27.08.2012
Frankreich will Interimsregierung anerkennen
"Der französische Staatspräsident François HOLLANE hat die syrische Opposition aufgefordert, eine Übergangsregierung zu bilden. Sobald es eine Regierung gebe, in der alle Gruppen vertreten seien, werde Frankreich diese anerkennen, sagte HOLLANDE auf einer Konferenz der französischen Botschafter in Paris. Frankreich arbeite ferner mit anderen Staaten an einem Plan für die mögliche Einrichtung von Schutzzonen in Syrien.
Solche Überlegungen hatten bereits die Vereinigten Staaten und die Türkei angestellt. Wie zuvor der amerikanische Präsident Barack OBAMA sagte HOLLANDE ferner, wenn die syrische Regierung von Präsident Baschar al ASSAD Chemiewaffen einsetze, wäre dies der Anlass für ein "direktes Eingreifen".
In Berlin hieß es, Bundeskanzlerin Angela MERKEL und HOLLANDE hätten in ihrem Gespräch am Freitag in Berlin zwar über die Lage in Syrien, nicht aber konkret über die Anerkennung einer von der syrischen Opposition gebildeten Regierung gesprochen. "So weit sind wir noch nicht", hieß es. In diplomatischen Kreisen wurde auf die Zerrissenheit der syrischen Opposition verwiesen. Es sei fraglich, ob diese das syrische Volk repräsentiere. Zudem gehörten zu ihr Kräfte, die demokratischen Werten fern stünden. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen SEIBERT hatte am Freitag im Mittelpunkt des Gesprächs gestanden, dass alles getan werden müsse, um die humanitäre Lage in Syrien zu verbessern und "das Elend der syrischen Flüchtlinge zu lindern".
Die Bundesregierung hatte zuvor Kritik wegen der Treffen von mehreren Dutzend syrischen Oppositionellen in Berlin zurückgewiesen. Weder habe sich die Regierung an der Finanzierung beteiligt noch Einfluss auf die Auswahl der Teilnehmer genommen, heißt es in der Antwort des Auswärtigen Amts auf eine Anfrage der Linkspartei. Die Oppositionellen wollen an diesem Dienstag einen Fahrplan für die Zeit nach einem Sturz des Assad-Regimes vorlegen. Dazu hatten sich seit Januar mehr als 40 Gegner von Machthaber Baschar al ASSAD mehrmals in Berlin getroffen, ohne dass die Öffentlichkeit davon informiert wurde. Mitorganisiert wurde die Konferenzserie von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), die aus dem Bundeshaushalt finanziert [!] wird. Die Linkspartei kritisiert insbesondere, dass auch Vertreter der "Freien Syrischen Armee" (FSA) dabei waren, die für zahlreiche Todesopfer in Syrien verantwortlich gemacht wird.
Die türkische Regierung erwägt nach Medienberichten, keine weiteren syrischen Flüchtlinge ins Land zu lassen. 7000 Syrer warteten nach Angaben eines türkischen Diplomaten am Montag an Grenzübergängen, um in die türkischen Provinzen Hatay und Kilis zu gelangen"...
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www.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/...en-11870169.html