Montag, 14. März 2011, 08:23 Uh
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Frankfurt (Reuters) - Die Medienhäuser Bertelsmann und Burda prüfen einem Zeitungsbericht zufolge Teile der insolventen Schlott-Druckerei-Gruppe zu kaufen.[/b]
Beide Unternehmen seien insbesondere an der Nürnberger Druckerei Sebald interessiert, berichtete das "Handelsblatt" (Montagausgabe) unter Berufung auf beteiligte Personen. Vertreter von Burda und der Bertelsmann-Drucktochter Prinovis hätten die Nürnberger Druckerei am Donnerstag und Freitag bereits inspiziert. "Wir schauen uns derzeit die Bücher genau an", zitiert das Blatt einen Insider. Prinovis und Burda wollten sich der Zeitung zufolge nicht zu dem Bericht äußern.
Schlott hatte Mitte Januar Insolvenz angemeldet, nachdem die Gläubiger den Geldhahn zugedreht hatten und sich kein Investor fand. Insolvenzverwalter Siegfried Beck kündigte kürzlich an, das Unternehmen aus Freudenstadt im Schwarzwald mit 1500 Mitarbeitern zu zerschlagen und einzelne Teile zum Verkauf anzubieten. Schlott war aus mehreren Zeitschriften- und Katalogdruckern unter anderem in Freudenstadt, Nürnberg, Hamburg und Landau in der Pfalz entstanden. Ein Sprecher Becks sagte am Sonntag zu dem "Handelsblatt"-Bericht, man nehme grundsätzlich nicht zu Namen von Interessenten Stellung.
Größer ist in Europa nur der angebliche Interessent Prinovis - eine Gemeinschaftsfirma von Bertelsmann, Axel Springer und Gruner + Jahr. In der Druckbranche tobt seit Jahren wegen Überkapazitäten ein harter Preiskampf, weil bei vielen Verlagen wegen der steigenden Internet-Nutzung die Auflagen von Zeitungen und Zeitschriften schrumpfen.
Quelle:
[url]de.reuters.com/article/companiesNews/...EE72D05P20110314[/url]