Schlusskommentare der Börsen von gestern


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Schlusskommentare der Börsen von gestern

 
19.09.03 07:25
AKTIEN NEW YORK/Schluss - Gewinne - Positive Konjunkturdaten, Finanzwerte vorn
19.09.2003 06:33:38, AWP Basic German


NEW YORK (AWP/dpa-AFX) - Dank überwiegend erfreulicher Konjunkturdaten sind
die amerikanischen Aktienindizes am Donnerstag gestiegen und haben fester
geschlossen. Der Dow Jones ging knapp unter seinem Tageshoch von 9.662,84
Punkten aus der Sitzung. Der Leitindex gewann bis Handelsende 1,19 Prozent oder
113,48 Punkte auf 9.659,13 Punkte, der S&P 500 1,33 Prozent auf 1.039,58 Zähler.

    Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank wieder
unter die Marke von 400.000 und zudem stärker als erwartet. Der Index der
Frühindikatoren stieg im August zum fünften Mal in Folge und im Rahmen der
Erwartungen. Der Philly-Fed-Index ging im September allerdings stärker als
prognostiziert zurück. Dennoch gaben Analysten eine teilweise Entwarnung. Der
Blick auf die Unterindizes "Auftragseingang" und "Sechs-Monats-Ausblick" für das
Verarbeitende Gewerbe zeige eine deutliche Besserung, urteilten die Analysten
der Deutschen Bank.

    Neben den Konjunkturzahlen und dem Rücktritt von Richard Grasso als Chef
und Verwaltungsratsvorsitzender der New Yorker Börse (NYSE) zog der Hurrikan
Isabel das Investoren-Augenmerk auf sich. Seine Ausläufer erreichten bereits
Teile von North Carolina. Analysten befürchten Milliardenschäden für die
Versicherer.

    Nach Angaben der Investmentbank Lehman Brothers könnte allein bei Allstate
durch eine Milliarde Dollar an Sturmschäden der Gewinn je Aktie für 2003 um 11
Cent geschmälert werden. Bei Schäden von fünf Milliarden Dollar durch Isabel

werde das Ergebnis um 57 Cent je Anteilsschein gedrückt. Allstate gewannen
dessen ungeachtet 1,40 Prozent auf 36,95 Dollar und American International Group
(AIG) 1,66 Prozent auf 60,71 Dollar. Auch Fluggesellschaften dürften zu den
Verlierern des Naturereignisses gehören. So strich beispielsweise US Airways bis
Freitag 400 Flüge.

    Überwiegend fester notierten Finanztitel. Aus der Branche gab es mehrere
gute Nachrichten. American Express profitierten als Spitzenwert im Dow Jones vom
jüngsten Kreditkarten-Urteil im Streit mit Visa/Mastercard. Ein Berufungsgericht
hatte am Vortag das Urteil einer Vorinstanz bestätigt, wonach der Konkurrent
Visa/Mastercard das Kartellrecht verletzt hat. Visa/Mastercard hatte seine
Mitgliedsbanken daran gehindert, auch Kreditkarten von Konkurrenten auszugeben.

    Experten zufolge eröffnet die Entscheidung dem Unternehmen die Möglichkeit,
mit Banken leichter Partnerschaften einzugehen. Morgan Stanley hob in Folge des
Gerichtsbeschlusses seine Gewinnprognose für American Express an. Die Analysten
rechnen jetzt mit einem Gewinn pro Aktie in 2004 von 2,65 US-Dollar (bisher:
2,58). Außerdem erhöhten sie das Kursziel von 37 auf 40 US-Dollar. Die Aktie
gewann 3,81 Prozent auf 47,08 Dollar.

    Bear Stearns hatte im dritten Geschäftsquartal mehr verdient als von
Analysten erwartet. Die Aktie stieg um 5,15 Prozent auf 76,20 Dollar. Auch
Kommentare von Analysten bewegten die Kurse. So nahmen die Experten von Merrill
Lynch die Bewertung von Citigroup mit "Buy" wieder auf bei einem Kursziel von 54
Dollar. Diesem kam die Aktie mit einem Aufschlag von 3,81 Prozent auf 46,65
Dollar ein Stück näher.

    Der Kurs von MONY Group erhöhte sich um 12,85 Prozent auf 33,10 Dollar,
nachdem die französische Axa Financial der Übernahme des Lebensversicherers für
1,5 Milliarden Dollar in bar zugestimmt hatte. AXA waren in Paris mit einem Plus
von 2,05 Prozent auf 16,95 Euro aus dem Handel gegangen.

AKTIEN NASDAQ/Schluss - Fest, Composite über 1.900, auf neuem 18-Monatshoch
19.09.2003 06:34:20, AWP Basic German


NEW YORK (AWP/dpa-AFX) - Wie die Standardwerte der Wall Street haben die
meisten NASDAQ-Kurse am Donnerstag dank positiver Konjunkturdaten zugelegt. Der
NASDAQ Composite war im Tagesverlauf kontinuierlich gestiegen und hatte ein
neues 18-Monatshoch bei 1.910,51 Zählern erreicht. Zum Schluss stand der Index
bie 1.909,55 Punkten und damit 1,40 Prozent im Plus. Der NASDAQ 100 legte um
1,69 Prozent auf 1.400,13 zu.

    Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist wieder
unter die Marke von 400.000 und zudem stärker als erwartet gesunken. Der Index
der Frühindikatoren stieg im August zum fünften Mal in Folge und im Rahmen der
Erwartungen. Der Philly-Fed-Index ist im September allerdings stärker als
erwartet zurückgegangen.

    Sun Microsystems gehörten mit einem Aufschlag von 3,73 Prozent auf 4,17
Dollar zu den besonders Gewinn bringenden Investments des Tages. Der
amerikanische von Netzwerkcomputern hatte zuvor angekündigt, dass er etwa 1.080
Stellen und damit drei Prozent seiner Arbeitsplätze streichen werde. Mit diesem
Schritt wolle das Unternehmen seine Profitabilität wahren.

    Am zweiten Tag des Entwicklungsforums von Intel hatte der Chiphersteller
angekündigt, mit einer ganzen Reihe neuer Entwicklungen aus seinen
Forschungslabors den Markt für mobile Geräte voranzutreiben. Die nächste
Generation von Notebooks, Handys und so genannten Smartphones werde weltweit
neue Wachstumsmärkte erschließen, sagte Intel-Manager Anand Chandrasekher am
Vortag im kalifornischen San Jose. Intel, die in den vergangenen Tagen kräftig
gestiegen waren und bei 28,88 Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht hatten,
verloren nun durch Gewinnmitnahmen 0,97 Prozent auf 29,16 Dollar.

    Eine negative Studie von Goldman Sachs zu Ausrüstern für die Chipindustrie
drückte die Aktien von Applied Materials oder KLA-Tencor . Applied sanken um
1,56 Prozent auf 20,79 Dollar, KLA-Tencor um 1,11 Prozent auf 56,77 Dollar.
Sanmina-SCI zogen zum dritten Mal in Folge an und legten um 4,99 Prozent auf
10,78 Dollar zu.


ak/js/um


AKTIEN FRANKFURT/Schluss - Hoffnung auf Konjunktur-Wende in den USA treibt DAX
19.09.2003 06:35:36, AWP Basic German


FRANKFURT (AWP/dpa) - Optimistisch stimmende Konjukturdaten aus den USA
haben den Deutschen Aktienindex DAX am Donnerstag fester schließen lassen. Das
Börsenbarometer der 30 wichtigsten deutschen Aktiengesellschaften schloss 1,43
Prozent fester mit 3.612,02 Punkten. Der MDAX gewann 0,14 Prozent auf 4.164,76
Zähler, während der TecDAX 0,18 Prozent auf 543,01 Punkte verlor.

    Insgesamt sei der Handel stark vom Verfallstermin der EUREX am Freitag
geprägt gewesen, sagte ein Aktienhändler in München. Dann laufen Derivate auf
Aktien und Indizes sowie Futures am gleichen Tag aus. Dieser einmal im Quartal
anstehende Termin wird unter Börsianern auch "dreifacher Hexensabbat" genannt.
Er sorgt erfahrungsgemäß bereits Tage zuvor für überdurchschnittliche
Schwankungen.

    In den USA seien am Donnerstag die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der
vergangenen Woche überraschend stark zurückgegangen und hätten damit für Leben
an der Börse gesorgt, sagte ein UBS-Aktienhändler in Frankfurt. Nach Angaben des
US-Arbeitsministeriums fiel die Zahl der Erstanträge um 29.000 auf 399.000 und
damit knapp unter die viel beachtete Marke von 400.000. Zugleich werteten
Volkswirte den neuerlichen Anstieg des Indexes der Frühindikatoren im August als
Beleg für die Konjunkturwende in den USA.

    Besonders auffällig war die Nachfrage nach Bayer . Die Aktie des Pharma-
und Chemiekonzerns erwies sich dank eines Etappensiegs in den USA im
Lipobay-Rechtsstreit als Schrittmacher. Analystin Silke Stegemann von der
Landesbank Rheinland-Pfalz sagte: "Mit der Entscheidung wurde das
Damoklesschwert Lipobay-Sammelklagen von der Bayer-Aktie genommen." Seit der
Cholesterinsenker Lipobay 2001 vom Markt genommen werden musste, hatte die
Bayer-Aktie überdurchschnittlich an Wert verloren. Am Donnerstag kletterten die
Titel an die DAX-Spitze und gewannen 5,57 Prozent auf 20,86 Euro.

    Ebenfalls gesucht waren die Aktien der Deutschen Lufthansa . Sie zogen um
3,16 Prozent auf 12,74 Euro an und reagierten damit auch auf eine
Vereinheitlichung der Cargo-Flotte. Experten sprachen von einem sinnvollen
Schritt zur Kostenersparnis. Lufthansa Cargo trennt sich von ihren Jumbo-Jets
und setzt ausschließlich auf die kleinere MD-11. Zudem seien angesichts
positiver Konjunkturdaten zyklische Werte wie die Lufthansa-Aktie gefragt, die
von einem Wirtschaftsaufschwung profitierten, sagte der Händler der Schweizer
Großbank. Zudem verbilligte sich der Ölpreis weiter. Er sank in London zeitweise
auf den tiefsten Stand seit Mitte Mai.

    Im allgemein freundlichen Trend wechselte auch die TUI-Aktie in die
Gewinnzone und legte zuletzt um 0,62 Prozent auf 16,35 Euro zu. Der
Touristikkonzern hatte für 2004 Umsatz- und Gewinnzuwächse in Aussicht gestellt.
Morgan Stanley urteilte: "TUIs Prognose für eine Rückkehr zum Wachstum sieht
heroisch aus."

    Unverändert schwach zeigte sich das Papier des Finanzdienstleisters MLP ,
der um 1,64 Prozent auf 16,77 Euro nachgab. Die Aktie wird ab Montag im DAX vom
Autozulieferer Continental ersetzt und in den MDAX abrutschen.

    Nach schwachem Auftakt zeigten sich Finanzwerte freundlich. Der Kurs der
HypoVereinsbank zog um 5,38 Prozent auf 18,60 Euro an, Commerzbank-Papiere
notierten 3,26 Prozent fester bei 14,24 Euro. Ihnen folgten Deutsche Bank , die
sich um 3,19 Prozent auf 59,20 Euro verteuerten. Ohne Auswirkungen blieben damit
Spekulationen über ein Scheitern der Pläne von Deutscher und Dresdner Bank ,
eine gemeinsame Transaktionsbank zur Abwicklung von Zahlungsverkehr und
Wertpapierhandel zu gründen.


so/sbi/um
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brokergold:

da hatt mann aber ganz schön was zum lesen joker67 o. T.

 
19.09.03 07:52
Antworten
joker67:

Hi brokergold

 
19.09.03 07:57
ist ne Menge info,ich weiss,aber Nasdaq,Dow und Frankfurt sind die Wichtigsten Standorte finde ich.
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