß ich: Ich bin angekommen. Und die Erwartungshaltung ist die, die mich begleitet auf dem Weg zum Ziel. Angenommen, ich will Englisch lernen und habe die Erwartungshaltung: Ich bin zu blöde dazu. Dann wird der Weg wahnsinnig schwer und mühsam, falls ich ihn überhaupt bis zum Ende gehe. Wenn meine Erwartungshaltung die ist, daß ich das kann, dann geht es leicht." (Vera F. Birkenbihl)
"Viele glauben, daß Erfolg immer mit Mühen verbunden sein muß. Das ist meines Erachtens eine ganz gefährliche Meinung, die dafür sorgt, daß wir diese Mühen auch leben werden." (Vera F. Birkenbihl)
Sichtweisen zum Thema ERFOLG II
"Wir müssen unterscheiden zwischen Wille und Vorstellung. Wir glauben nämlich, daß jemand, der erfolgreich sein möchte, besonders viel Willenskraft braucht. Das stimmt aber nicht. Wir brauchen eine besonders starke Vorstellungskraft. Ein Beispiel: Sie wollen einschlafen, Sie liegen im Bett und sagen sich: Ich will einschlafen. Das ist Ihr Wille, nützt Ihnen aber gar nichts. Das können Sie wollen, soviel Sie wollen. Wenn Sie die Vorstellung haben, daß Sie sich schlaflos werden wälzen müssen, dann werden Sie diese Vorstellung wahrmachen, und zwar mit Erfolg." (Vera F. Birkenbihl)
"Erfolg ist entscheidend davon abhängig, wohin wir unsere bewußte Wahrnehmung lenken. Wenn ich z.B. gelernt habe, meine Aufmerksamkeit auf meine Fehler zu lenken, dann lebe ich in einer sehr anstrengenden Welt. Ich mache ständig Fehler, und ich muß mich rechtfertigen, vor mir und vor anderen. Damit verbrate ich Zeit und Energie. Wenn ich aber lerne, mein Bewußtseinsfenster auf die Dinge zu lenken, die ich kann, dann mache ich natürlich weniger Fehler, weil ich mich jetzt auf das Positive konzentriere."
(Vera F. Birkenbihl)
"In dem Moment, wo ich mich fixiere auf bestimmte Erfolge, die ich haben muß, und daß mein Glück sozusagen davon abhängt, wird es sehr eng. Ich bin heute der Überzeugung, daß Vermögen, Einfluß, auch Macht, gute Möglichkeiten durchaus nichts Negatives sind. Aber daran festzuhalten, es um jeden Preis zu mehren und dies oft zu Lasten anderer - seien es Menschen, Tiere, Pflanzen, Mineralien, alle Ressourcen - das ist etwas, daß ich heute nicht mehr als eine Lösung ansehe, um selbst persönlich erfolgreich zu sein."
(A. Karl Schmied)
"Wir haben ein Ideal: der erfolgreiche Mensch als Philosoph. Und Sie werden fragen: Ist das möglich? Wir haben eine Persönlichkeit, die wir schätzen: Nathan, der Weise. Nathan war nicht nur der weise Mann, sondern er war auch der reichste Mensch seiner Zeit. Sie sehen, es gibt diese Kombination. Und es gibt viele, die sagen, man sollte 1/10 verschenken. Ich hoffe, daß viele Menschen die Einstellung haben, auch etwas von dem, was sie bekommen, wieder zu verschenken. Wir brauchen gute Menschen, die Gutes tun und gute Werke vollbringen. Das wäre eine grundpositive Einstellung, das könnte ein neues Streben geben und dem Menschen zeigen, mein Leben hat wirklich einen Sinn." (Nikolas B. Enkelmann)
"Wenn es richtig ist, daß wir in einer Zeit wachsender Gefahren leben, dann ist es gneauso richtig, daß wir in einer Zeit wachsender Chancen leben. Aber Chancen findet nur der, der Chancen sucht. Denken Sie z.B. an zwei Pilze: Auf der einen Seite der Fliegenpilz; schön, aber giftig. Auf der anderen Seite der Butterpilz. Beide leben im gleichen Wald, auf dem gleichen Boden. Der eine entzieht dem Boden die Giftstoffe; der andere die Aromastoffe, die nahrhaften Stoffe. Darum sollten wir im Sinne der Selbsterkenntnis uns einmal fragen: Was bin ich? Bin ich ein Giftpilz, erkenne ich die negativen Aspekte unserer Gesellschaft? Oder bin ich ein schmackhafter Pilz und erkenne die positiven Ansätze?" (Nikolaus B. Enkelmann)
Sichtweisen zum Thema DENKEN
"Alles, was wir sind, ist das Ergebnis dessen, was wir gedacht haben." (Aldous Huxley)
Durch Denken verändern wir die Welt, in der wir leben. Aber durch die Art der Sprache, in der wir denken, bestimmen wir auch, was wir überhaupt denken können:
Verwenden Sie statt Ihrer Lieblingsformulierungen für bestimmte Situationen, wie "Das macht mich krank!" oder "Das ärgert mich!" doch einfach mal Begriffe, wie "Das ist faszinierend!" oder "Das ist eine Herausforderung!". Ihr Verstand wird dann faszinierende oder herausfordernde Aspekte an der jeweiligen Situation suchen, und damit sieht die Situation ganz anders aus - Ihre Sichtweise ändert sich, und damit Ihre Welt.
Die Wirklichkeit ist auch immer nur die Wirklichkeit des Individuums. Am Beispiel der Rechthaberei läßt sich das sehr gut nachvollziehen:
Weil Sie unfähig sind, jemandem zuzuhören und mitzudenken, wie er Ihnen seine Welt beschreibt, verbieten Sie ihm das Wort und beschreiben ihm Ihre Welt. Und damit fügen Sie ihm genau das zu, was Sie selbst zu ertragen nicht fähig waren.
Begreifen Sie, daß Ihre Sicht von der Welt genau nur das ist - Ihre Sicht von der Welt, und daß jeder andere seine eigene Sicht von der Welt hat. Demzufolge ist jede Äußerung eines anderen genau so legitim wie die Ihre. Bringen Sie Respekt auf für die Weltsicht des anderen - Sie müssen sie ja nicht teilen.
Möchten Sie lernen, eine Meinung zu respektieren, die von der Ihren abweicht, so hilft es, wenn Sie sich fragen, ob es Argumente gibt, die für die Weltsicht des anderen sprechen, die Sie nachvollziehen und eventuell sogar aufnehmen könnten.
Zur Persönlichkeit eines Menschen gehört auch der Name. Fällt es schwer, sich einen Namen zu merken, sollte man sich angewöhnen, ihn im Gespräch öfter zu verwenden, um ihn dadurch einzuüben. Eine Hilfe ist dabei, sich zu jedem Namen gezielt und konzentriert eine Eselsbrücke zu machen, eine bildhafte Vorstellung, die die angesprochene Person mit dem Namen verknüpft.
Wenn wir effektiv denken wollen, müssen wir also lernen, "gehirngerecht" zu denken. Das heißt, abstrakte Vorstellungen mit Bildern zu verbinden. Wenn Sie lernen wollen, gehirngerecht zu denken, empfehlen wir Ihnen "Jogging für's Gehirn": THINK, die neue Spielreihe von Ravensburger, erhältlich im gut sortierten Fachhandel.
Sichtweisen zum Thema ZEIT
Wußten Sie, daß wir durchschnittlich acht Jahre lang vor dem Fernseher sitzen? Zwei Jahre unseres Lebens verbringen wir mit dem vergeblichen Versuch, Leute anzurufen, ein Jahr mit der Suche nach verlegten Gegenständen, acht Monate mit dem Öffnen von Briefen und mit Mülleimer-Runtertragen. Sechs Monate stehen wir vor roten Verkehrsampeln. Das Rasieren bei den Männern beansprucht noch 76 Tage, wobei die Damen etwa 11 Tage damit verbringen, Lippenstift aufzulegen. Weniger als einen halben Tag seines Lebens verbringt man allerdings auf rosaroten Wolken.
Nehmen Sie sich also ruhig ein bißchen Zeit, denn Zeit ist Teil der Lebensqualität: Je wohler man sich fühlt, desto schneller vergeht die Zeit; je unwohler man sich fühlt, desto langsamer vergeht sie. Eine Minute ist deshalb unterschiedlich lang oder kurz - je nachdem, auf welcher Seite der Klotüre man steht. Wußten Sie, daß das Gehirn beim Lachen Freudehormone ausschüttet? Deshalb: Was immer auch passiert - Lächeln Sie!
Betrachten Sie das Warten einfach als "geschenkte Zeit". Nur wenn man bewußt diese freie, geschenkte Zeit animmt, kann man seine Zeit beherrschen - und nicht umgekehrt.
Schenken Sie sich doch ab und zu selbst ein wenig Zeit: Bleiben Sie einige Minuten länger im Auto sitzen, bevor Sie aussteigen, und genießen Sie den Moment. Gehen Sie zu einer Verabredung einige Minuten früher los und genießen Sie den Weg und das entspannte Ankommen.
Setzen Sie klare Signale in der Kommunikation mit Ihren Mitmenschen, denn es kann Ihnen niemand Ihre Zeit stehlen, wenn Sie nicht als Komplize mitmachen.
Lernen Sie abzuschließen mit der Vergangenheit. Beenden Sie Streitigkeiten, verzeihen Sie, entschuldigen Sie sich und meinen Sie es ernst. Akzeptieren Sie, was war. Nur so verliert die Vergangenheit die Macht über Ihre Gegenwart, und das Jetzt bekommt eine Chance. Denn nur wenn Sie sich im Jetzt Zeit nehmen, dann leben Sie auch wirklich.