Beate Uhse prüft Angebot für Condomi Beate Uhse ist an einem Einstieg beim angeschlagenen Kondomhersteller Condomi interessiert. Damit signalisiert der Erotik-Konzern zum zweiten Mal binnen weniger Tage Expansionsgelüste.
Otto Lindemann
Beate-Uhse-Chef Otto Christian Lindemann sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", dass bei Wirtschaftsprüfern eine Unternehmensanalyse bestellt wurde. "In unserem Auftrag haben die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young eine Unternehmensanalyse durchgeführt." Die Entscheidung über einen Einstieg solle in den nächsten acht Wochen fallen.
"Es laufen Gespräche bezüglich einer strategischen Beteiligung", sagte Oliver Gothe, Marketing- und Vertriebsvorstand des Kölner Kondomherstellers, der "Welt am Sonntag". Kommt das Geschäft zu Stande, wollen die Flensburger unter anderem die Vertriebswege der Kölner nutzen, um Beate-Uhse-Produkte zu verkaufen.
Angebot für Penthouse-Verlag
Europas größter Kondomhersteller Condomi hatte im November über eine akute Liquiditätskrise berichtet und einen Zusammenbruch nicht ausgeschlossen. Grund seien "verfehlte Wachstums- und Investitionsstrategien der Vergangenheit". Damals wurden Finanzierungsverhandlungen mit den Condomi-Poolbanken aufgenommen.
Beate Uhse hatte erst vor wenigen Tagen 62 Mio. $ für den "Penthouse"-Verlag General Media geboten. Durch eine Übernahme von Penthouse würde sich der europäische Erotik-Marktführer auch im weltweiten Geschäft positionieren. Mit 291 Läden ist Beate Uhse in zehn Ländern und unter der Versandmarke Pabo in neun Ländern präsent. Der Versand ist bereits seit Ende 2002 auf dem US-Markt aktiv.