aber über den SL solltest du nochmal nachdenken. Ich glaube, daß dir ist noch nicht ganz klar ist, was Shortgehen heißt. Was meinst du mit jeweils 50%? 50% vom Startkapital, oder 50% vom Shortanteil.
Ein Rechenbeispiel: Die leist dir quasi von ner Bank 1000 Stück Allianz zu 64,99 und 1000 Stück M.Rück zu 88,99. Diese verkaufst du dann direkt. Dann hast du 153.980 Euro auf deinem Konto plus die 100.000 Euro vom Startkapital. Die Bank will die Aktien ja irgendwann zurückhaben und du mußt deine Positiom glattstellen. Was meinst du, was die dir sagen, wenn die in 8 Wochen sehen, das Allianz und M.Rück bei 130 Euro stehen?
"Lieber Herr Osterei, Sie schulden uns noch 2000 Aktien, die jetzt einen Wert von 260.000 Euro haben. Ihr Konto weißt aber nur eine Summe von 253.980 Euro auf. Wie gedenken Sie die fehlenden 7.000 Euro aufzubringen, die Ihnen jetzt für den Rückkauf fehlen? Oder meinen Sie, wir überlassen Ihnen weiter die 2000 Aktien, die evtl. weiter steigen und Sie nicht mehr in der Lage sind, diese zurück zu kaufen?"
Also, wenn du einen Totalverlust einplanst, mußt du dir eine Grenze überlegen, wo dein Startkapital incl. des Shortkapitals ausreicht um die Shortpositionen zu closen. Die Grenze hängt ganz alleine von deiner Einschätzung ab. Du kannst viele Aktien shorten und muss dann die Grenze knapp am jetzigen Kurs wählen, oder du shortest wenige und kannst ne großzügige Grenze wählen. Aber ganz ohne gehts nicht. Oder glaubst du, das die Happy End nochmal 100.000 Euro zum spielen gibt. Ich habe bei meinen SLs den Totalverlust eingeplant.
An dem Beispiel siehst du auch, warum geshortete Aktien manchmal so in den Himmel schießen. Den Leuten die short sind, können gar nicht anders als zu kaufen.

Boxenbauer