reißen!
Zitat: ... Seiner Meinung nach ist die Gewinnsituation der im S&P 500 gelisteten Unternehmen so katastrophal wie seit zehn Jahren nicht.
Die Frage ist nur, warum sich das in den Medien ganz anders anhört. Da werden ständig Unternehmen gefeiert, die im zweiten Quartal die „Erwartungen übertroffen“ haben. Im Vorjahresvergleich haben die Firmen des S&P 500 ihre Gewinne in der Tat um durchschnittlich acht Prozent gesteigert.
Doch wie so oft, werden die Anleger wieder einmal für dumm verkauft: Was dabei nämlich verschwiegen wird, ist beispielsweise die Tatsache, dass man noch zu Beginn des zweiten Quartals von einem Gewinnsprung um durchschnittlich elf Prozent ausgegangen war. Als klar wurde, dass dies niemals einzuhalten sein wird, hat man die Erwartungen klammheimlich gesenkt.
Dabei wollte man nicht übertrieben sparsam sein und reduzierte die Erwartungen gleich drastisch auf 5,3 Prozentpunkte - um jetzt in voller Lautstärke hinauszuposaunen, wie toll die Ergebnisse doch wieder ausgefallen sind.
Dass Währungseffekte dabei ebenfalls außen vor bleiben, versteht sich von selbst. Allein der schwache Dollar hat für ein Plus von rund 2,5 Prozent bei den Gewinnen gesorgt. Und auch die Tatasche, dass die Gewinnsteigerungen in erster Linie durch Kostensenkungen erreicht wurden, wird eifrig unter den Teppich gekehrt.
Doch das sind noch die harmloseren Verschleierungen. Schwerer wiegt da schon die Tatsache, dass etwa erwartete Einnahmen aus Pensionsfonds in die Berechnungen der Gewinne eingehen – während diese Pensionsfonds in Wahrheit dank der Börsenflaute meist Verluste erwirtschaftet haben. Man sollte sich das ruhig einmal auf der Zunge zergehen lassen: Verluste werden hier als Gewinne ausgewiesen. Wie praktisch.
Auf diese Weise wird die Kluft zwischen den „Pro-Forma-Ergebnissen“ und den Gewinnen nach US-GAAP immer größer. Im vergangenen Jahr etwa lagen die Gewinne nach GAAP für den S&P 500 bei 28 US-Dollar. An Wall-Street freilich wollte man sich mit derart trübsinnigem Zahlenwerk nicht belasten. Die „Pro-Forma-Gewinne“ von 47 US-Dollar lassen sich natürlich wesentlich besser verkaufen.
...
Die ganze Story gibt es hier www.wallstreet-online.de/ws/news/news/...sid=741342&&m=3.1.3.0
J
Zitat: ... Seiner Meinung nach ist die Gewinnsituation der im S&P 500 gelisteten Unternehmen so katastrophal wie seit zehn Jahren nicht.
Die Frage ist nur, warum sich das in den Medien ganz anders anhört. Da werden ständig Unternehmen gefeiert, die im zweiten Quartal die „Erwartungen übertroffen“ haben. Im Vorjahresvergleich haben die Firmen des S&P 500 ihre Gewinne in der Tat um durchschnittlich acht Prozent gesteigert.
Doch wie so oft, werden die Anleger wieder einmal für dumm verkauft: Was dabei nämlich verschwiegen wird, ist beispielsweise die Tatsache, dass man noch zu Beginn des zweiten Quartals von einem Gewinnsprung um durchschnittlich elf Prozent ausgegangen war. Als klar wurde, dass dies niemals einzuhalten sein wird, hat man die Erwartungen klammheimlich gesenkt.
Dabei wollte man nicht übertrieben sparsam sein und reduzierte die Erwartungen gleich drastisch auf 5,3 Prozentpunkte - um jetzt in voller Lautstärke hinauszuposaunen, wie toll die Ergebnisse doch wieder ausgefallen sind.
Dass Währungseffekte dabei ebenfalls außen vor bleiben, versteht sich von selbst. Allein der schwache Dollar hat für ein Plus von rund 2,5 Prozent bei den Gewinnen gesorgt. Und auch die Tatasche, dass die Gewinnsteigerungen in erster Linie durch Kostensenkungen erreicht wurden, wird eifrig unter den Teppich gekehrt.
Doch das sind noch die harmloseren Verschleierungen. Schwerer wiegt da schon die Tatsache, dass etwa erwartete Einnahmen aus Pensionsfonds in die Berechnungen der Gewinne eingehen – während diese Pensionsfonds in Wahrheit dank der Börsenflaute meist Verluste erwirtschaftet haben. Man sollte sich das ruhig einmal auf der Zunge zergehen lassen: Verluste werden hier als Gewinne ausgewiesen. Wie praktisch.
Auf diese Weise wird die Kluft zwischen den „Pro-Forma-Ergebnissen“ und den Gewinnen nach US-GAAP immer größer. Im vergangenen Jahr etwa lagen die Gewinne nach GAAP für den S&P 500 bei 28 US-Dollar. An Wall-Street freilich wollte man sich mit derart trübsinnigem Zahlenwerk nicht belasten. Die „Pro-Forma-Gewinne“ von 47 US-Dollar lassen sich natürlich wesentlich besser verkaufen.
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Die ganze Story gibt es hier www.wallstreet-online.de/ws/news/news/...sid=741342&&m=3.1.3.0
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