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BÖRSENAUSBLICK



Während an der Wall Street nach der Rede von US-Präsident George Bush wieder die Nervosität regiert, müssen DaimlerChrysler-Aktionäre um ihre Dividende zittern. Porno-Anbieter Private Media hat wegen des "verhaltenen Marktumfelds" den Gang an den Neuen Markt verschoben.

Frankfurt am Main - Trotz guter Konjunkturdaten lasten Befürchtungen über neue Unternehmenspleiten nach dem Enron-Debakel auf der Wall Street. Auch das Säbelrasseln von US-Präsident George W. Bush, der Iran, Irak und Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichnet hat, trug nicht gerade zur Beruhigung der Anleger bei.
In Deutschland werden zum Wochenauftakt eher konkrete Unternehmensnachrichten als die politische Großwetterlage die Kurse bestimmen. Fünf Dax-Unternehmen legen in dieser Woche Zahlen vor. Der Dax war am Freitag im Sog nachgebender US-Börsen 0,2 Prozent schwächer bei 5097 Punkten aus dem Handel gegangen, der Nemax 50 hatte 0,3 Prozent leichter geschlossen.

Gewinneinbruch bei Commerzbank erwartet

   

Analysten gehen mehrheitlich davon aus, dass die Commerzbank  nach einem Verlust im dritten Quartal im vierten Quartal wieder schwarze Zahlen Geschrieben hat. Die Schätzungen reichen allerdings von einem Verlust von 140 Millionen Euro bis zu einem Gewinn von 85 Millionen Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr dürfte das viertgrößte deutsche Geldhaus ähnlich wie die Deutsche Bank einen drastischen Gewinnrückgang verbucht haben. Am Dienstag folg der Pharmakonzern Schering  , am Donnerstag die Allianz und AdidasSalomon.

DaimlerChrysler: Sinkt die Dividende?

Der Autokonzern DaimlerChrysler  dürfte heute bereits zwei Tage vor Vorlage der Zahlen unter Druck geraten. Am Wochenende flammten Gerüchte wieder auf, der Konzern werde seine Dividende um rund ein Drittel senken: Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" werde der Konzern statt 2,35 Euro nur noch 1,50 Euro zahlen, hieß es unter Berufung auf Unternehmenskreise. Einen Rückgang der Verkaufszahlen von neun Prozent auf dem US-Markt im Januar wird Konzernchef Jürgen E. Schrempp den DaimlerChrysler-Aktionären am Mittwoch ebenso erklären müssen wie die weitere US-Strategie.

 
 
Die Absatzzahlen von DaimlerChrysler in den USA sind im Januar im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent gefallen. BMW  konnte den Absatz um 16 Prozent steigern, während Volkswagen  um sechs Prozent zulegte.

Infineon will Micron überflügeln

Rückenwind könnte dagegen Infineon  erhalten. Der Chiphersteller hat dem koreanischen Konkurrenten Hynix Semiconductor nach koreanischen Zeitungsberichten eine Allianz angeboten, deren Bedingungen besser sind als das Gebot der Micron Technology. Die "Korea Economic Daily" schreibt in ihrer Montagausgabe, Infineon habe Hynix den Austausch eines mehr als 20-prozentigen Gesellschaftsanteils vorgeschlagen. Von deutscher Seite sei ferner angeboten worden, Infineon könne sich an dem südkoreanischen Chiphersteller auch mehrheitlich beteiligen.

T-Aktie: Malone will nachbessern

Die Aktie der Deutsche Telekom  war am Freitag erneut unter Druck geraten und als schwächster Dax-Wert aus dem Handel gegangen. Händlern zufolge litt die Aktie darunter, dass die Agentur Moody's die Kreditwürdigkeit des Konkurrenten France Telecom herabgestuft hat. Nach einem Bericht des "Spiegel" arbeiten Ron Sommer und Liberty Media Chef John Malone mit Hochdruck daran, dass der Kabelnetzverkauf der Telekom an Liberty doch noch zustande kommt.

Der Elektronikkonzern Siemens  hatte sich dagegen zum Wochenschluss leicht erholt. Die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein hat die Aktie zum Kauf empfohlen und ein Kursziel von 85 Euro gesetzt.


Neuer Markt: Private Media kommt nicht

Die Private Media Group hat ihren für Montag vorgesehenen Gang an den Neuen Markt auf Grund des "verhaltenen Marktumfelds" verschoben. Zum derzeitigen Zeitpunkt würde eine zu große Verwässerung der Kurse für die bestehenden Aktionäre entstehen, teilte das Unternehmen mit. Der spanische Anbieter von Erotikprodukten ist das erste Unternehmen, das in diesem Jahr den Börsengang am Neuen Markt verschiebt. Das Unternehmen will aber an einer Zweitplatzierung am Neuen Markt festhalten. Private Media ist bereits an der Nasdaq notiert.

Tokio schwächer

Die Aktienbörse in Tokio hat am Montag erneut schwere Verluste erlitten. Der breit angelegte Topix fiel um 1,3 Prozent und schloss mit 943,51 Punkten. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte sackte um 159,50 Punkte oder 1,6 Prozent und ging beim Stand von 9.631,93 Punkten aus dem Handel. Der Euro notierte am Morgen fester mit 0,8621 US-Dollar.

Gemischte Stimmung an der Wall Street

Gute Konjunkturdaten hatten die US-Börsen am Freitag nicht beflügeln können. Die Arbeitslosenquote in den USA ist auf 5,6 Prozent gesunken und der Einkaufsmanagerindex stärker als erwartet gestiegen. Allerdings häufen sich Bedenken über die Aussagekraft von Bilanzen nach den schlechten Erfahrungen in der Enron-Affäre. Finanztitel wie Bank of America, Citigroup  oder JP Morgan  blieben unter Druck.




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